Bitcoin verharrt nach der jüngsten Rally knapp unter 80.000 US-Dollar. Während die Nachfrage aus den USA erstmals seit Wochen wieder anzieht und Spot-ETFs seit neun Handelstagen Kapital einsammeln, wartet zwischen 83.000 und 86.000 US-Dollar eine erhebliche Angebotszone.
Bitcoin-Nachfrage trifft auf starkes Angebot
Am 27. August flossen netto 242 Millionen US-Dollar in die US-Spot-Bitcoin-ETFs. Über die neuntägige Serie summieren sich die Zuflüsse auf rund 3,04 Milliarden US-Dollar.
BlackRocks IBIT führte den Handelstag mit knapp 278 Millionen US-Dollar an, gefolgt von ARKB mit 29,75 Millionen US-Dollar. Fidelitys FBTC verzeichnete dagegen Abflüsse von 83,63 Millionen US-Dollar.
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Parallel dazu drehte der Coinbase Premium Gap erstmals seit 40 Tagen ins Positive. Die Erklärung dürfte vor allem in der neuntägigen Zuflussserie der US-Spot-ETFs liegen, deren Käufe die Nachfrage am US-Markt verstärkten und den Coinbase Premium Gap erstmals wieder ins Positive drehten. CryptoQuant-Analyst Maartunn schrieb:
„Die Nachfrage aus den USA kehrt endlich zurück. Mit dem jüngsten Anstieg von Bitcoin ist der Coinbase Premium erstmals seit 40 Tagen wieder positiv geworden.“

Die stärkere Nachfrage trifft jedoch bald auf eine markante On-Chain-Barriere. Nach Berechnungen von Glassnode liegen rund 1,05 Millionen BTC aus den Beständen langfristiger Halter zwischen 83.000 und 86.000 US-Dollar.
„Zwischen 83.000 und 86.000 US-Dollar befinden sich 1,05 Millionen BTC aus dem Angebot langfristiger Halter – die erste größere Kostenbasiszone oberhalb des Spotpreises von 79.000 US-Dollar. Nahezu der gesamte Bestand wurde während des vollständigen Rückgangs gehalten, womit diese Zone zum Test dafür wird, ob geduldige Anleger zum Einstandskurs verkaufen.“

Unterhalb des Marktes bildet dagegen die Spanne zwischen 62.000 und 65.000 US-Dollar eine breite Kostenbasis. Dort wurden 1,44 Millionen BTC erworben, fast zwei Drittel davon von jüngeren Marktteilnehmern.
Ein Gegengewicht zur ETF-Nachfrage liefern derzeit auch die Miner. Der Miners’ Position Index, der Abflüsse aus Miner-Wallets mit ihrem Einjahresdurchschnitt vergleicht, sprang zuletzt zeitweise auf rund 2,8 Punkte. CryptoQuant-Analyst Maartunn schreibt via X:
„Ein Anstieg des MPI deutet darauf hin, dass Miner mehr Bitcoin als üblich bewegen und sich möglicherweise auf einen Verkauf vorbereiten.“

Bitcoin und Gold holen beim Momentum auf
Jurrien Timmer, Leiter Global Macro bei Fidelity, sieht auch im makroökonomischen Marktverhalten eine Verbesserung. In zwei Beiträgen auf X schrieb er:
„In den vergangenen Wochen haben sich sowohl Gold als auch Bitcoin stärker von Aktien und Anleihen entkoppelt, was erfreulich ist. Gold und Bitcoin waren das gesamte Jahr über die Nachzügler beim Momentum und holen jetzt auf. Ich glaube, dass sie noch viel Spielraum haben.“
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CryptoQuant-CEO Ki Young Ju erwartet, dass die spätere Phase des Zyklus zunehmend außerhalb der USA entschieden wird:
„Der Höhepunkt dieses Bullenzyklus dürfte von institutionellem Kapital und ETFs außerhalb der USA getragen werden. Bislang war dies eine US-Adoptionsgeschichte, doch die nächste Phase ist die globale Institutionalisierung […]. Mehr Institutionen werden Bitcoin als strategischen Vermögenswert halten, während sich der Zugang in Ländern verbessert, in denen es bislang keine ETFs gibt.“
Kurzfristig bleibt jedoch die Zone zwischen 83.000 und 86.000 US-Dollar entscheidend. Dort muss die US-Nachfrage zeigen, ob sie das Angebot langfristiger Halter und mögliche Verkäufe der Miner absorbieren kann.
Wie wir berichteten, ist bereits der Bereich davor eine wichtige Widerstandszone. Zwischen 81.800 und 83.000 US-Dollar liegt ein dreifacher Widerstand aus technischen und On-Chain-Marken.













