• Ethereum notiert nahe 2.000 Dollar, nachdem der Kurs im vergangenen Monat mehr als 10 Prozent verloren hat.
  • Auf Myriad rechnen Trader inzwischen eher mit einem Rückgang auf 1.500 Dollar als mit einer Erholung auf 3.000 Dollar.

Ethereum bleibt im Markt unter Druck. Der Kurs lag zuletzt bei rund 2.057 Dollar, ein Minus von 0,8 Prozent in den vergangenen 24 Stunden und mehr als 10 Prozent auf Monatssicht.

Auf Myriad hat sich die Stimmung weiter gegen ETH gedreht. Die Nutzer der Prediction-Market-Plattform sehen mittlerweile eine Wahrscheinlichkeit von 63 Prozent dafür, dass Ethereum zunächst auf 1.500 Dollar fällt.

Noch vor einer Woche lag dieser Wert mehr als 13 Prozentpunkte niedriger. Eine Erholung in Richtung 3.000 Dollar wird damit kurzfristig deutlich skeptischer bewertet.

ETF-Abflüsse treffen eine ohnehin schwache Kursstruktur

Ein zentraler Belastungsfaktor sind die Ethereum-ETFs. Die börsengehandelten Produkte verzeichnen inzwischen seit elf Handelstagen in Folge Nettoabflüsse. In diesem Zeitraum wurden fast 500 Millionen Dollar aus den Fonds abgezogen.

Für ETH ist das ein unangenehmes Signal. Die ETFs sollten eigentlich als regulierter Zugang für institutionelles Kapital dienen. Aktuell zeigen die Flüsse aber eher Zurückhaltung als neues Kaufinteresse. Gerade bei einem Asset, das stark von Liquidität, Narrativen und Risikoappetit abhängt, fällt so eine Serie von Abflüssen auf.

Der Bereich um 2.000 Dollar bleibt dabei psychologisch wichtig. Nicht, weil dort eine magische Linie verläuft. Aber weil viele Marktteilnehmer genau diese Marke beobachten. Ein klarer Bruch darunter könnte weitere Absicherungen und Verkäufe auslösen.

BitMine kauft weiter, doch der Effekt bleibt begrenzt

Auffällig ist der Gegensatz zu BitMine Immersion Technologies. Das Unternehmen gehört zu den führenden Ethereum-Treasury-Firmen und hat seine ETH-Bestände weiter ausgebaut.

In der vergangenen Woche kaufte BitMine Ethereum im Wert von 230 Millionen Dollar. Der Gesamtwert der gehaltenen ETH-Bestände soll dadurch auf mehr als 11 Milliarden Dollar gestiegen sein.

Bislang reicht diese Nachfrage aber nicht aus, um den breiteren Markt zu drehen. Trader scheinen stärker auf ETF-Abflüsse, schwache Dynamik und die fallenden Wahrscheinlichkeiten für eine schnelle Erholung zu reagieren.

Ethereum bleibt damit in einer Phase, in der einzelne große Käufer sichtbar sind, der Markt insgesamt aber noch nicht folgt.