Botswana wird als möglicher nächster Standort für die Ausweitung der von IOTA mitentwickelten digitalen Handelsinfrastruktur ADAPT (Africa Digital Access and Public Infrastructure for Trade) ins Spiel gebracht.
Ein neuer Beitrag aus dem Land sieht in stabilen Institutionen, E-Government-Erfahrung und einer wachsenden Digitalwirtschaft die Voraussetzungen dafür. Botswana ist über die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA) Teil der ADAPT-Initiative.
ADAPT wird vom Sekretariat der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone AfCFTA geführt und gemeinsam mit der IOTA Foundation, dem World Economic Forum sowie dem Tony Blair Institute for Global Change entwickelt.
Tipp der Redaktion – IOTA landet Mega-Deal: Argentiniens Transplantationsbehörde geht onchain
Botswana bringt sich für IOTAs ADAPT in Stellung
Die Business Weekly & Review argumentiert in dem Beitrag, Botswana könne die nächste Phase des digitalen Handels in Afrika mitprägen. Das Land müsse seine institutionelle Stabilität nun in digitale Wettbewerbsfähigkeit übersetzen:
„Botswana besitzt einen klaren Vorteil gegenüber Ländern, die erst politische Instabilität bewältigen müssen, bevor sie ihre Wirtschaft modernisieren können. Sein internationales Ansehen beruht auf jahrzehntelanger guter Regierungsführung und effizientem institutionellem Management. Nun muss das Land auf diesen Stärken aufbauen und den Schritt zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit vollziehen.”
Für IOTA könnte Botswana das nächste potenzielle Land für einen Rollout darstellen. Die ersten Implementierungen laufen seit Mai in Kenia, Marokko und Nigeria. Dort sollen nationale Identitäts- und Zahlungssysteme angebunden, Handelsunterlagen bereits an der Quelle digitalisiert und regulatorische Rahmenbedingungen für digitale Währungen einschließlich Stablecoins erprobt werden.
Konkrete Folgeländer wurden bislang nicht angekündigt. Dominik Schiener erklärte jedoch, dass IOTA innerhalb der folgenden zwölf Monate Pilotprojekte mit mindestens fünf weiteren Ländern in Afrika, Europa, Südostasien und Nordamerika starten wolle.
Lesetipp: IOTA führt Protokollversion 31 ein und behebt kritischen Validator-Fehler
Für ADAPT sieht die langfristige Planung eine Anbindung aller 55 afrikanischen Staaten bis 2035 vor. Welche Länder nach Kenia, Marokko und Nigeria folgen und wann die zweite Umsetzungswelle beginnt, ist weiterhin offen. Botswana wurde bislang nicht offiziell als nächstes Land bestätigt.
Botswana sucht Perspektive jenseits von Diamanten
Der lokale Vorstoß verknüpft ADAPT mit Botswanas wirtschaftlicher Diversifizierung. Vor allem kleinere, digital arbeitende Unternehmen könnten profitieren, wenn Zollverfahren, Zahlungen und Logistik über eine interoperable Plattform abgewickelt werden. Business Weekly schreibt:
„Viele junge Unternehmer in Botswana bauen bereits über soziale Medien, E-Commerce-Plattformen und digitale Dienstleistungen eigene Unternehmen auf. Ihr größtes Hindernis ist häufig nicht die Nachfrage, sondern die Komplexität des grenzüberschreitenden Handels. Vereinfachte Zollverfahren, digitale Zahlungen und Logistik könnten Tausende neue regionale Geschäftsmöglichkeiten für junge Unternehmen erschließen.“
Zum Redaktionszeitpunkt handelt IOTA bei 0,3326 USD und verzeichnete ein geringes Minus von rund 0,6 Prozent über die letzten 24 Stunden.













