Cardano wird ab sofort als öffentliche Verifizierungsschicht für die Lieferkettenplattform von Blockforce eingesetzt. Die gemeinsam entwickelte Architektur läuft bereits bei großen brasilianischen Modekonzernen und soll vertrauliche Unternehmensdaten mit unabhängig prüfbaren Compliance-Nachweisen verbinden.
Cardano treibt Unternehmensadoption voran
Wie die Cardano Foundation und Blockforce am 31. August im Rahmen einer Pressemitteilung bekannt gaben, basiert die Lösung auf einer Dual-Ledger-Architektur. Lieferantendaten, Vertragsbedingungen, Produktionsmengen und weitere sensible Informationen verbleiben in einem zugangsbeschränkten Hyperledger-Fabric-Netzwerk.
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Auf Cardano werden ausschließlich kryptografische Nachweise dieser Datensätze verankert. Auditoren, Behörden und Kunden können dadurch die Echtheit eines Eintrags überprüfen. Guilherme Pereira, Ecosystem Growth Specialist LATAM bei der Cardano Foundation, erklärte:
„Der Meilenstein besteht für mich darin, dass sich Blockchain nahtlos in die Unternehmensinfrastruktur einfügt und die Überprüfbarkeit, Rückverfolgbarkeit und Skalierbarkeit liefert, die Unternehmen benötigen. Lieferkettendaten werden heute erfasst und Jahre später hinterfragt; ein öffentliches Netzwerk sorgt dafür, dass dieser Nachweis über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg Bestand hat. Diese Zusammenarbeit weist den Weg: Cardano als Verifizierungsschicht für Branchen, in denen Herkunft, Compliance und Auditierbarkeit im großen Maßstab funktionieren müssen.“
Die öffentliche Verankerung Hunderttausender einzelner Datensätze war laut den Partnern bislang wirtschaftlich kaum tragfähig. Durch eine gemeinsame Lösung konnten die Kosten pro Eintrag um 92 Prozent reduziert werden.
Blockforce bündelt dafür je nach Anwendungsfall bis zu 44 Lieferkettenzertifikate in einer Cardano-Transaktion. Jeder Nachweis bleibt dennoch einzeln zu seinem Ursprung zurückverfolgbar. André Salem, CEO von Blockforce, sagte:
„Öffentliche Verifizierbarkeit ging bislang immer mit der Offenlegung geschäftlich sensibler Informationen einher, weshalb Compliance-Nachweise als Engpass galten. Mit der Architektur, die wir gemeinsam mit der Cardano Foundation entwickelt haben, ist dieser Zielkonflikt beseitigt. Jeder Datensatz ist unabhängig überprüfbar, während kein einziges strategisches Datum das private Netzwerk verlässt.“
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Ein erster Anwender der Technologie ist Azzas 2154, einer der größten Modekonzerne in Lateinamerika. Das Unternehmen führt Steuerdokumente, Lieferantendaten und Informationen aus öffentlichen Datenbanken zu einer prüfbaren Historie für jedes Produkt zusammen. Suelen Joner, Nachhaltigkeitschefin von Azzas 2154, erklärte:
„Unser Ziel ist es, bis 2030 das gesamte Leder unserer Marken zurückverfolgen zu können. Dafür haben wir mit Blockforce eine Lösung entwickelt, die der Realität der Lieferkette entspricht und mit den Daten arbeitet, die Lieferanten bereits erzeugen. Statt von ihnen die Einführung neuer Systeme zu verlangen, setzen wir bei diesen Informationen an und verwandeln sie in einen einheitlichen, auditierbaren Datensatz.“
Bislang wurden mehr als 500.000 Lieferkettennachweise auf Cardano verankert. Bereits geschlossene Verträge decken bis 2030 rund 6,5 Millionen zertifizierte Datensätze ab. Die Infrastruktur soll künftig neben der Modebranche auch in der Automobilindustrie, der Agrarwirtschaft sowie im Pharma- und Kosmetiksektor eingesetzt werden.
Die Blockforce-Kooperation ist nicht Cardanos einziges aktuelles Projekt in Brasilien. Wie wir berichteten, vereinbarte die Stiftung mit SENAI São Paulo eine mehrjährige Partnerschaft für Blockchain-Ausbildung, Forschung und industrielle Anwendungen. Zuletzt öffnete zudem Petrobras seinen Hauptsitz für die erste Station der Initiative „Cardano on the Road“.













