Pakistans strategische Bitcoin-Reserve soll keine staatliche Kaufwelle auslösen. Bilal Bin Saqib, Vorsitzender der Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority (PVARA), erklärte auf der Bitcoin Asia in Hongkong vor wenigen Minuten, dass keine größeren Käufe geplant sind. Bislang hat die Regierung weder Bitcoin-Käufe noch laufendes staatliches Mining bestätigt.

Bitcoin-Reserve war nie als Kurswette gedacht

Saqib präzisierte damit eine Ankündigung, die seit Mai 2025 offene Fragen aufwarf. Pakistan wolle nicht versuchen, durch umfangreiche Käufe von einer Kurssteigerung zu profitieren. Saqib erklärte:

„Bei der Vision hinter Pakistans strategischer Bitcoin-Reserve ging es nie um den Bitcoin-Kurs oder darum, mit großen Mengen an Bargeld Bitcoin zu kaufen. Wir müssen die Prämisse hinter dieser Ankündigung und den laufenden Arbeiten daran verstehen.“

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Ein Kaufprogramm mit festem Budget oder Zeitplan wurde bislang nicht veröffentlicht. Saqibs Aussage schließt spätere Käufe nicht grundsätzlich aus, liefert aber auch keinen Hinweis darauf, dass solche Käufe vorbereitet werden.

Bei der ursprünglichen Vorstellung am 28. Mai 2025 in Las Vegas kündigte Pakistan eine nationale Wallet an. Darin sollten Kryptowährungen gebündelt werden, die sich bereits in staatlicher Verwahrung befinden und weder verkauft noch für Spekulationen eingesetzt werden sollen.

Im Februar 2026 präzisierte Saqib, dass diese Kryptowährungen zunächst identifiziert und in eine staatlich kontrollierte Verwahrungsstruktur überführt werden sollen. Die Regierung hat jedoch bis heute weder offengelegt, ob sich darunter Bitcoin befinden und um welche Altcoins es sich handelt, noch eine Bestandsmenge, Wallet-Adresse oder Herkunft der Assets genannt.

Bitcoin-Mining befindet sich weiter in der Vorbereitung

Parallel zur Reserve kündigte Pakistan im Mai 2025 an, in einer ersten Phase 2.000 Megawatt überschüssiger Stromkapazität für Bitcoin-Mining und KI-Rechenzentren bereitzustellen. Auch hierzu gibt es keine aktuellen Informationen. Ein laufender Betrieb ist bislang nicht bestätigt.

Noch im Februar erklärte Saqib, dass geeignete Standorte identifiziert worden seien. Die Regierung prüfe jedoch weiterhin die Wirtschaftlichkeit und die Auswirkungen und führe Gespräche mit internationalen Mining-Unternehmen sowie Betreibern von KI-Rechenzentren.

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Auf der Bitcoin-Asia-Konferenz beschrieb Saqib die Reserve weniger als Investment denn als Vorbereitung auf eine langfristige Veränderung des globalen Finanzsystems:

„Die Kinder, die heute in Pakistan zur Schule gehen, werden im Jahr 2080 Teil der Erwerbsbevölkerung sein. Es geht um die Zukunft und darum, sich auf sie vorzubereiten. Wir wissen nicht, wie das Finanz- oder Währungssystem im Jahr 2080 aussehen wird.“

Pakistan sei bei früheren technologischen Revolutionen häufig zurückgeblieben. Beim Umbau der internationalen Finanzinfrastruktur wolle das Land zumindest über das notwendige Wissen verfügen:

„Wenn sich die Finanzinfrastruktur der gesamten Welt verändert, wollen wir sicherstellen, dass wir die nötigen Fähigkeiten besitzen, um Verwahrung und Governance zu verstehen. Es geht deshalb auch um Anpassungsfähigkeit und den Aufbau von Kapazitäten.“