Die tx Bridge ist nach einem Exploit gestoppt worden. Innerhalb von 97 Minuten wurden rund 200.000 XRP in 94 Transaktionen an Wallets des Angreifers ausgezahlt.

Die tx Bridge verbindet unterschiedliche Blockchain-Netzwerke und ermöglicht es, Vermögenswerte wie XRP zwischen ihnen zu übertragen. Dafür überwacht eine Relayer-Software Einzahlungen auf einer Chain und stößt anschließend die entsprechende Auszahlung auf der anderen Seite an.

Relayer hielt falsche Deposits für echte Einzahlungen

Genau dort lag die Schwachstelle. Der Angreifer erzeugte gefälschte Einzahlungssignale für Wrapped CORE, die der Relayer als legitime XRP-Eingänge interpretierte. Obwohl keine entsprechenden XRP eingezahlt worden waren, gab das System Auszahlungen frei.

Der technische Leiter Reza Bashash erklärte, dass die „DefaultRipple“-Einstellungen den Fehler zusätzlich begünstigten. Dadurch wurden falsch interpretierte Zahlungsvorgänge akzeptiert.

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Der Angriff betraf damit nicht den XRP Ledger selbst, sondern die Logik der Bridge zwischen den beteiligten Netzwerken.

Bridge gestoppt und Schwachstelle geschlossen

Das tx-Team stoppte die Bridge nach Entdeckung der Transaktionen und patchte die betroffene Software. Der Vorfall wurde zudem dem FBI gemeldet.

Andere über die Bridge verwaltete Assets seien nicht betroffen gewesen. Das Team arbeitet nach eigenen Angaben an einer Lösung für betroffene Nutzer.

Dieser Vorfall zeigte bislang keine Auswirkung auf den Preis von XRP. In den letzten 24 Stunden verzeichnet XRP ein leichtes Plus von 1,12 % auf 1,02 USD.