World öffnet einen Teil seiner Identitätstechnologie für externe Entwickler. Das von Sam Altman mitgegründete Projekt hat ProveKit veröffentlicht, ein Zero-Knowledge-Toolkit für digitale Verifikation.

Identitätsnachweis ohne Weitergabe persönlicher Daten

ProveKit soll Nutzern ermöglichen, bestimmte Angaben über ihre Identität kryptografisch zu bestätigen, ohne die zugrunde liegenden Informationen weiterzugeben.

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Eine Plattform könnte damit beispielsweise prüfen, ob ein Nutzer volljährig ist, ohne dessen Geburtsdatum oder eine Kopie des Reisepasses zu erhalten. Auch Nationalität oder der Besitz eines gültigen Ausweisdokuments können auf diese Weise nachgewiesen werden.

Der entscheidende Punkt liegt in der Verarbeitung. Die kryptografischen Nachweise werden direkt auf dem Smartphone oder im Browser des Nutzers erzeugt. Persönliche Informationen müssen damit nicht zunächst an einen externen Server übertragen werden.

World beschreibt diesen Ansatz entsprechend deutlich:

„Private Daten verlassen niemals das Gerät des Nutzers. Der Prüfer erfährt nur, welche Aussage nachgewiesen wurde.“

Die Technologie kommt bereits innerhalb von World ID zum Einsatz. Dort können Nutzer Informationen aus NFC-fähigen Ausweisdokumenten lokal auf ihrem Gerät speichern und anschließend einzelne Eigenschaften daraus nachweisen, ohne ihre vollständige Identität offenzulegen.

World gibt ProveKit für externe Entwickler frei

Mit der Veröffentlichung des Quellcodes löst World die Technologie nun stärker vom eigenen Ökosystem. Entwickler können ProveKit für eigene Anwendungen und sogenannte Noir-Circuits einsetzen.

Denkbar sind unter anderem Alterskontrollen, Identitätsprüfungen bei digitalen Diensten oder der Nachweis eines Wohnsitzes. Für solche Anwendungsfälle soll nicht mehr der komplette Datensatz eines Nutzers übertragen werden, sondern lediglich der notwendige kryptografische Beweis.

World bezeichnet die erste Version nicht als experimentellen Prototyp, sondern als komplett einsatzbereit. Das Unternehmen erklärt:

„ProveKit v1 ist produktionsreif und wurde unabhängig geprüft.“

Nach Angaben der World Foundation wurde die Implementierung von Least Authority auditiert. ProveKit soll zudem auch auf günstigeren Smartphones laufen, offline funktionieren und Nachweise auf üblichen Mobilgeräten innerhalb weniger Sekunden erzeugen.

Technisch setzt World auf Zero-Knowledge-Kryptografie ohne sogenanntes Trusted Setup. Die Architektur wurde dabei bewusst auf lokale Berechnungen zugeschnitten. Für World ist das relevant, weil sensible Ausweisdaten dadurch nicht zur Verarbeitung an externe Infrastruktur ausgelagert werden müssen.

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Mit der Open-Source-Veröffentlichung kann diese Infrastruktur nun auch unabhängig von World ID in andere digitale Identitätssysteme eingebaut werden.

Der Kurs von WLD verzeichnet in den letzten 24 Stunden ein Plus von 2,03% und steigt auf 0,38 USD.