- Der AfCFTA-Podcast zeigt, dass Digital Trade, Fintech und grenzüberschreitende Zahlungen für Afrikas Binnenmarkt immer wichtiger werden.
- Für IOTA ist das relevant, weil ADAPT genau diese Infrastruktur in Afrika aufbauen soll.
Mit der ADAPT-Initiative verfolgt IOTA einen der ambitioniertesten Real-World-Use-Cases am Krypto-Markt. Neue Insights hierzu gab es in einem neuen Podcast vom 19. Juni. Mrs. Emily Mburu-Ndoria, Director of Trade in Services beim AfCFTA Secretariat, erklärte, warum Dienstleistungen, Digital Trade, Fintech und grenzüberschreitende Zahlungen zu zentralen Bausteinen des afrikanischen Binnenmarktes werden.
Während IOTA in dem Podcast nicht namentlich erwähnt wurde, ist es genau diese Stelle, an der sich IOTA mit ADAPT positioniert. Mburu-Ndoria machte deutlich, dass Dienstleistungen nicht als Nebenbereich des Freihandelsabkommens betrachtet werden sollten. Sie seien vielmehr die Voraussetzung dafür, dass Handel mit Waren überhaupt effizient funktionieren könne.
„Wir sagen tatsächlich: Es gibt keinen Handel mit Waren ohne Handel mit Dienstleistungen. Wenn man Waren von einem Land in ein anderes transportieren will, spricht man bereits über Transportdienstleistungen. Ob Seetransport, Luftverkehr, Straßen, Schienen oder Binnenwasserwege; überall braucht man Dienstleistungen.“
Die AfCFTA arbeitet dabei mit zwölf breiten Dienstleistungssektoren. Fünf davon wurden für die Verhandlungen priorisiert: Business Services, Kommunikationsdienste, Finanzdienstleistungen, Tourismus und Transport. Besonders der Finanzsektor wurde im Gespräch als kritische Infrastruktur herausgestellt. Ohne funktionierende Zahlungen könne weder Waren- noch Dienstleistungshandel über Grenzen hinweg skaliert werden.
„Der dritte Bereich ist der Finanzdienstleistungssektor. Wir können nichts tun ohne Zahlungen. Deshalb muss der Finanzdienstleistungssektor liberalisiert und gut funktionsfähig sein, damit Handel überhaupt stattfinden kann.“
Der stärkste Bezug zu IOTA entsteht im Abschnitt über Digital Trade. Mburu-Ndoria nannte das Digital Trade Protocol als Grundlage, um sowohl Waren- als auch Dienstleistungshandel digital zu ermöglichen. Sobald es um Fintech gehe, gehe es automatisch auch um digitale Finanzdienstleistungen:
„Wenn man über Fintech spricht, spricht man über digitale Finanzdienstleistungen, weil man damit den Finanzdienstleistungssektor berührt. In der Erweiterung sprechen wir auch über Telekommunikationsdienste, weil man entweder mobile Technologie oder Computer nutzt. Man hat also auch computerbezogene Dienstleistungen.“
Als Beispiel verwies sie auf M-Pesa und auf die Frage, wie Zahlungsdienste über nationale Märkte hinaus funktionieren können. Auch PAPSS, das Pan-African Payment and Settlement System, wurde als ein Baustein genannt, der Zahlungen innerhalb Afrikas einfacher machen soll. Für Fintechs und digitale Service Provider sieht Mburu-Ndoria deshalb erhebliche Chancen.
„Mit PAPSS stellt sich die Frage: Wie stellen wir sicher, dass Zahlungen in Afrika viel einfacher werden? Das sind einige der zentralen Elemente und Chancen, an denen Fintechs teilhaben können. Es gibt sehr viele Möglichkeiten für Fintechs und Anbieter technologiebasierter Dienstleistungen.“
Somit bestätigt der Podcast keine neue IOTA-Integration, zeigt aber die zentrale Rolle von ADAPT. Die Initiative soll digitale Identität, sicheren Datenaustausch und interoperable Zahlungen in einer gemeinsamen Infrastruktur verbinden.
Bisher ist IOTA über ADAPT zunächst in Kenia, Marokko und Nigeria live. Diese drei Länder wurden als erste Länder ausgewählt. Langfristig soll eine panafrikanische digitale Handelsinitiative entstehen, die den Handel zwischen 55 afrikanischen Ländern auf Basis von IOTA ermöglicht.
Reinhören lohnt sich.#IOTA https://t.co/Fhx5vgLkKG
— IOTA Deutsch (@IOTA_Deutsch) June 21, 2026
Wie wir zuletzt berichteten, hat die IOTA Stiftung vergangene Woche ein neues Produkt namens Audit Trails veröffentlicht. Zudem ist die IOTA-Technologie offiziell in das Gesundheitssystem von Argentinien, konkret in Bezug auf Transplantationsverfahren, integriert worden.








