Die Entwicklung von Plutus wechselt zum 1. Oktober von IO Labs zu Midgard Labs. Damit überträgt Cardano eine weitere zentrale Komponente seiner technischen Infrastruktur an ein unabhängiges Team.
Plutus-Team wechselt geschlossen zu Midgard Labs
Plutus ist die native Plattform für Smart Contracts auf Cardano. Diese prüft vor der Ausführung, ob eine Transaktion die vom jeweiligen Skript vorgegebenen Bedingungen erfüllt. Sämtliche Skripte werden dafür letztlich in Plutus Core kompiliert.
Das von Charles Hoskinson geleitete Unternehmen Input Output beschreibt den Übergang als nächsten Schritt bei der Dezentralisierung der Cardano-Entwicklung:
„Ab dem 1. Oktober wechselt das Plutus-Team zu Midgard Labs. Plutus ist die Engine, mit der Entwickler Smart Contracts auf Cardano schreiben und ausführen. Mit dem Wechsel wird Plutus zur fünften großen Funktion, die an einen spezialisierten Partner übergeht, wodurch sich der Kreis unabhängiger Teams erweitert, die Cardano betreuen.“
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Die Übergabe soll schrittweise erfolgen. IO Labs und Midgard Labs arbeiten während der Umstellung gemeinsam an der weiteren Entwicklung, während Intersect den Prozess öffentlich koordiniert. Die technische Arbeit soll dadurch ohne Unterbrechung fortgesetzt werden.
Wichtig zu wissen ist, dass Midgard Labs bereits über die notwendige Erfahrung verfügt. Das Unternehmen entwickelt und prüft bereits seit mehreren Jahren Plutus-Smart-Contracts. Zu den bisherigen Audit-Kunden zählen Liqwid, MinSwap, SundaeSwap, FluidTokens und Genius Yield.
Darüber hinaus haben Entwickler von Midgard Labs direkt zum Plinth-Code und zu mehreren Cardano Improvement Proposals beigetragen. Das Team arbeitet außerdem an Open-Source-Bibliotheken für Plutarch und Aiken, zwei verbreitete Programmiersprachen für Plutus-Smart-Contracts.
Input Output begründet die Auswahl unter anderem mit der bereits bestehenden Expertise:
„Midgard Labs entwickelt Produktionscode und Open-Source-Bibliotheken für Plutarch und Aiken, zwei weitverbreitete Sprachen für Plutus-Smart-Contracts. Hinzu kommen öffentlich zugängliche Bibliotheken, die praxiserprobte Entwurfsmuster für Cardano-Smart-Contracts dokumentieren. Die Pflege dieser Sprachen ist eng mit der Weiterentwicklung von Plutus selbst verbunden.“
Midgard Labs gehört zudem zu den sechs Organisationen im High-Assurance-Programm von Cardano. Die Initiative konzentriert sich auf formale Prüfungen und den Nachweis, dass Smart Contracts tatsächlich wie vorgesehen ausgeführt werden.
Plutus V4 bereitet den Dijkstra Hard Fork vor
Die Übergabe erfolgt während einer wichtigen Entwicklungsphase. Am 26. August erschien Plutus in Version 1.68.0.0. Das Update führte erste Ledger-API-Typen für Plutus V4 ein und bereitet die Smart-Contract-Plattform damit auf den geplanten Dijkstra Hard Fork vor. Midgard Labs soll die Arbeit fortsetzen.
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Plutus ist bereits die fünfte größere Cardano-Komponente, deren Verantwortung an ein spezialisiertes Team übergeht. Se7en Labs betreut Daedalus, Teragone verantwortet Mithril, BlockPQR entwickelt das Ledger weiter und die ICAN Group übernahm zuletzt Bereiche wie Plattform-Engineering, Qualitätssicherung, Kryptografie sowie Performance- und Tracing-Arbeiten. Input Output erklärte:
„Cardano wurde dafür konzipiert, mehr als nur Blockproduktion und Governance zu dezentralisieren. Während DReps über Governance-Vorschläge entscheiden und Tausende Stake-Pools Blöcke produzieren, bewegt sich nun auch die Entwicklung der Kernsoftware in diese Richtung. Die Verantwortung verlagert sich von einer einzelnen Organisation auf spezialisierte, unabhängige Teams.“












