Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält weiterhin Aktien von Strategy Inc., dem früher unter MicroStrategy firmierenden Unternehmen und inzwischen größten börsennotierten Bitcoin-Halter.

Das aktuelle am 11.08.2026 eingereichte 13F-Filing der SNB weist zum Ende des zweiten Quartals 2026 insgesamt 736.300 Strategy-Aktien aus. Zum Stichtag 30. Juni entsprach das einem Marktwert von ungefähr 64 Mio. US-Dollar.

Position bestand lange vor Strategys Bitcoin-Käufen

Entscheidend ist der zeitliche Kontext. Die SNB hält Aktien des Unternehmens bereits seit 2013 und damit rund sieben Jahre, bevor Strategy unter Michael Saylor begann, Bitcoin in großem Umfang für seine Unternehmensbilanz zu kaufen.

Von einem neuen Einstieg der Schweizer Notenbank kann daher nicht gesprochen werden. Vielmehr reduzierte die SNB ihre Position im zweiten Quartal um rund 29.800 Aktien. Gegenüber dem ersten Quartal entspricht das einem Rückgang von etwa 3,9 Prozent.

Dass Strategy heute wirtschaftlich stark vom Bitcoin-Kurs abhängt, verändert allerdings den Charakter der Beteiligung. Das Unternehmen finanziert einen erheblichen Teil seiner Kapitalmarktstrategie rund um den Aufbau seiner Bitcoin-Bestände.

Wer MSTR-Aktien hält, erhält deshalb indirekt eine ausgeprägte Exponierung gegenüber der Kryptowährung, ohne Bitcoin selbst zu besitzen.

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Für die SNB bleibt diese Verbindung dennoch marginal. Die Notenbank verwaltet ein breit diversifiziertes US-Aktienportfolio mit mehr als 2.300 Einzeltiteln. Dessen Gesamtwert lag zuletzt bei rund 191 Mrd. Dollar. Strategy macht davon lediglich etwa 0,03 Prozent aus.

Keine Kehrtwende bei direkten Bitcoin-Reserven

Die Aktienposition sollte deshalb nicht mit einer Änderung der geldpolitischen Reservepolitik verwechselt werden. Die SNB hat sich bislang gegen die Aufnahme direkter Bitcoin-Bestände in ihre Währungsreserven gestellt.

Ihre Strategy-Aktien entstehen vielmehr im Rahmen der breiten internationalen Aktienallokation der Zentralbank. Dass Strategy inzwischen einen großen Teil seines Unternehmenswerts aus seiner Bitcoin-Strategie ableitet, schafft zwar eine indirekte Verbindung zum Kryptomarkt.

Eine Entscheidung der SNB, Bitcoin als Reserveanlage zu übernehmen, lässt sich daraus aber nicht ableiten.