Die Aktivität im IOTA-Netzwerk besteht fast vollständig aus automatischen Systemtransaktionen, wie eine neue Auswertung von IOTAPUNKS zeigt. Die am Donnerstag via X veröffentlichte Analyse zeigt, dass in den vergangenen 30 Tagen rund 57 Millionen Transaktionen verarbeitet wurden. Aber lediglich etwa 300.000 waren davon gebührenpflichtig.

IOTA-Systemvorgänge treiben Transaktionszahl nach oben

Entdeckt wurde die Diskrepanz beim Umbau der Analyseplattform IOTA Pulse. IOTAPUNKS erklärt, dass jeder Checkpoint kostenlose Systemtransaktionen enthält, darunter den Consensus Prologue sowie Aktualisierungen der Zufallsquelle. Diese Protokollvorgänge erscheinen in der Zählung, zahlen jedoch keine Gasgebühren. IOTAPUNKS erklärte via X:

„Jeder IOTA-Checkpoint enthält kostenlose Systemtransaktionen, etwa den Consensus Prologue und Aktualisierungen der Zufallsquelle. Sie werden in der Rohzählung als ‚Transaktionen‘ erfasst, verbrauchen aber kein Gas. Genau das ist der Großteil dessen, was ein Chart mit der rohen Transaktionszahl tatsächlich zeigt.“

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Dass solche Vorgänge als Transaction Blocks geführt werden, entspricht der Architektur des Netzwerks. Die IOTA-Dokumentation unterscheidet ausdrücklich zwischen programmierbaren Nutzertransaktionen und mehreren Arten von Systemtransaktionen.

IOTA Pulse trennt die beiden Kategorien nun in einem neuen „Real Activity“-Panel. Die Angaben werden stündlich aktualisiert und stellen gebührenpflichtige Nutzeraktivität den kostenlosen Systemvorgängen gegenüber. IOTAPUNKS schreibt:

„Wir haben der Epoch History ein Panel für reale Aktivität hinzugefügt, das echte und systemseitige Transaktionen direkt gegenüberstellt und stündlich aktualisiert wird. In den vergangenen 30 Tagen wurden rund 57 Millionen Transaktionen gezählt, aber schätzungsweise nur etwa 300.000 davon – rund 0,5 Prozent – waren real.“

„Real“ bedeutet in dieser Methodik gebührenpflichtig. Die Zahl von 300.000 ist zudem eine Schätzung der Plattform und keine offiziell von der IOTA Foundation veröffentlichte Kennzahl.

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Die Bereinigung verändert auch die Bewertung der Gasnachfrage. Bislang teilte der Deflationssimulator die gesamten Gaskosten durch sämtliche gezählten Transaktionen. Daraus ergaben sich durchschnittlich lediglich 6,7 µIOTA je Vorgang:

„Unser Deflationssimulator berechnete die Gaskosten je Transaktion bisher anhand der Rohzählung: durchschnittlich rund 6,7 µIOTA über 30 Tage, exakt aus den On-Chain-Daten. Berücksichtigt man ausschließlich reale, gebührenpflichtige Transaktionen, sind es geschätzte 1.260 µIOTA. Das ist fast 190-mal so viel.“

Für die tatsächliche Gebührennachfrage und den IOTA-Burn ist die niedrigere Zahl gebührenpflichtiger Transaktionen entscheidend. Die bisherige Zählung überschätzte, wie viele externe Nutzer oder Anwendungen Gas nachfragten.

Zum Redaktionszeitpunkt handelte IOTA bei 0,0339 US-Dollar und verzeichnet ein Minus von rund 6 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage.