Die weltweite Adoption von Kryptowährungen schreitet täglich weiter voran. Steigende Kurse bei Bitcoin und dem breiten Kryptomarkt wirken dabei als Katalysatoren für einen Markt, der bis 2030 auf 28 Billionen USD wachsen soll. Auch Russland zeigt sich innovativ und hat gestern neue Krypto-Produkte an den Start gebracht.

Moskauer Börse startet Krypto-Futures

Seit dem 22.09.2026 können qualifizierte Anleger in Russland ewige Futures auf Indizes für Bitcoin, Ether, Solana, XRP und Tron handeln. Damit erweitert die Börse ihr Angebot an Kryptoderivaten um Perpetual Futures, die keine klassische begrenzte Laufzeit besitzen.

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Technisch handelt es sich allerdings nicht um Perpetual Swaps nach dem Muster großer Kryptobörsen wie Binance oder Kraken. Die Moskauer Börse strukturiert die Produkte als eintägige Futures-Kontrakte mit automatischer Verlängerung. Positionen werden also täglich fortgeschrieben, solange sie nicht geschlossen werden. Eine physische Lieferung von Bitcoin oder anderen Token findet nicht statt.

Die neuen Produkte tragen die Kürzel BTCUSDF, ETHUSDF, SOLUSDF, XRPUSDF und TRXUSDF. Als Basis dienen jeweils eigene Indizes der Moskauer Börse. Diese bilden Referenzpreise für die betreffenden Kryptowährungen ab und greifen dafür auf Kursdaten großer Kryptohandelsplätze zurück.

Die Preisnotierung erfolgt in US-Dollar, die finanzielle Abrechnung dagegen in Rubel. Hinzu kommt ein Funding-Mechanismus, der Abweichungen zwischen dem Futurespreis und dem zugrunde liegenden Index ausgleichen soll. Die Börse berechnet den Funding-Wert während des Handelstags in Rubel und berücksichtigt dabei auch den maßgeblichen Dollar-Rubel-Kurs.

Das unterscheidet die Produkte deutlich vom direkten Kauf von Kryptowährungen. Anleger erhalten ein Preis-Exposure, halten aber keine Coins und benötigen keine Wallet.

Adoption von Kryptowährungen in Russland nimmt weiter Fahrt auf

Bereits letztes Jahr startete die Moskauer Börse Krypto-Futures, deren Wertentwicklung an Bitcoin- und Ether-Produkte sowie später an eigene Kryptoindizes gekoppelt war.

Darüber hinaus ist am 01.09.2026 ein neuer Rechtsrahmen für Kryptowährungen in Kraft getreten. Kernstück ist das Föderale Gesetz Nr. 282-FZ „Über digitale Währungen und digitale Rechte“ vom 4. August 2026.

Diese neuen Rahmenbedingungen schaffen regulierte Voraussetzungen auch für nicht qualifizierte Anleger, um Bitcoin und einige Altcoins wie ETH und SOL kaufen zu können. Auch die größte Bank Russlands, die Sberbank, startet Ende dieses Jahres offiziell den Kryptohandel und entwickelt dafür gerade eigene Custody-Lösungen.

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Darüber hinaus plant die Bank mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 780 Milliarden USD, Kredite gegen Bitcoin, ETH und USDT abzusichern. Davon sollen vor allem kapitalstarke Firmenkunden langfristig profitieren.