FTX setzt die Abwicklung seines Insolvenzverfahrens mit einer weiteren größeren Auszahlung fort. Die fünfte Ausschüttungsrunde soll am 31. Juli 2026 beginnen.

Anspruch haben Gläubiger aus mehreren im Restrukturierungsplan definierten Forderungsklassen, sofern sie sämtliche Voraussetzungen bis zum Stichtag am 16. Juni erfüllt haben. Dazu zählen die Identitätsprüfung, eingereichte Steuerunterlagen und die Registrierung bei einem der drei beauftragten Zahlungsdienstleister.

Nach Angaben des FTX Recovery Trust sollen die Mittel innerhalb von ein bis drei Geschäftstagen nach dem Auszahlungstermin bei BitGo, Kraken oder Payoneer verfügbar sein. Wer einen dieser Anbieter ausgewählt hat, erhält die Zahlung nicht direkt von FTX. Die Forderung wird stattdessen unwiderruflich über den jeweiligen Dienstleister abgewickelt.

Kundengruppen erhalten unterschiedliche Quoten

Ehemalige internationale FTX.com-Kunden der Klasse 5A erhalten zusätzlich neun Prozent ihrer anerkannten Forderungen. Damit steigt ihre kumulierte Auszahlung auf 105 Prozent. US-Kunden der Klasse 5B bekommen weitere fünf Prozent und erreichen ebenfalls insgesamt 105 Prozent.

Allgemeine unbesicherte Forderungen sowie Ansprüche aus Krediten mit digitalen Vermögenswerten werden mit weiteren drei Prozent bedient. Ihre bisherige Gesamtquote liegt danach bei 103 Prozent. Kleinere Forderungen der sogenannten Convenience Class erreichen kumuliert 120 Prozent. Leichte Abweichungen durch Rundungen sind möglich.

Übertragene Forderungen werden nur berücksichtigt, wenn der neue Inhaber rechtzeitig im offiziellen Forderungsregister eingetragen wurde und die vorgeschriebene Einspruchsfrist abgelaufen ist.

Weitere 18 Millionen Dollar für Vorzugsaktionäre

Parallel zur Gläubigerausschüttung zahlt der Preferred Shareholder Remission Fund Trust weitere 18 Millionen Dollar an berechtigte Vorzugsaktionäre. Die bisherigen Zahlungen aus diesem Fonds steigen damit auf insgesamt 95 Millionen Dollar.

Institutionelle Anteilseigner müssen sich dafür über BitGo registrieren, Privatpersonen über Payoneer. Zusätzlich verlangt das Verfahren einen Eigentumsnachweis, eine abgeschlossene Identitätsprüfung und die erforderlichen Steuerformulare.

FTX warnte erneut vor Phishing-Mails und gefälschten Portalen. Das Unternehmen werde Nutzer nicht dazu auffordern, eine Krypto-Wallet zu verbinden.