Die größte Bank Russlands, mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 780 Milliarden USD, gab bekannt, dass sie Kryptowährungen stärker in ihr klassisches Finanzgeschäft einbinden will.
Sberbank bereitet Kredite gegen Bitcoin, Ether und Tether vor
Die Sberbank plant, Bitcoin, Ether und Tether als Sicherheiten für Unternehmenskredite zu akzeptieren. Zuletzt unterzeichnete der russische Präsident Putin ein neues Kryptogesetz, das den Handel mit Bitcoin, ETH und USDT ab dem 01.09.2026 an zugelassenen Börsen legalisieren soll.
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Für Sber eröffnet dies die Möglichkeit, bereits umgesetzte und derzeit laufende Pilotprojekte dank einer unterstützenden Gesetzgebung auf das internationale Firmenkundengeschäft auszuweiten. Die Bank konnte bereits umfangreiche Erfahrungen mit kryptobesicherten Finanzierungen sammeln.
Ende 2025 testete die Bank einen Unternehmenskredit, bei dem von einem russischen Mining-Unternehmen gehaltene Kryptowährungen als Sicherheit dienten. Die Konstruktion dieses neuen Finanzprodukts folgt dem Aufbau von Krediten, wie sie aus traditionellen Märkten bekannt sind.
Ein Unternehmen hinterlegt einen Vermögenswert und erhält dafür einen Kredit, ohne die Position verkaufen zu müssen. Bei Kryptowährungen liegt die Schwierigkeit allerdings in der Bewertung.
Bitcoin und Ether können innerhalb kurzer Zeit deutliche Kursbewegungen verzeichnen. Banken müssen deshalb konservative Beleihungsquoten festlegen und bestimmen, wann zusätzliche Sicherheiten erforderlich werden. Fällt der Kurs von BTC oder ETH zu stark, kann eine Nachbesicherung oder Liquidation notwendig werden.
Bei Tether kommt ein anderer Risikofaktor hinzu. Der Stablecoin ist zwar an den US-Dollar gekoppelt und weist gewöhnlich deutlich geringere Kursschwankungen auf als Bitcoin oder Ether. Für Banken bleiben jedoch Fragen zur Verwahrung, zur Gegenpartei und zur regulatorischen Behandlung des Emittenten relevant.
Welche Beleihungsquoten Sber für die einzelnen Vermögenswerte ansetzen will, ist bislang nicht bekannt.
Krypto wird Teil von Sbers Firmenkundengeschäft
Wie wir bereits berichteten, können Firmenkunden der Bank ab dem 01.12.2026 Bitcoin, ETH und USDT über die Firmenkunden-App kaufen. Dafür baut Sber gerade eine eigene Infrastruktur auf, die auch die Verwahrung von Kryptowährungen übernehmen soll.
In Russland dürfen Kryptowährungen weiterhin nicht zur Bezahlung von Waren und Dienstleistungen verwendet werden. Im Außenhandel ist die Lage allerdings anders: Seit 2024 können russische Unternehmen Kryptowährungen im Rahmen eines experimentellen Rechtsregimes für grenzüberschreitende Abrechnungen einsetzen.
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Die kürzlich verabschiedete neue Regulierung der Zentralbank weitet diese Möglichkeit aus und schafft einen dauerhafteren Rahmen für Krypto-Zahlungen zwischen russischen Exporteuren beziehungsweise Importeuren und ihren ausländischen Geschäftspartnern.













