Der NIGHT-Token ist nach einem Angriff auf die Wanchain-Bridge massiv eingebrochen. Laut Cardano-Gründer Charles Hoskinson wurden rund 500 Millionen NIGHT gestohlen und größtenteils über dezentrale Börsen verkauft. Midnight selbst sei jedoch nicht gehackt worden.

Hacker verkaufen rund 2% aller NIGHT

Hoskinson erklärte in einem Livestream vor wenigen Stunden, dass ein automatisches Warnsystem den Kurssturz erkannt habe. Eine anschließende Untersuchung habe ungewöhnliche Aktivitäten auf der Wanchain-Bridge zwischen der BNB Chain und Cardano gezeigt:

„Wir bemerkten eine Anomalie von der Binance-Smart-Chain-Seite in Richtung Cardano. Mit Binance und der Wanchain-Bridge verbundene Vermögenswerte wurden so schnell wie möglich über die dezentralen Börsen auf Cardano verkauft. Nach einer kurzen Untersuchung wurde deutlich, dass die Wanchain-Bridge offenbar kompromittiert worden war.“

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Vertreter von Midnight, Shielded Technologies, Intersect und weiteren Teilen des Cardano-Ökosystems haben daraufhin einen Krisenstab eingerichtet, um die Transaktionen in Echtzeit zu verfolgen.

Hoskinson zufolge wurden insgesamt etwa 500 Millionen NIGHT gestohlen und ein Großteil innerhalb kürzester Zeit liquidiert. Die Menge ist massiv. 500 Millionen NIGHT entsprechen rund 2,08 Prozent des auf 24 Milliarden NIGHT begrenzten Gesamtangebots.

NIGHT fiel auf Kraken zeitweise um mehr als 44 Prozent auf ein neues Allzeittief von 0,01513 US-Dollar. Zum Redaktionszeitpunkt konnte sich NIGHT etwas erholen und handelte bei 0,01929 US-Dollar. Damit ist NIGHT aber noch immer rund 30 Prozent im Minus.

NIGHT Kurs-Chart
NIGHT/USD im Tageschart auf Kraken, Quelle: TradingView.com

Zum aktuellen Kurs hätten 500 Millionen NIGHT einen theoretischen Wert von rund 9,76 Millionen US-Dollar. Der tatsächliche Verkaufserlös ist bislang nicht bekannt.

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Cardano Gründer: Midnight wurde nicht gehackt

Der Cardano-Gründer betont mehrfach, dass weder das Midnight-Netzwerk noch dessen Smart Contracts gehackt worden seien:

„Midnight und der Smart Contract für den Midnight-Token auf Cardano funktionieren einwandfrei und laufen rund um die Uhr ohne Zwischenfälle. Der Glacier Drop wird fortgesetzt. Weder die Infrastruktur von Midnight noch die mit Midnight verbundenen Komponenten auf Cardano wurden gehackt.“

Nach der vorläufigen Einschätzung von Hoskinson ist der Vorfall vollständig auf die Infrastruktur von Wanchain begrenzt. Die Bridge besteht laut Hoskinson aus On-Chain- und Off-Chain-Komponenten auf Cardano und der BNB Chain. Erst ein Audit könne klären, welche Komponente kompromittiert wurde und wie der Angriff ablief.

Wie wir gestern berichteten, aktivierte das Cardano-Ökosystem am Wochenende den Van Rossem-Hard Fork und legte damit den Grundstein für die Dijkstra-Ära. Zuletzt warnte Hoskinson auch davor, dass ADA Delistings an großen Börsen weltweit drohen könnten, falls der Infrastruktur-Anbieter Blockfrost keine Finanzierung durch die On-Chain-Governance erhält.