Was ist Uniswap? Funktionen, UNI-Token & Gebührenmodell erklärt

Uniswap ist eine dezentrale Kryptobörse, auf der Nutzer Kryptowährungen und andere Assets direkt über ihre eigene Wallet tauschen können. Anders als bei Binance oder Coinbase werden die Kryptowährungen dabei nicht von einem zentralen Unternehmen verwahrt.

 

Uniswap verwendet Smart Contracts und Liquiditätspools, um Käufer und Verkäufer zusammenzubringen. Der native Token des Protokolls heißt UNI. Er dient vor allem für Governance-Abstimmungen und profitiert seit Ende 2025 von einem Rückkauf- und Burn-Mechanismus.

Was ist Uniswap?

Uniswap wurde von Hayden Adams entwickelt und am 2. November 2018 auf Ethereum gestartet. Das Protokoll gehörte zu den ersten erfolgreichen Automated Market Makern (AMMs) und legte einen wichtigen Grundstein für den heutigen DeFi-Markt.

Gründer

Hayden Adams

Entwickelte das ursprüngliche Uniswap-Protokoll.

Start

2. November 2018

Uniswap startete zunächst auf Ethereum.

Modell

Automated Market Maker

Handel über Liquiditätspools statt klassischer Orderbücher.

Wichtig zu wissen ist, dass Uniswap keine eigene Layer-1-Blockchain besitzt. Das Protokoll besteht aus Smart Contracts, die auf Ethereum und zahlreichen weiteren EVM-kompatiblen Netzwerken laufen.

Uniswap Labs und Uniswap DAO:
Uniswap Labs entwickelt unter anderem die Uniswap App, die Uniswap Wallet, die API und die verschiedenen Protokollversionen. Die Uniswap DAO verwaltet dagegen das Protokoll und entscheidet über Änderungen, Upgrades und die Verwendung von Geldern aus der Protokollkasse.

Wie funktioniert Uniswap?

Zentrale Börsen verwenden ein Orderbuch. Käufer stellen Kaufaufträge ein, Verkäufer geben Verkaufsaufträge ab. Die Börse führt die passenden Orders zusammen.

Weitere Guides zu Uniswap (Öffnen durch Klicken!)

Du willst dich intensiver mit Uniswap beschäftigen oder UNI praktisch nutzen? Diese Ratgeber helfen dir beim Einstieg, bei der sicheren Verwahrung, bei aktuellen Entwicklungen und beim Blick auf den Markt.

Uniswap ersetzt dieses System durch Liquiditätspools. Ein solcher Pool enthält normalerweise zwei Kryptowährungen, beispielsweise ETH und USDC. Nutzer, sogenannte Liquidity Provider, zahlen beide Vermögenswerte in den Smart Contract ein und ermöglichen damit den Handel.

1

Liquidität einzahlen

Liquidity Provider hinterlegen zwei Token in einem Pool.

2

Token tauschen

Trader kaufen einen Token und zahlen den anderen in den Pool ein.

3

Preis verändert sich

Das Verhältnis der Token im Pool bestimmt den aktuellen Preis.

4

Gebühren verteilen

Liquidity Provider erhalten einen Anteil der Handelsgebühren.

Beim Kauf von ETH werden ETH aus dem Pool entnommen und USDC hinzugefügt. Dadurch verändert sich automatisch das Verhältnis der beiden Vermögenswerte und damit ihr Preis.

Price Impact

Je größer ein Trade im Verhältnis zur vorhandenen Liquidität ist, desto stärker verändert er den Preis im Pool.

Slippage

Der tatsächliche Ausführungspreis kann sich während der Transaktion verändern, insbesondere bei großen Trades oder geringer Liquidität.

Nachfolgende Grafik zeigt vereinfacht, wie ein Trade auf Uniswap funktioniert:

Wie funktioniert Uniswap
Einfach erklärt: Wie funktioniert Uniswap?

Was sind Liquidity Provider?

Liquidity Provider stellen Uniswap die für den Handel benötigten Kryptowährungen zur Verfügung. Sie erhalten dafür einen Anteil der Gebühren, die in dem jeweiligen Pool anfallen.

Diese Einnahmen sind jedoch nicht risikofrei. Verändert sich der Preis der hinterlegten Token stark, kann der Wert der Liquiditätsposition geringer sein, als wenn der Anleger beide Coins lediglich gehalten hätte. Dieses Risiko wird als Impermanent Loss bezeichnet.

Bei Uniswap v3 und v4 müssen Liquidity Provider außerdem aktiv festlegen, innerhalb welcher Preisspanne ihr Kapital eingesetzt wird. Verlässt der Kurs diese Spanne, verdient die Position vorübergehend keine Handelsgebühren mehr.

Uniswap v2, v3 und v4

Uniswap wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die älteren Versionen bleiben dabei als eigenständige Smart Contracts bestehen.

Start: Mai 2020

Uniswap v2

Uniswap v2 ermöglichte direkte Handelspaare zwischen ERC-20-Token und etablierte das klassische Modell, bei dem Liquidität über die gesamte mögliche Preisspanne verteilt wird.

Gebühren:
0,30 Prozent pro normalem Swap. Bei betroffenen Pools gehen seit Ende 2025 0,25 Prozent an Liquidity Provider und 0,05 Prozent an das Protokoll.
Start: Mai 2021

Uniswap v3

Die wichtigste Neuerung war die konzentrierte Liquidität. Liquidity Provider können ihr Kapital gezielt innerhalb einer bestimmten Preisspanne anbieten.

Vorteil:
Mit weniger Kapital kann eine größere Markttiefe erreicht werden. Die Position muss jedoch aktiver verwaltet werden.
Start: 31. Januar 2025

Uniswap v4

Die wichtigste Neuerung sind sogenannte Hooks. Entwickler können damit individuelle Funktionen direkt in einen Pool integrieren.

Dynamische Gebühren, automatisiertes Liquiditätsmanagement, Limit-Order-ähnliche Funktionen und besondere Schutzmechanismen.

Was ist Unichain?

Unichain ist eine von Uniswap Labs entwickelte Ethereum-Layer-2-Blockchain. Das Mainnet wurde am 11. Februar 2025 gestartet.

Günstigere Transaktionen

Unichain soll die Kosten für DeFi-Transaktionen reduzieren.

DeFi-Infrastruktur

Die Chain soll Uniswap v4, Stablecoins und weitere DeFi-Anwendungen unterstützen.

Eigene Layer 2

Unichain ergänzt das Multi-Chain-Ökosystem von Uniswap.

Unichain ist jedoch nicht mit Uniswap selbst gleichzusetzen. Das Uniswap-Protokoll läuft weiterhin auf Ethereum, Base, Arbitrum, Polygon und zahlreichen weiteren Netzwerken.

Bedeutung für UNI

Nach der Ende 2025 beschlossenen UNIfication-Reform sollen die Einnahmen des Unichain-Sequenzers nach Abzug der Ethereum-Kosten und eines 15-prozentigen Anteils für Optimism für UNI-Käufe und Burns verwendet werden.

Wie stark wird Uniswap genutzt?

Uniswap gehört weiterhin zu den größten dezentralen Börsen der Welt.

ca. 3 Mrd. USD
Liquidität
1,27 Mrd. USD
Volumen in 24 Stunden
3,73 Bio. USD
Historisches Handelsvolumen

Handelsvolumen nach Netzwerk

706 Mio. USD
Ethereum
175 Mio. USD
Base
148 Mio. USD
Arbitrum
9,5 Mio. USD
Unichain
Neue Anwendungsbereiche:
Seit Juli 2026 dient Uniswap als primärer öffentlicher Automated Market Maker auf der Robinhood Chain. Dort können neben Kryptowährungen auch tokenisierte Aktien über die Uniswap-Infrastruktur gehandelt werden.

Welche Aufgaben hat der UNI-Token?

UNI wurde im September 2020 als Governance-Token eingeführt. Tokeninhaber können über Änderungen am Protokoll, die Verwendung der DAO-Treasury, Gebührenparameter und weitere Entwicklungen abstimmen.

Wichtig:
UNI wird nicht benötigt, um auf Uniswap zu handeln oder Transaktionsgebühren zu bezahlen. Die jeweiligen Blockchain-Gebühren werden in ETH oder dem nativen Coin des verwendeten Netzwerks bezahlt.

UNI besitzt folgende Aufgaben:

Governance

Abstimmungen über Änderungen am Uniswap-Protokoll.

Treasury

Verwaltung der Uniswap-Protokollkasse.

Gebühren

Aktivierung und Anpassung von Protokollgebühren.

Ökosystem

Finanzierung von Entwicklung und Förderprogrammen.

Rückkäufe und Burns

Seit Ende 2025 entsteht eine direkte Verbindung zwischen Protokollnutzung und UNI-Angebot.

Uniswap aktiviert Gebühren und UNI-Burns

Im Dezember 2025 verabschiedete die Uniswap-Governance die sogenannte UNIfication-Reform. Dabei wurden Protokollgebühren für Uniswap v2 und ausgewählte v3-Pools aktiviert. Die Einnahmen werden genutzt, um UNI zu kaufen und dauerhaft zu verbrennen.

Bei Uniswap v2 sank der Anteil der Liquidity Provider dadurch von 0,30 auf 0,25 Prozent je Handel. Die verbleibenden 0,05 Prozent fließen als Protokollgebühr in den Burn-Mechanismus. Bei Uniswap v3 richtet sich der Protokollanteil nach der jeweiligen Gebührenstufe des Pools.

Zusätzlich wurden einmalig 100 Millionen UNI aus der Treasury verbrannt. Damit sollte rückwirkend ein Teil der Burns nachgeholt werden, die theoretisch entstanden wären, wenn die Protokollgebühren bereits seit dem Start des UNI-Tokens aktiviert gewesen wären.

Uniswap v2

0,25 %

für Liquidity Provider

0,05 %

für das Protokoll und den Burn-Mechanismus

Einmaliger Burn

100 Mio. UNI

Aus der Treasury verbrannt, um einen Teil der theoretisch verpassten früheren Burns nachzuholen.

Der Burn-Mechanismus wurde 2026 schrittweise auf weitere Netzwerke wie Base, Arbitrum, Optimism, BNB Chain, Polygon und Celo ausgeweitet. Uniswap v4 generiert für den UNI-Burn derzeit jedoch noch keine regulären Protokollgebühren.
Zum Redaktionszeitpunkt lagen die Protokolleinnahmen innerhalb von 30 Tagen bei rund 4,1 Millionen US-Dollar. Auf das Jahr hochgerechnet entspricht dies ungefähr 47,9 Millionen US-Dollar. Seit der Aktivierung wurden laut DeFiLlama knapp 25 Millionen US-Dollar für den Burn-Mechanismus erfasst. Die Grafik zeigt ein konzeptionelles Modell, wie Uniswap durch Protokollgebühren UNI-Token zurückkaufen und verbrennen könnte, um das Token-Angebot langfristig zu verringern.
Uniswap Gebühren und UNI-Burns
So funktioniert Uniswaps Gebühren-Modell und UNI-Burns

UNI-Tokenomics

Beim Start wurden eine Milliarde UNI erzeugt.

1 Mrd. UNI
Ursprüngliches Angebot
ca. 620 Mio.
Im Umlauf

Stand Anfang Juli 2026.

unter 1 Mrd.
Aktuelles Gesamtangebot

Ursprüngliche Verteilung

60 %

Uniswap-Community

21,266 %

Team und zukünftige Angestellte

18,044 %

Investoren

0,69 %

Berater

Von der Community-Zuteilung wurden 150 Millionen UNI an frühere Nutzer, Liquidity Provider und SOCKS-Inhaber verteilt. Viele Nutzer konnten damals jeweils 400 UNI beanspruchen.

Anfang Juli 2026 befanden sich rund 620 Millionen UNI im Umlauf. Nach dem einmaligen Burn von 100 Millionen UNI und den laufenden Protokoll-Burns liegt das tatsächliche Gesamtangebot inzwischen unter der ursprünglich erzeugten Milliarde.

Die Uniswap-Governance besitzt allerdings das Recht, zusätzliche UNI zu erzeugen. Pro Jahr dürfen maximal zwei Prozent des vorhandenen Angebots neu ausgegeben werden.

Mögliche UNI-Inflation

Die Uniswap-Governance darf pro Jahr maximal zwei Prozent des vorhandenen Angebots neu ausgeben. Diese Inflation erfolgt nicht automatisch, sondern muss von der Uniswap DAO beschlossen werden. Wichtig: Diese Inflation erfolgt nicht automatisch, sondern muss von der Uniswap DAO beschlossen werden.

Damit ist UNI nicht zwingend dauerhaft deflationär. Entscheidend ist, ob künftig mehr Token verbrannt als durch Governance-Beschlüsse neu erzeugt werden.

UNI-Kurs rund 93 Prozent unter dem Allzeithoch

UNI erreichte im Mai 2021 ein Allzeithoch von rund 44,92 US-Dollar. Am 7. Juli 2026 lag der Kurs bei 3,16 US-Dollar und damit rund 93 Prozent unter seinem Rekord. Die Marktkapitalisierung betrug knapp zwei Milliarden US-Dollar.

Abstand zum Allzeithoch
rund −93 %

Die Marktkapitalisierung betrug knapp zwei Milliarden US-Dollar.

Der extreme Kursverlust steht im deutlichen Gegensatz zur realen Nutzung des Protokolls. Uniswap verarbeitete in den vergangenen Jahren Handelsvolumen in Milliardenhöhe und gehört zu den führenden DeFi-Anwendungen.

Der Hauptgrund für den schwachen Kurs: Bis Ende 2025 profitierte der UNI-Token überhaupt nicht von der tatsächlichen Nutzung. Er war hauptsächlich ein Governance-Token, während die Handelsgebühren an die Liquidity Provider gingen. Erst die Ende 2025 eingeführten Rückkäufe und Burns schufen eine direkte Verbindung zwischen der Protokollnutzung und dem UNI-Angebot, ähnlich wie bei Hyperliquid.

Der Zeitpunkt der Einführung war für den UNI-Kurs jedoch eher unglücklich. Bitcoin erreichte Anfang Oktober 2025 sein Allzeithoch und riss den gesamten Kryptomarkt anschließend in einen Bärenmarkt.

Folglich fiel das Handelsvolumen auf Uniswap von rund 124 Milliarden US-Dollar im Oktober 2025 auf rund 43 Milliarden US-Dollar im Juni 2026. Die neuen Rückkäufe und Burns konnten ihr volles Potenzial in einem Bullenmarkt somit noch nicht zeigen.

Wird UNI weiter fallen oder wieder steigen?

Uniswap besitzt ein Produkt das real genutzt wird. Auch die UNI-Tokenomics haben sich deutlich verbessert. Protokollgebühren, Unichain-Einnahmen und zukünftige v4-Erweiterungen können langfristig kontinuierliche Rückkäufe und Burns erzeugen.

Ein ähnliches Modell, wie es HYPE im Jahr 2026 erfolgreich umgesetzt hat, steht bei Uniswap noch am Anfang. Die aktuellen Burns sind im Verhältnis zum gesamten UNI-Angebot noch gering.

Trotz des Kursverlustes von rund 93 Prozent gibt es keine Garantie, dass UNI noch weiter abstürzt. Dies wird jedoch wahrscheinlich stärker vom Makrogeschehen und von Bitcoin abhängen.

Unsere Einschätzung zu UNI:
Anders als früher besitzt UNI nun eine nachvollziehbare Investmentthese: Steigt die Uniswap-Nutzung, sorgen höhere Gebühren für mehr UNI-Käufe und Burns. Entscheidend wird sein, ob Uniswap seine Marktposition ausbauen kann und wie sich das Protokoll im Wettbewerb mit Konkurrenten wie Hyperliquid schlägt.

Häufig gestellte Fragen zu Uniswap

Die folgenden Antworten behandeln praktische Fragen zur Nutzung von Uniswap, zu Wallets, Token-Freigaben, fehlgeschlagenen Swaps und Sicherheitsrisiken. Klicke einfach auf die Fragen, um die Antworten zu sehen.

Benötigt man für Uniswap ein Konto?

Für die Nutzung des Uniswap-Protokolls ist grundsätzlich kein klassisches Benutzerkonto erforderlich. Nutzer verbinden stattdessen eine kompatible Krypto-Wallet mit der Anwendung. Je nach verwendeter Benutzeroberfläche, Region oder Zahlungsfunktion können zusätzliche Einschränkungen gelten.

Welche Wallets können mit Uniswap verwendet werden?

Uniswap kann mit zahlreichen selbstverwalteten Wallets verwendet werden. Dazu gehören unter anderem die Uniswap Wallet, MetaMask, Coinbase Wallet und verschiedene WalletConnect-kompatible Anwendungen. Entscheidend ist, dass die Wallet das verwendete Blockchain-Netzwerk unterstützt.

Behält man bei Uniswap die Kontrolle über seine Kryptowährungen?

Ja. Uniswap ist nicht verwahrend. Die Kryptowährungen bleiben bis zur Ausführung einer Transaktion in der eigenen Wallet. Nutzer tragen dadurch jedoch selbst die Verantwortung für ihre Seed Phrase, ihre privaten Schlüssel und die Sicherheit ihres Geräts.

Warum muss ein Token vor dem Tausch freigegeben werden?

Bei ERC-20-Token muss der Nutzer einem Smart Contract zunächst erlauben, eine bestimmte Menge aus seiner Wallet zu verwenden. Diese Berechtigung wird als Token Approval oder Allowance bezeichnet. Erst danach kann der eigentliche Swap ausgeführt werden.

Was ist Uniswap Permit2?

Permit2 ist ein von Uniswap entwickeltes System zur Verwaltung von Token-Freigaben. Nutzer können damit zeitlich oder betragsmäßig begrenzte Berechtigungen erteilen. Dadurch müssen nicht für jede Anwendung dauerhaft unbegrenzte Freigaben eingerichtet werden.

Können erteilte Token-Freigaben widerrufen werden?

Ja. Nutzer können bestehende Freigaben über kompatible Wallets oder spezielle Approval-Management-Dienste reduzieren beziehungsweise vollständig widerrufen. Das Widerrufen ist eine Blockchain-Transaktion und kann deshalb Netzwerkgebühren verursachen.

Warum kann ein Uniswap-Swap fehlschlagen?

Ein Swap kann unter anderem wegen einer zu niedrigen Slippage-Toleranz, starker Kursbewegungen, unzureichender Liquidität, zu geringer Netzwerkgebühren oder eines Fehlers im verwendeten Token-Smart-Contract scheitern.

Werden bei einem fehlgeschlagenen Swap Kryptowährungen verloren?

Bei einem fehlgeschlagenen Swap wird der eigentliche Token-Tausch normalerweise nicht ausgeführt. Die eingesetzten Token verbleiben in der Wallet. Bereits verbrauchte Netzwerkgebühren werden jedoch nicht zurückerstattet, da Validatoren die Transaktion verarbeitet haben.

Warum unterscheiden sich die Kurse auf Uniswap von zentralen Börsen?

Der Preis auf Uniswap wird durch das Verhältnis der Token in einem Liquiditätspool bestimmt. Auf zentralen Börsen entsteht der Kurs dagegen durch das Orderbuch. Arbitrage-Händler gleichen größere Unterschiede normalerweise aus, kleinere Abweichungen können jedoch jederzeit auftreten.

Kann jeder Token auf Uniswap gehandelt werden?

Grundsätzlich kann jeder einen Pool für einen kompatiblen Token erstellen. Eine formelle Börsenlistung ist dafür nicht erforderlich. Ein Token ist jedoch nur sinnvoll handelbar, wenn ausreichend Liquidität vorhanden ist. Die freie Pool-Erstellung ermöglicht gleichzeitig die Verbreitung betrügerischer oder wertloser Token.

Wie erkennt man den richtigen Token auf Uniswap?

Nutzer sollten die Smart-Contract-Adresse des Tokens über die offizielle Projektseite oder einen zuverlässigen Blockchain-Explorer überprüfen. Name, Symbol und Logo allein reichen nicht aus, da Betrüger diese Angaben leicht kopieren können.

Können Uniswap-Transaktionen storniert werden?

Eine bereits bestätigte Blockchain-Transaktion kann grundsätzlich nicht rückgängig gemacht werden. Eine noch ausstehende Transaktion lässt sich je nach Wallet durch eine Transaktion mit derselben Nonce und einer höheren Gebühr ersetzen. Eine erfolgreiche Ausführung kann anschließend jedoch nicht storniert werden.

Ist die Nutzung von Uniswap sicher?

Die zentralen Uniswap-Smart-Contracts wurden umfangreich geprüft und über Jahre eingesetzt. Eine vollständige Sicherheit gibt es dennoch nicht. Risiken bestehen unter anderem durch gefälschte Webseiten, betrügerische Token, fehlerhafte Hooks, kompromittierte Wallets und unvorsichtig erteilte Token-Freigaben.