Citi startet die Verwahrung von Kryptowährungen noch 2026 und will zunächst Bitcoin unterstützen. Institutionelle Kunden sollen BTC über dieselbe Infrastruktur verwalten können, die ihnen auch für traditionelle Wertpapiere zur Verfügung steht.
Bitcoin wird erste Kryptowährung auf Custody+
Die US-Großbank konkretisierte den Zeitplan am Dienstag mit der Vorstellung von Custody+. Dabei handelt es sich um eine Plattform für nahezu in Echtzeit erbrachte Verwahr-, Abwicklungs- und Liquiditätsdienstleistungen. Citi erklärte in der offiziellen Pressemitteilung:
„Digitale Assets werden bereits nahezu in Echtzeit und rund um die Uhr abgewickelt. Citi rechnet damit, noch in diesem Jahr mit der Verwahrung digitaler Assets live zu gehen – beginnend mit Bitcoin. Das Angebot entsteht auf Citis gemeinsamer Architektur für digitale Assets und soll Kunden traditionelle und Krypto-Verwahrung innerhalb desselben Rahmens ermöglichen.“
Ein konkretes Startdatum nennt die Bank aber noch nicht. Ebenfalls offenbleiben die unterstützten Länder, die Gebührenstruktur und die Frage, welche Kryptowährungen nach Bitcoin folgen werden.
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Bemerkenswert ist vor allem die Einbindung in Citis bestehende Infrastruktur. Die Bank will institutionellen Kunden keine separate Krypto-Plattform anbieten. Stattdessen integriert Citi Bitcoin in etablierte Prozesse für Reporting, Steuern, Risikomanagement und Compliance.
Bereits im Februar hatte Nisha Surendran, Leiterin des Aufbaus der digitalen Verwahrung bei Citi, institutionelles Schlüsselmanagement und eine Wallet-Infrastruktur als erste Ausbaustufe beschrieben. Durch die Dienstleistung sollen Kunden nicht mit komplizierten Private Keys und Wallet-Adressen hantieren müssen.
Die neue Struktur könnte vor allem für Fonds, Versicherungen und andere regulierte Anleger relevant sein, deren operative Vorgaben eine direkte Integration in Compliance- und Steuerprozesse verlangen.
Custody+ beschleunigt auch traditionelle Abwicklung
Custody+ beschränkt sich nicht auf Krypto-Assets. Die Plattform bietet auch Echtzeit-Wertpapierdienstleistungen.
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Nach Angaben von Citi werden bereits mehr als 80 Prozent des gesamten Volumens in Echtzeit verarbeitet. Die Bearbeitungsdauer sei durch die Single-Event-Processing-Technologie um bis zu 92 Prozent gesunken. 96 Prozent der Vorgänge würden inzwischen innerhalb von zwei Stunden verarbeitet. Chris Cox, Leiter von Citi Investor Services, erklärte:
„Citis Services-Geschäft investiert jährlich mehr als zwei Milliarden US-Dollar in seine Plattformstrategie – mit Fokus auf Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit. Custody+ ist ein klares Beispiel für diese Investitionen, mit denen wir Verzögerungen und Reibungsverluste für institutionelle Anleger beseitigen. Durch die Verbindung unseres globalen Netzwerks mit Daten und Technologie definieren wir das operative Rückgrat für Kunden neu, die Präzision, Transparenz und kontinuierlichen Marktzugang benötigen.“
Laut den jüngsten Unternehmensangaben betreute Citi Securities Services im zweiten Quartal 2026 rund 35 Billionen US-Dollar an verwahrten und administrierten Vermögenswerten. Sie verdeutlicht, über welche institutionelle Reichweite Citi verfügt.
Sollte die Bitcoin-Verwahrung wie geplant starten, würde BTC erstmals unmittelbar in eine der weltweit größten traditionellen Verwahrinfrastrukturen eingebunden.
Zum Redaktionszeitpunkt handelte BTC bei 64,420 US-Dollar und damit praktisch unverändert über die letzten 30 Tage.













