Der globale Vermögensverwalter VanEck prognostiziert, dass sich Bitcoin nahe einem Zyklustief befindet. Nach dem Rückgang von rund 125.000 US-Dollar in den niedrigen 60.000er-Bereich liefere vor allem der Abbau spekulativer Hebelwetten ein bullisches Signal.
Die Einschätzung stammt aus einem am Donnerstag veröffentlichten Marktkommentar von VanEck. Patrick Schramm, Managing Director und Head of National Accounts bei dem Vermögensverwalter, führt den Kursrückgang auf den bekannten Vierjahreszyklus rund um das Bitcoin-Halving zurück.
Der vorhersehbare Bärenzyklus nach dem Halving zeige inzwischen erste Ermüdungserscheinungen. Für seine Einschätzung verwendet VanEck das sogenannte GEO-Modell. Das Kürzel steht für Global Liquidity, Ecosystem Leverage und On-Chain Daten.
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Das Modell soll die strukturelle Verfassung des Bitcoin-Marktes anhand der globalen Liquidität, der Verschuldung beziehungsweise Hebelwirkung innerhalb des Krypto-Ökosystems und der On-Chain-Aktivität bewerten. Zwei der drei Bereiche werden derzeit als neutral eingestuft.
Positiv fällt dagegen das Signal für das Leverage im System aus. VanEck schreibt:
„Dies sind Anzeichen einer nahenden Bodenbildung, die unserer Ansicht nach einen schrittweisen Einstieg rechtfertigen könnten.“
Damit liefert das Modell noch kein uneingeschränkt positives Gesamtbild. Es deutet jedoch darauf hin, dass ein wichtiger negativer Faktor des Kursrückgangs nachgelassen hat.
Bereits in einer Analyse vom Dezember 2025 verwies VanEck auf einen Rückgang des spekulativen Hebels. Damals wertete das Research-Team die Kombination aus schwacher On-Chain-Aktivität, verbesserten Liquiditätsbedingungen und zurückgesetztem Leverage als Grund für vorsichtigen Optimismus.
VanEck sieht im Einbruch keine strukturelle Veränderung
Der Vermögensverwalter interpretiert den Rückgang um annähernd 50 Prozent als Teil des Bitcoin-Zyklus und nicht als grundlegende Beschädigung der Investmentthese. In der Analyse heißt es:
„Diese Zyklen sind Merkmale, keine strukturellen Brüche.“
VanEck hält damit am Vierjahresmodell fest, obwohl institutionelle Investoren, Spot-ETFs und Bitcoin-Treasury-Unternehmen die Marktstruktur wesentlich verändert haben. Das Halving bleibt für den Vermögensverwalter weiterhin ein treibender Faktor.
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Gleichzeitig betrachtet VanEck Bitcoin unverändert als langfristige Portfolioallokation. Kurzfristige Volatilität ändere demnach nichts an dem Argument.
Wichtig ist die Wortwahl von VanEck. Der Vermögensverwalter spricht nicht von einem bestätigten Zyklustief oder einem sofortigen Kaufsignal, sondern vom Beginn eines schrittweisen Einstiegs.
VanEck verweist in diesem Zusammenhang auf den eigenen Bitcoin-Spot-ETF HODL sowie den aktiv verwalteten Onchain Economy ETF NODE. Letzterer investiert in Unternehmen aus der Kryptoindustrie und berücksichtigt Zyklusindikatoren bei der Allokation.













