Goldman Sachs hat seine Positionen in XRP-ETFs vollständig neu aufgebaut. Zum Ende des zweiten Quartals hielt der Wall-Street-Konzern Anteile an fünf Fonds im Gesamtwert von exakt 86,51 Millionen US-Dollar, nachdem er zum vorherigen Quartalsstichtag keinerlei XRP-ETF-Bestände mehr ausgewiesen hatte.

Goldman Sachs baut XRP-ETF-Bestände wieder auf

Aus der eingereichten 13F-Meldung bei der US-Börsenaufsicht SEC geht hervor, dass Goldman Sachs zum 30. Juni insgesamt 2.208.949 Anteile des Bitwise XRP ETF hielt. Der Wert der Position belief sich auf 25,76 Millionen US-Dollar.

Fast ebenso groß war das Engagement im Franklin XRP Trust. Goldman meldete 2.238.407 Anteile im Wert von 25,41 Millionen US-Dollar. Beide Produkte vereinten damit rund 59 Prozent des gesamten gemeldeten XRP-ETF-Exposures auf sich.

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Hinzu kamen 1.759.090 Anteile des Canary XRP ETF mit einem Wert von 19,49 Millionen US-Dollar. Die Positionen im 21Shares XRP ETF und im Grayscale XRP Trust ETF fielen mit 8,21 Millionen beziehungsweise 7,65 Millionen US-Dollar deutlich kleiner aus.

Die Meldung markiert eine deutliche Kehrtwende gegenüber dem ersten Quartal. In der zum 31. März erstellten vorherigen 13F-Offenlegung waren keine XRP-Produkte mehr aufgeführt. Goldman hatte seine zuvor gemeldeten Positionen damit zumindest zum damaligen Quartalsstichtag vollständig abgebaut.

Zum Jahresende 2025 hatte der Konzern noch XRP-ETF-Anteile im Wert von insgesamt 152,17 Millionen US-Dollar ausgewiesen. Das damalige Portfolio verteilte sich auf Produkte von Bitwise, Franklin, 21Shares und Grayscale. Der Canary XRP ETF ist gegenüber dieser Meldung neu hinzugekommen.

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Damit liegt das aktuelle Engagement gemessen am Dollarwert deutlich unter dem Stand vom Dezember. Goldman hält inzwischen mehr Anteile am Bitwise- und Franklin-Produkt als zum Jahresende, während die Positionen bei 21Shares und Grayscale kleiner ausfallen.

Wichtig anzumerken ist: Aus der Offenlegung geht nicht hervor, wann Goldman Sachs die Anteile während des zweiten Quartals erworben hat oder aus welchem Grund. Ebenso wenig lässt sich ableiten, ob die Positionen auf eine langfristige Wette auf XRP zurückgehen oder es sich lediglich um einen Carry-Trade handelt.

Zudem ist wichtig zu wissen, dass eine Großbank wie Goldman Sachs neben eigenen Investments auch Bestände aus verwalteten Portfolios oder Handelsaktivitäten melden muss. Die Zahlen belegen daher nicht zwangsläufig eine Eigenwette der Bank.