Während der Bitcoin-Kurs weiterhin mit der 65.000-US-Dollar-Marke kämpft, zeigt eine CryptoQuant-Analyse von Walen ein widersprüchliches Bild. Während große Wale (1.000 bis 10.000 BTC) ihre Bestände stark ausbauen, verzeichnen mittelgroße Wal-Adressen (mit 100 bis 1.000 BTC) die kräftigste Distribution seit Monaten.

Große Bitcoin-Wale akkumulieren weiter

Nach einer Analyse des CryptoQuant-Analysten Amr Taha stieg die Nettoakkumulation der großen Wale über einen Zeitraum von 60 Tagen auf rund 66.700 Bitcoin. Damit nähert sich der Wert dem Hoch vom 16. Juni bei 68.000 BTC.

Die Daten belegen die stärkste Akkumulation von großen Walen seit dem 17. Februar. Damals hatte die Nettoakkumulation vorübergehend 106.000 BTC überschritten. Taha schreibt:

„Zwischen den verschiedenen Bitcoin-Halterkohorten zeichnet sich eine auffällige Abweichung ab. Während größere Wale akkumulieren, verkaufen mittelgroße Wallets mit zunehmend aggressivem Tempo.“

Adressen mit 100 bis 1.000 BTC verzeichnen aktuell eine Nettodistribution von etwa 77.800 BTC. Laut Taha gehört dies zu den aggressivsten Verkaufsphasen, die in den aktuellen Daten sichtbar sind.

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Die Größenordnung übertrifft sogar die Akkumulation der größeren Wale. Rechnerisch wurden von den mittelgroßen Walen rund 11.100 BTC mehr verkauft, als die Wallets mit 1.000 bis 10.000 BTC netto kauften. Taha erklärt dazu:

„Die Divergenz deutet darauf hin, dass sich das Bitcoin-Angebot derzeit von mittelgroßen Haltern zu größeren Wal-Wallets verschiebt. Eine anhaltende Akkumulation durch große Halter kann die unmittelbar verfügbare Angebotsmenge reduzieren, insbesondere wenn sie gleichzeitig mit einer aggressiven Distribution kleinerer Kohorten auftritt.“

Bitcoin Akkumulation vs. Verteilung nach Haltergruppe
Bitcoin Akkumulation vs. Verteilung nach Haltergruppe, Quelle: X @cryptoquant_com

Was das für den Bitcoin-Kurs bedeuten könnte

Besonders interessant ist laut Taha der Vergleich mit dem 25. April. Damals akkumulierten Wallets der mittelgroßen Wale netto mehr als 92.000 Bitcoin. Etwa zehn Tage später begann laut der Analyse eine starke kurzfristige Korrektur von 29 Prozent.

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Die aktuelle Lage ist spiegelverkehrt: Die Kohorte, deren Käufe im April einer deutlichen Korrektur vorausgingen, verkauft nun aggressiv. Gleichzeitig nehmen größere Wale einen erheblichen Teil des Angebots auf.

Daraus lässt sich jedoch kein direkter Umkehrschluss für den Bitcoin-Kurs ableiten. Die April-Daten belegen nicht, dass das Verhalten der Kohorte den anschließenden Rückgang verursacht hat. Taha schlussfolgert aber:

„Auch wenn Kohortendaten allein keinen Aufschluss über die nächste Preisrichtung geben können, stellt die derzeitige Verlagerung des Angebots hin zu größeren Wallets ein potenziell konstruktives mittelfristiges Signal für Bitcoin dar.“

Zum Redaktionszeitpunkt lag der BTC-Kurs bei 64.886 US-Dollar und verzeichnete damit ein geringes Plus von 0,9 % über die vergangenen 24 Stunden. Die Marktkapitalisierung lag bei 1,28 Billionen US-Dollar.