Sowohl US-Präsident Donald Trump als auch sein Sohn Eric Trump treten öffentlich als überzeugte Bitcoin-Supporter auf. In einem neuen Interview mit WOLF-Financial-CEO Gav Blaxberg am 27. August sprach Eric Trump über die zunehmende Verzahnung von Kryptowährungen und dem klassischem Finanzsystem.
Bitcoin, Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte werden seiner Meinung nach eine deutlich größere Rolle im Finanzsektor spielen als bisher. Vor allem der Kurswechsel großer Finanzhäuser wie Citi oder JPMorgan ist für Trump ein wichtiges Signal.
Institute, die Kryptowährungen vor wenigen Jahren noch kritisch betrachteten, bauen inzwischen eigene Handels-, Verwahr– und Anlageangebote für digitale Assets auf. Für ihn zeigt sich darin, wie weit die institutionelle Adoption mittlerweile fortgeschritten ist.
„Die großen Banken haben keine Wahl“
Beim Blick auf traditionelle Banken formulierte Trump seine Erwartungen besonders deutlich. Finanzinstitute müssten sich auf digitale Vermögenswerte einstellen und ihre bestehenden Angebote entsprechend erweitern. Andernfalls könnten Teile ihres bisherigen Geschäftsmodells unter Druck geraten:
„Die großen Banken haben keine Wahl. Natürlich werden sie sich anpassen, weil sie keine Wahl haben. Ich habe immer wieder gesagt, dass Banken aussterben werden, wenn sie sich nicht anpassen“,
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Als Beispiele führte er unter anderem Fidelity, Charles Schwab, JPMorgan und BlackRock an. Gerade deren zunehmendes Engagement im Kryptosektor verdeutliche aus seiner Sicht, wie stark sich die Haltung institutioneller Investoren innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit verändert habe:
„Früher war es immer der Privatanleger, der den Preis angetrieben hat. Jetzt ist es der institutionelle Investor, der den Preis antreibt. Wie schnell sich die Dinge verändert haben“,
Eine der verbleibenden Hürden sieht er allerdings bei der Nutzerfreundlichkeit. Viele Anwendungen aus dem Kryptosektor seien für einen breiteren Kundenkreis noch immer unnötig kompliziert. Gerade in den frühen Jahren habe die Branche diesen Punkt aus seiner Sicht vernachlässigt:
„Die Kryptoindustrie war furchtbar darin, Dinge einfach zu machen. Macht die User Experience intuitiv, macht sie simpel, macht sie leicht. In dem Moment, in dem ihr es einfach macht, werdet ihr gewinnen“,
Plattformen wie Coinbase und Robinhood hätten den Zugang zu digitalen Assets inzwischen deutlich vereinfacht. Auch klassische Finanzdienstleister integrieren Kryptowährungen zunehmend in bestehende Konten und Anlageplattformen. Damit verschwimmt die Grenze zwischen traditionellem Finanzmarkt und Kryptoinfrastruktur immer stärker.
Bitcoin als Wertspeicher, Stablecoins als Finanzschienen
Zwischen Bitcoin und Stablecoins zieht Trump dabei eine klare funktionale Linie. Bitcoin betrachtet er in erster Linie als langfristigen Wertspeicher. Stablecoins könnten dagegen vor allem im Zahlungsverkehr und bei der Abwicklung digitaler Finanztransaktionen an Bedeutung gewinnen:
„Du hast auf der einen Seite Bitcoin und auf der anderen die Stablecoin-Seite. Ich sehe das eine als großartigen Wertspeicher und glaube wirklich, dass Stablecoins die Schienen sein wird, auf denen die Welt operiert“,
Finanziell ist die Trump-Familie selbst in beiden Bereichen engagiert und investiert. Über American Bitcoin ist Eric Trump im Bitcoin-Mining aktiv. Hinzu kommt World Liberty Financial, das hinter dem an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin USD1 steht.
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Auch bei internationalen Zahlungen sieht Trump einen möglichen Vorteil blockchainbasierter Systeme. Klassische Überweisungen seien häufig mit längeren Abwicklungszeiten, mehreren Intermediären und zusätzlichen Gebühren verbunden. Digitale Assets könnten bestimmte Transaktionen nahezu in Echtzeit abwickeln:
„Krypto ist billiger, schneller und deutlich transparenter. Du gibst mir deine Wallet-Adresse und das Geld geht direkt von Wallet zu Wallet, nahtlos, schneller und zu deutlich geringeren Kosten“,
Trumps Erwartungen beschränken sich dabei nicht ausschließlich auf Kryptowährungen. Auch klassische Vermögenswerte wie Aktien, Immobilien, Kunst oder Rohstoffe könnten seiner Ansicht nach zunehmend tokenisiert und über digitale Infrastruktur gehandelt werden:
„Das traditionelle System wird dieses Rennen nicht gewinnen. Kryptowährungen werden das Rennen gewinnen“,
Bitcoin nimmt in Trumps Argumentation dennoch eine besondere Rolle ein. Er hebt vor allem die globale Verfügbarkeit und den durchgehenden 24/7-Handel hervor. Anders als Immobilien oder andere physische Vermögenswerte ist Bitcoin zudem nicht an einen Standort gebunden und lässt sich weltweit übertragen und handeln:
„Du hast einen Vermögenswert, der 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche liquide ist, der vollkommen global ist, der nicht verbrannt und nicht durch einen Sturm zerstört werden kann. Es ist einfach eine andere Form des Wertspeichers“,
Dass Trumps Bitcoin-These nicht auf kurzfristige Kursbewegungen zielt, stellte er zum Ende des Gesprächs noch einmal klar.
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Er sieht Bitcoin vielmehr als langfristigen Bestandteil seines Vermögens und macht deutlich, dass er an seinen Beständen festhält:
„Ich glaube fest an Bitcoin. Ich werde Bitcoin für immer halten. Ich glaube daran und bin langfristig dabei, so wie ich es seit den vergangenen drei, vier oder fünf Jahren gewesen bin.“
Du kannst das komplette Interview hier ansehen:













