- RippleX-Chefentwickler Akinyele sieht das XRPL Lending Protokoll als eines der größten Upgrades in der Geschichte des XRP Ledgers.
- Akinyele betont, dass das XRP Ledger Ethereum nicht kopieren sollte.
RippleX-Chefentwickler Dr. J. Ayo Akinyele sieht das XRP Ledger (XRPL) an einem wichtigen Punkt der Weiterentwicklung.
In einem Interview mit XRPL-Validator und XRP-Ledger-Stiftungsmitglied Hussein „Vet“ Zangana erklärte er, warum neue native Funktionen wie das Lending Protocol deutlich strengere Sicherheitsprozesse erfordern und weshalb das Netzwerk seine Kernstärken gegenüber Smart-Contract-Chains wie Ethereum nicht aufgeben sollte.
Neue Sicherheitsstandards für das XRP Ledger
Akinyele führt aus, dass das XRPL Lending Protocol (XLS-66) gemeinsam mit Single Asset Vault (XLS-65) zu den größten Änderungen in der Geschichte gehört. Dementsprechend müssten in Zeiten künstlicher Intelligenz neue Sicherheitsstandards eingeführt werden:
„Die Komplexität ist wahrscheinlich der Punkt, der am stärksten heraussticht. Das Lending Protocol ist das größte Feature, das seit dem ursprünglichen Design der Architektur auf dem XRP Ledger ausgeliefert wurde. Diese Komplexität bedeutet, dass wir anders über Sicherheit und anders über Qualität nachdenken müssen.“
Akinyele verriet, dass Ripple seinen Entwicklungs- und Prüfprozess im vergangenen Jahr stark ausgebaut hat. Bis zuletzt fehlte ein formalisiertes Modell für mehrere unabhängige Audits und tägliche Tests, bei denen Angriffsszenarien durch Hacker nachgestellt werden.
Ein Treiber dieser Veränderung ist laut Akinyele die rasante Weiterentwicklung von KI. Die Fähigkeit, kritische Schwachstellen zu entdecken, hat sich durch KI-gestützte Tests stark verändert. RippleX setzt in dieser neuen Ära auf ein mehrschichtiges Sicherheitsmodell aus Audits, KI-gestützter Analyse, Fuzzing, formaler Verifikation und Attack-a-thons:
„Der größte Erfolg ist, dass wir kritische Bugs schneller finden als die Leute, die Bug-Reports an das Bounty-Programm einreichen. Wir haben unsere Fähigkeit zur Entdeckung von Bugs deutlich hochgefahren. Das ist nicht länger unser Engpass.“
Der neue Engpass liegt laut Akinyele nun eher bei der Behebung der Fehler, ohne neue Risiken einzuführen. Auch hier nimmt KI eine zentrale Rolle ein, wobei der Ripple-Chefentwickler betonte, dass menschliche Entwickler weiterhin für die finale Prüfung zuständig sind.
Ripple will Ethereum nicht kopieren
Die Debatte führte zu der Frage, wie weit sich das XRP Ledger Ethereum im Funktionsumfang annähern sollte, ohne zur Smart-Contract-Chain zu werden. Akinyele sieht in den Sicherheitsfragen eine Grenze dafür, was das XRPL auf Protokollebene integrieren sollte:
„Wir können Smart-Contract-Chains nicht ausstechen. Wir können nicht besser als Ethereum darin sein, eine Smart-Contract-Chain zu sein. Die Art, wie wir konkurrieren, besteht darin, klar zu verstehen, welche Use Cases wir bedienen wollen und welche Features auf dem XRP Ledger umgesetzt werden.“
Für Akinyele liegt die Stärke des XRPL gerade in seiner Einfachheit. Entwickler müssten nicht zwingend Smart-Contract-Experten sein:
„Die Einfachheit des XRP Ledgers war eine Stärke. Wenn die vorhandenen Funktionen deine Bedürfnisse erfüllen, kannst du deine Idee im Grunde über APIs bauen. Das fühlt sich oft wie eine Web2-trifft-Web3-Dynamik an, und genau das ist für mich der Vorteil.“
The XRP Ledger is setting new security standards. The Head of Engineering at RippleX, @ja_akinyele, and I sat down and went over what it means to have security at scale for both institutions and consumers.
0:00 XRP Ledger Security at Scale
6:30 The New Security Initiatives… pic.twitter.com/cbKLskYMUC— Vet (@Vet_X0) June 30, 2026
Wie wir gestern berichteten, fehlt es derzeit noch eine breite Unterstützung für XLS-65 und XLS-66 unter den Validatoren des XRP Ledgers. Ripple hatte deshalb erneut für beide Amendments geworben.
CEO Garlinghouse hatte zuletzt Strategy und Michael Saylor für deren Finanzierungsmodell und die negativen Auswirkungen auf den Markt scharf kritisiert.








