- Chainlink startet mit Project Pangea eine Initiative mit mehr als 50 Banken, um Devisengeschäfte zwischen regulierten EUR und KRW schneller abzuwickeln.
- Das Projekt soll klassische T+2-Abwicklung durch T+0-Settlement ersetzen.
Chainlink, FairSquareLab, UniKA und Qivalis haben Project Pangea gestartet. Dabei geht es um eine Initiative zur Modernisierung des internationalen Devisenmarktes. Das Projekt soll Banken aus Europa und Südkorea ermöglichen regulierte EUR- und KRW-Stablecoins on-chain abzuwickeln.
Laut Ankündigung bringt Pangea mehr als 50 Banken und Finanzinstitutionen zusammen, die gemeinsam über 10 Billionen US-Dollar an verwalteten Vermögenswerten repräsentieren. Der Fokus liegt auf einem Wechsel von klassischen T+2-Abwicklungszyklen zu T+0.
T+2 bedeutet, dass ein Devisengeschäft typischerweise erst zwei Geschäftstage nach Abschluss final abgewickelt wird. T+0 steht dagegen für Abwicklung am selben Tag beziehungsweise in Echtzeit.
Chainlink und Swift als Kernkomponenten
Project Pangea kombiniert bestehende Bankeninfrastruktur mit Blockchain-basiertem Settlement. Banken sollen weiterhin Swift und ISO-20022-Nachrichtenstandards nutzen können, während Chainlink die Verbindung zu öffentlichen und privaten Blockchains herstellt.
Fernando Vazquez, President of Capital Markets bei Chainlink Labs, erklärte in einer Pressemitteilung:
„Ich freue mich sehr, Project Pangea gemeinsam mit einem Konsortium großer globaler Banken zu starten, denn dies ist ein bedeutender Meilenstein dafür, wie globale Wertströme neu aufgebaut werden können. Project Pangea verbessert das heute fragmentierte Devisenmodell durch direkte, atomare Währungsswaps mit Stablecoins.“
Technisch stützt sich das Projekt auf mehrere Chainlink-Komponenten. CCIP soll Interoperabilität zwischen Netzwerken ermöglichen, Data Streams liefern schnelle FX-Marktdaten, und die Chainlink Runtime Environment dient als Verbindung zwischen Swift und den Blockchains. FairSquareLab ergänzt die Architektur mit einer Onchain-FX-Settlement-Technologie und einer speziell entwickelten Pangea-L1 Blockchain.
Auf koreanischer Seite ist UniKA beteiligt, eine Allianz aus Shinhan Bank, JB Bank, Kbank, FairSquareLab, OBDIA und mehr als zehn weiteren koreanischen Geschäftsbanken. In Europa ist Qivalis eingebunden, ein Euro-Stablecoin-Konsortium, das von 37 führenden europäischen Banken getragen wird.
Im Mai gab die US-Börse Kraken bekannt, dass sie ihre Wrapped-Bitcoin-Technologie auf Chainlink CCIP migrieren wird. Außerdem hatte Ondo angekündigt Chainlink als offizielles Daten-Oracle zu integrieren.








