- Die AfCFTA fordert eine schnellere Ratifizierung des Digital Trade Protocol, um Afrikas digitale Wirtschaft bis 2050 auf 712 Milliarden US-Dollar auszubauen.
- IOTA liefert mit TWIN die technologische Grundlage für digitale Identitäten, Zahlungen und Handelsdokumente.
In einem X-Beitrag vom 2. Juli hat die IOTA Stiftung den jüngsten Vorstoß der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone zur schnelleren Digitalisierung des innerafrikanischen Handels begrüßt. Im Mittelpunkt steht die beschleunigte Ratifizierung des AfCFTA-Protokolls. Die IOTA Stiftung schrieb auf X:
„Es ist großartig, die Dynamik hinter der digitalen Transformation des afrikanischen Handels zu sehen. Wir sind stolz darauf, diese Vision über TWIN zu unterstützen und die vertrauenswürdige digitale Infrastruktur für interoperable Handelsdaten, sichere Identitäten und reibungslose grenzüberschreitende Zahlungen bereitzustellen.“
AfCFTA fordert schnelleres Handeln
Anlass für den X-Beitrag war eine Rede von AfCFTA-Generalsekretär Wamkele Mene beim zweiten AfCFTA Digital Trade Forum in Lagos. Mene forderte die afrikanischen Regierungen dazu auf, die Umsetzung und Ratifizierung des Digital Trade Protocol zu beschleunigen.
Das Regelwerk soll harmonisierte Vorschriften, integrierte Zahlungssysteme und einen sicheren digitalen Handel über nationale Grenzen hinweg ermöglichen.
„Die Arbeit ist noch nicht beendet. Sie hat gerade erst begonnen. Doch zum ersten Mal seit langer Zeit nimmt Afrika nicht nur am globalen digitalen Handel teil. Wir gestalten zu unseren eigenen Bedingungen, wie der digitale Handel in Afrika aussehen wird.“
Das Potenzial ist enorm. Afrikas Digitalwirtschaft wird derzeit auf rund 180 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 5,2 Prozent der afrikanischen Wirtschaftsleistung geschätzt. Bis 2050 soll ihr Wert auf 712 Milliarden US-Dollar steigen, was etwa 8,5 Prozent des afrikanischen BIP entsprechen würde.
Mene verwies jedoch auch auf die weiterhin fragmentierte Regulierung, hohe Datenkosten, einen begrenzten Internetzugang und fehlende digitale Kompetenzen. Um diese Probleme zu lösen, seien gemeinsame Initiativen und Standards erforderlich.
Wie Mene weiter erklärte, hat das AfCFTA-Sekretariat mehrere Initiativen gestartet, um diese Herausforderungen anzugehen. Hierzu gehört auch die Initiative Africa Digital Access and Public Infrastructure for Trade (ADAPT), die derzeit in Kenia, Marokko und Nigeria als Pilotprojekt durchgeführt wird.
IOTA soll nationale Systeme miteinander verbinden
Genau an dieser Stelle kommt IOTA ins Spiel. ADAPT ermöglicht digitale Identitäten, Zahlungen und elektronische Handelsdokumente, um einen sicheren grenzüberschreitenden Handel zu unterstützen. Das auf IOTA basierende Trade Worldwide Information Network (TWIN) bildet dafür die technologische Grundlage.
Neu ist der politische Druck, die bislang entwickelten Strukturen schneller in reale Anwendungen zu überführen. TWIN ist in Kenia bereits in das Handelssystem integriert und wurde zunächst vor allem für Blumenexporte eingesetzt. Seit Anfang 2026 laufen die ersten Prozesse auf dem IOTA-Mainnet.
ADAPT befindet sich aktuell in Kenia, Marokko und Nigeria in einer Pilotphase. In den Ländern werden nationale Umsetzungsforen aufgebaut, Identitäts- und Zahlungssysteme angebunden sowie digitale Handelsdokumente und regulatorische Rahmenbedingungen für digitale Währungen getestet.
Die IOTA Stiftung stellte im Januar mindestens fünf weitere Länderpiloten innerhalb von zwölf Monaten sowie mehr als 30 angeschlossene Staaten bis 2030 in Aussicht. ADAPT selbst soll bis 2035 alle 55 afrikanischen Länder über eine gemeinsame digitale Handelsinfrastruktur miteinander verbinden.








