Die russische Zentralbank hat in einem neuen Gesetzentwurf vorgecshlagen, Bitcoin, ETH und Tether an regulierten Börsen zuzulassen. Die Grundlage dafür ist ein neues Gesetz, dass Präsident Wladimir Putin in der letzten Woche am 04.08.2026 unterzeichnet hat.
Es schafft erstmals einen umfassenderen rechtlichen Rahmen für den Handel mit Kryptowährungen in Russland und überträgt der Zentralbank die Befugnis, festzulegen, welche digitalen Vermögenswerte für den organisierten Handel zugelassen werden dürfen. Kryptowährungen bleiben dabei im Inland als Zahlungsmittel jedoch weiterhin verboten.
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Nach Angaben der Zentralbank erfüllen Bitcoin, Ether und USDT die vorgesehenen Zulassungskriterien. Dazu zählen insbesondere eine ausreichend hohe Marktkapitalisierung, eine hohe durchschnittliche Handelsliquidität sowie eine mindestens fünfjährige Preishistorie auf ausländischen Handelsplattformen.
Strenge Grenzen für Privatanleger
Für nicht qualifizierte Anleger, dazu zählen Privatanleger und der durchschnittliche russische Ottonormalverbraucher, deutliche Einschränkungen. Laut dem Entwurf soll vorerst eine jährliche Obergrenze von 300.000 Rubel für den Erwerb von Kryptowährungen gelten (rund 3.690 US-Dollar auf Basis des aktuellen Rubel/US-Dollar-Referenzkurses).
Vor dem Kauf müssen Privatanleger zudem einen Wissenstest absolvieren und bestätigen, dass sie sich mit den Risiken von Investitionen in Kryptowährungen auseinandergesetzt haben.
Die Zentralbank begründet die Einschränkungen mit den starken und teilweise unvorhersehbaren Kursschwankungen am Kryptomarkt. Kleinanleger sollen dadurch vor übermäßigen finanziellen Risiken geschützt werden.
Für qualifizierte Anleger sind dagegen keine vergleichbaren Kaufgrenzen vorgesehen. Sie sollen Kryptowährungen sowohl an regulierten Börsen als auch im außerbörslichen Handel, dem sogenannten OTC-Markt, ohne festgelegtes Investitionslimit erwerben können.
Kommentierungsfrist bis 24. August
Der Entwurf befindet sich derzeit in der öffentlichen Konsultation. Unternehmen, Marktteilnehmer, Verbände sowie andere interessierte Personen können der Bank of Russia bis einschließlich 24. August 2026 Anmerkungen und Vorschläge zu den geplanten Regeln übermitteln.
Nach aktuellem Stand sollen die neuen Vorschriften ab dem 1. September 2026 in Kraft treten. Der Schritt markiert eine weitere Öffnung Russlands gegenüber dem Handel mit digitalen Vermögenswerten.
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Wie wir bereits berichteten, wird Russlands größte Bank Sberbank ab dem 1. Dezember 2026 den Handel und die Verwahrung von Bitcoin, Ethereum und weiteren Kryptowährungen anbieten. Dafür baut die Bank eine eigene Infrastruktur inklusive eines digitalen Depots auf.
Die Sberbank besitzt ein verwaltetes Vermögen in Höhe von 69 Billionen Rubel und ist, gemessen an dieser Kennzahl, die größte Geschäftsbank des Landes.
Laut aktuellen Schätzungen besitzen rund 9 Millionen Russen Kryptowährungen. Eine Sber-Umfrage aus dem Jahr 2025 zeigt zudem, dass bereits 19 % der Befragten Kunden der Bank Kryptowährungen gekauft haben.













