VeChain will mit dem Interstellar-Upgrade seine Verbindung zum Ethereum-Ökosystem verbessern. Wie die VeChain-Stiftung am Mittwoch via X mitteilte, steht der Vorschlag VIP-255 im Mittelpunkt. Er bündelt elf Verbesserungen, die Ethereum mit den Upgrades Cancun, Prague und Osaka eingeführt hat.

VeChain will diese Änderungen mit einem einzigen Hard Fork einführen. Das Team schreibt via X:

„Interstellar soll die Kompatibilität von VeChainThor mit dem breiteren Ethereum-Ökosystem vertiefen, die Möglichkeiten für Entwickler erweitern und das Netzwerk auf die nächste Generation von Anwendungen vorbereiten. VIP-255 entwickelt die EVM von VeChainThor über den derzeitigen Shanghai-Stand hinaus weiter.“

Über den Vorschlag wird auf der VeVote-Plattform abgestimmt. Stimmberechtigt sind Validatoren und Besitzer von StarGate-NFTs.

Was das Upgrade für VeChain bringt

Eine engere EVM-Kompatibilität soll es Entwicklern erleichtern, bestehende Ethereum-Anwendungen auf VeChainThor zu übertragen. Gleichzeitig könnten sie neuere Versionen von Solidity und Vyper sowie moderne Entwicklerwerkzeuge und Programmbibliotheken nutzen. VeChain erklärt:

„Die Ethereum Virtual Machine ist die am weitesten verbreitete Umgebung für die Ausführung von Smart Contracts im Web3. Eine enge Ausrichtung an den aktuellen EVM-Standards erleichtert es Entwicklern, bestehende Anwendungen auf VeChainThor bereitzustellen und neue Produkte ohne unnötige Kompatibilitätshürden zu entwickeln.“

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Eine vollständige Anpassung an Ethereum-Transaktionen ist jedoch noch nicht Teil von VIP-255. Dieser Schritt soll später in einem eigenen Vorschlag kommen.

Zudem sollen neue Funktionen Smart Contracts effizienter und sicherer machen. Sie ermöglichen die vorübergehende Speicherung von Daten, schnellere Abläufe und effizientere Berechnungen für Zero-Knowledge-Anwendungen.

Hinzu kommen neue kryptografische Funktionen. BLS12-381 soll unter anderem Zero-Knowledge-Systeme, Brücken und gebündelte Signaturen unterstützen. Die P-256-Kurve schafft die technische Grundlage für Passkeys, WebAuthn und hardwaregestützte Anmeldungen über Smartphones.

VIP-255 führt außerdem mehrere Schutzmechanismen ein. Eine einzelne Transaktion darf künftig höchstens 16.777.216 Gas beanspruchen. Die maximale Größe eines Blocks wird auf acht MiB begrenzt.

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Smart Contracts sollen zudem auf Informationen aus den vergangenen 8.191 Blöcken zugreifen können. Begrenzungen für besonders aufwendige Berechnungen sollen verhindern, dass einzelne Transaktionen übermäßig viele Netzwerkressourcen verbrauchen.

VeChainThor behält seine Besonderheiten

Wichtig zu wissen ist, dass VeChain die Ethereum-Funktionen nicht unverändert übernimmt. Sie werden an die eigene Architektur angepasst. Multi-Clause-Transaktionen, Fee Delegation, das Zwei-Token-Modell und die bestehende Struktur der Block-IDs bleiben erhalten.

Blob-Transaktionen und die dazugehörigen Funktionen führt VIP-255 nicht ein. Auch die bestehenden Regeln für vorinstallierte Smart Contracts bleiben bestehen.

VET- und VTHO-Halter müssen nichts unternehmen. Es gibt weder einen Token-Swap noch eine Migration oder neue Vertragsadressen. VeChain betont:

„Für gewöhnliche VET- und VTHO-Halter besteht kein Handlungsbedarf. Interstellar verändert weder das Angebot noch die Ausgabe- oder Verbrennungsregeln von VET und VTHO und hat auch keine Auswirkungen auf Staking-Belohnungen oder Stimmrechte.“

Validatoren, Börsen, Verwahrer und andere Betreiber von VeChainThor-Nodes müssen ihre Software dagegen vor der späteren Aktivierung aktualisieren. Börsen könnten Ein- und Auszahlungen während des Upgrades vorübergehend aussetzen.

Wird VIP-255 angenommen, veröffentlicht VeChain zunächst eine neue Version des Thor-Clients. Erst nach Implementierung und Tests wird ein Aktivierungsblock festgelegt.