Die größte Bank der Schweiz, UBS, hat laut der neuesten Meldung an die US-Börsenaufsicht (SEC) ihre Position im Spot-Bitcoin-ETF von BlackRock (iShares Bitcoin Trust, Ticker IBIT) stark erhöht. Die 13F-Meldung wurde vor wenigen Stunden bei der Wertpapieraufsichtsbehörde eingereicht.

UBS erhöht Bitcoin-ETF-Position um mehr als 230%

Zum Stichtag am 30.06.2026 hielt die UBS Group AG rund 2,5 Millionen Anteile am iShares Bitcoin Trust (IBIT). Der jetzige Marktwert der Position beläuft sich auf umgerechnet knapp 90 Millionen USD. Zum Jahresende 2025 belief sich diese Position auf 549.000 Anteile mit einem damaligen Wert von 27 Millionen USD.

Dies entspricht einem Wertzuwachs von rund 230 Prozent. Die Anzahl der Anteile stieg im gleichen Zeitraum sogar um rund 355 Prozent – die Bank kaufte also netto knapp zwei Millionen zusätzliche IBIT-Shares.

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Hierbei ist wichtig anzumerken, dass es sich um Quartalsmeldungen institutioneller Investoren über Wertpapiere handelt, über die sie Anlageentscheidungen treffen dürfen. Die ausgewiesenen IBIT-Anteile spiegeln daher in erster Linie Vermögenswerte von Kunden wider.

Dazu gehören zum Beispiel das Wealth Management, das Advisory-Geschäft oder das Asset-Management. Ob UBS tatsächlich selbst eigenes Kapital investiert hat, lässt sich aus der vorliegenden SEC-Meldung nicht ablesen. UBS hatte erstmals im ersten Quartal des Jahres 2024 eine kleine Position in IBIT mit 3.600 Anteilen für damals 150.000 USD erworben.

Bis heute ist die IBIT-Position jedoch Schritt für Schritt immer weiter gestiegen. Der vermeintliche Wertzuwachs resultiert aus dem volumenmäßigen Zukauf weiterer IBIT-Shares und nicht aus einem Kursanstieg von Bitcoin. Von Ende Dezember 2025 bis heute ist der Bitcoin-Kurs um knapp 33 % gefallen.

UBS verwaltet Vermögenswerte von mehr als 7,3 Billionen USD. Im direkten Verhältnis ist die Position von 90 Millionen USD als eher kleine Beimischung im Portfolio der Großbank mit einem Anteil von 0,02 % am Gesamtportfolio einzustufen.

Nichtsdestotrotz gehen immer mehr Banken dazu über, ihren Kunden den Kauf von Bitcoin zu ermöglichen und sogar aktiv zu empfehlen. Der größte Vermögensverwalter der Welt, BlackRock, empfiehlt seinen Kunden, 1 bis maximal 2 Prozent ihres Portfolios in BTC zu investieren.

Wie wir bereits berichteten, starten die Sparkassen in Deutschland ab dem 01.10.2026 mit dem Handel von Bitcoin, ETH und Litecoin für ihre Privatkundensparte. Auch die Schweizer Kantonalbank BancaStato hat ihr Anlageangebot um Kryptowährungen für Privat- und Firmenkunden erweitert.

UBS als Vorreiter im Fintech-Sektor

Im April 2026 beteiligte sich UBS an einer Testumgebung für einen an den Schweizer Franken gekoppelten Stablecoin. Darüber hinaus testete UBS gemeinsam mit Nethermind, wie Transaktionen auf dem öffentlichen Ethereum-Netzwerk regulatorisch konform für eine Großbank eingesetzt werden können.

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Im Juli schloss sich UBS zudem einer von Swift initiierten Blockchain-Initiative an, die grenzüberschreitende Zahlungen mit tokenisierten Bankeinlagen ermöglichen soll. Diese Entwicklungen zeigen, dass Kryptowährungen auch bei Banken mittlerweile festen Einzug gehalten haben.

Trotz all dieser positiven Entwicklungen bewegt sich Bitcoin seit mehreren Wochen in einer vermeintlich engen Preisspanne zwischen 60.000 USD und 67.200 USD, aus der BTC bislang nicht ausbrechen konnte. Laut dem Analysehaus CryptoQuant fehlt derzeit ein starker Impuls, um den andauernden Bärenmarkt endgültig zu beenden.

Zum Redaktionszeitpunkt verzeichnet der Bitcoin-Kurs ein leichtes Minus von 0,78 % auf 63.274,86 USD.