Laut dem US-Bankenriesen JPMorgan gibt es derzeit zwei bullische Entwicklungen, die Bitcoin frischen Aufwind geben könnten. Die Analysten der US-Großbank verweisen auf Strategys (MSTR) gestiegene Barreserven und eine anziehende Nachfrage am Bitcoin-Futures-Markt.

Strategy senkt das Risiko weiterer Bitcoin-Verkäufe

Strategy hat seine US-Dollar-Reserven in dieser Woche von 2,55 auf 3 Milliarden US-Dollar erhöht. Laut JPMorgan reicht dieser Puffer etwa für 20 Monate, um Dividendenzahlungen auf die Vorzugsaktien abzudecken.

Das reduziert das Risiko, dass Strategy weitere Bitcoin verkaufen muss, um seine laufenden Verpflichtungen zu erfüllen. Die Analysten rund um Nikolaos Panigirtzoglou erklärten:

„Das ist aus unserer Sicht ein ermutigendes Signal für die weiteren Aussichten von Bitcoin.“

Strategy hält laut einer aktuellen SEC-Mitteilung 843.775 BTC, die für insgesamt 63,69 Milliarden US-Dollar erworben wurden. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 75.476 US-Dollar je Bitcoin.

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Strategys neue Pläne, Bitcoin zur Finanzierung von Dividenden, Zinszahlungen und Aktienrückkäufen zu verkaufen, hatten in den letzten Wochen für Nervosität am Markt gesorgt. Das Unternehmen hatte angekündigt, Bitcoin im Wert von bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar verkaufen zu wollen, um die Barreserve zu stärken, aber BTC weiter netto zu akkumulieren.

Zuletzt entschied sich Strategy jedoch für einen anderen Weg. Zwischen dem 6. und 12. Juli verkaufte das Unternehmen rund 4,82 Millionen MSTR-Aktien und nahm damit netto 466,7 Millionen US-Dollar ein. Die Barreserve stieg dadurch um 450 Millionen auf 3 Milliarden US-Dollar.

Bitcoin-Futures zeigen institutionelle Nachfrage

Das zweite positive Signal kommt aus dem Derivatemarkt. Während die Daten zu den US-Spot-Bitcoin-ETFs weiterhin schwach sind – neun der letzten zehn Wochen zeigten Abflüsse, einschließlich der aktuellen Woche –, blieb die Nachfrage nach Bitcoin-Futures stabil.

JPMorgan stellt die positiven Kapitalströme sowohl bei den Futures der Chicago Mercantile Exchange als auch bei Perpetual-Futures heraus. Beide Marktsegmente werden nach Einschätzung der Analysten von institutionellen Investoren geprägt.

Trotz der positiveren Einschätzung gibt JPMorgan in der aktuellen Analyse kein neues konkretes Kursziel für Bitcoin aus.

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Vollständig ausgeräumt dürften die Sorgen rund um Strategy noch nicht sein. JPMorgan hatte zuvor eine Barreserve von 24 bis 36 Monaten für Dividendenzahlungen empfohlen.

Die Bank räumt zudem ein, dass sich nicht eindeutig feststellen lässt, ob der Aufbau der Barreserve die Stimmung unter Bitcoin-Anlegern bereits verbessert hat. Die weiterhin schwachen Spot-ETF-Flows sprechen eher dagegen.

Das letzte konkrete Bitcoin-Kursziel von 170.000 US-Dollar gab JPMorgan im November letzten Jahres aus. Die damalige Prognose war auf sechs bis zwölf Monate ausgelegt und dürfte sich mittlerweile erübrigt haben.

Im Februar 2026 berechnete JPMorgan außerdem einen langfristigen theoretischen Wert von 266.000 US-Dollar, ohne Angabe eines Zeitrahmens.