Argentiniens nationale Behörde für Organ-, Gewebe- und Zellspenden INCUCAI hat gemeinsam mit dem Digital-Identity-Spezialisten Extrimian eine landesweite Identitäts- und Signaturinfrastruktur auf dem IOTA-Mainnet lanciert.
Das System umfasst neben INCUCAI alle 24 regionalen Beschaffungsstellen und soll kritische Abläufe im Transplantationswesen nachvollziehbarer, manipulationssicherer und zugleich datenschutzkonform machen.
Argentinien setzt auf IOTA
Die von Extrimian entwickelte Lösung ist bereits seit dem 10. Juni 2026 im IOTA-Mainnet aktiv. Mit einer Pressemitteilung vom 30. Juli machte die IOTA-Stiftung auf die Entwicklung aufmerksam. Bereits Mitte Juni berichteten wir von dem Pilotprojekt.
INCUCAI bildet das Zentrum des digitalen Systems und akkreditiert die digitalen Identitäten der 24 zuständigen Behörden in den Provinzen und der autonomen Stadt Buenos Aires.
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Dokumente und Entscheidungen können von autorisierten Mitarbeitern elektronisch signiert und über IOTA notariell verankert werden. Auf der Blockchain landet jedoch ausschließlich ein kryptografischer Hash mit Zeitstempel.
Medizinische Unterlagen, personenbezogene Patientendaten oder andere vertrauliche Inhalte werden nicht öffentlich gespeichert. Esteban Musso, Professional Services Manager und Partner bei Extrimian, erklärte:
„Wir bei Extrimian sind überzeugt, dass Vertrauen die Grundlage jeder digitalen Transformation ist. Durch die Verbindung offener Standards mit datenschutzwahrenden Technologien haben wir eine Lösung mitentwickelt, die Rückverfolgbarkeit, Sicherheit und Interoperabilität verbessert und zugleich die Privatsphäre aller Beteiligten respektiert. Projekte wie dieses zeigen, dass dezentrale Technologien keine Zukunftsvision mehr sind, sondern bereits heute einen konkreten Nutzen für kritische öffentliche Dienstleistungen schaffen.“
Technisch greift das System auf IOTA Identity, IOTA Hierarchies und IOTA Notarization zurück. Die Transaktionskosten werden über die IOTA Gas Station übernommen. Patienten, Ärzte und Behördenmitarbeiter müssen daher weder IOTA-Token halten noch Gebühren selbst verwalten.
Teile der Infrastruktur laufen zudem über den staatlichen argentinischen Technologieanbieter ARSAT.
INCUCAI startet mit Herz- und Lungenlisten
Mit der Resolution 199/2026 führte INCUCAI elektronische Signaturen offiziell für sämtliche über das nationale Informationssystem SINTRA verwalteten Prozesse und angeschlossenen Systeme ein. Die elektronisch unterzeichneten Dokumente erhalten volle rechtliche und administrative Gültigkeit und sind handschriftlich unterschriebenen Dokumenten gleichgestellt.
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Für die Verwaltung hat Extrimian das Wallet IncucaiID entwickelt, über welches Patienten, medizinisches Personal und autorisierte Nutzer verifizierbare Nachweise erhalten, ihre Identität belegen und Dokumente digital signieren können. Die Einführung beginnt bei der Aufnahme auf die Wartelisten für Herz- und Lungentransplantationen und soll anschließend auf weitere Prozesse ausgeweitet werden.
Daniela Hansen Krogh, Direktorin für Informationstechnologie und Informationssysteme bei INCUCAI, sagte:
„Vertrauen steht im Mittelpunkt jedes Organspende- und Transplantationsprozesses. Unsere Verantwortung besteht darin, sicherzustellen, dass jede Entscheidung auf zuverlässigen, sicheren und überprüfbaren Informationen beruht. Durch die Integration dezentraler Identitäten und kryptografischer Verifizierung stärken wir Integrität, Rückverfolgbarkeit und Rechtssicherheit in jeder kritischen Phase und schützen zugleich sensible Patientendaten.“
Zum Redaktionszeitpunkt lag der IOTA-Kurs bei 0,03195 US-Dollar und verzeichnete ein Minus von rund 2,5 Prozent über die letzten 24 Stunden. Mit einer Marktkapitalisierung von 140,7 Millionen US-Dollar liegt IOTA auf Rang 140 der größten Kryptowährungen.













