- Vitalik Buterin hat die laufende Neuaufstellung der Ethereum Foundation öffentlich verteidigt.
- Die Stiftung soll kleiner, technischer fokussiert und weniger abhängig von ETH-Verkäufen werden.
Vitalik Buterin versucht, die Debatte um die Ethereum Foundation einzuordnen. In einem längeren Beitrag auf X beschrieb der Ethereum-Mitgründer die laufenden Veränderungen als notwendigen Umbau, nicht als Rückzug aus der Verantwortung.
Weniger Apparat, mehr technische Konzentration
Buterin machte deutlich, dass seine Äußerungen persönliche Einschätzungen seien und keine offizielle Stellungnahme des Boards. Die konkrete Umsetzung vieler Änderungen liege derzeit bei Bastian Aue, der nach dem Wechsel von Tomasz Stanczak eine zentrale Rolle in der Übergangsphase übernommen hat.
Some of my perspective on where the @ethereumfndn is going.
First of all, this is only my own view. The board is not just me, and I have no extra special powers on the board that the other board members do not. @aerugoettinea is the one executing much of this transition. My…
— vitalik.eth (@VitalikButerin) May 24, 2026
Inhaltlich geht es um eine kleinere, beweglichere Foundation. Buterin zeichnete das Bild eines „kleineren Schiffs“, das nicht jede Aufgabe im Ethereum-Ökosystem selbst übernehmen müsse.
Die Stiftung soll sich stärker auf langfristige technische Arbeit konzentrieren, statt als zentrale Steuerungsinstanz für alles wahrgenommen zu werden.
Das ist ein sensibler Punkt. Ethereum lebt von Dezentralität, aber die Foundation bleibt für Forschung, Protokollentwicklung, Koordination und öffentliche Wahrnehmung wichtig.
Wenn sie zu dominant wirkt, entsteht Kritik an zu viel Zentralisierung. Wenn sie zu wenig sichtbar ist, folgt schnell der Vorwurf fehlender Führung.
ETH-Verkäufe und Forscherabgänge erhöhen den Druck
Buterin sprach auch die Finanzierungsseite an. Die Ethereum Foundation soll künftig weniger ETH verkaufen. Solche Verkäufe stehen im Markt regelmäßig unter Beobachtung, weil sie leicht als Signal gelesen werden: braucht die Stiftung Geld, reduziert sie Vertrauen in ETH oder handelt sie einfach nach Budgetplan?
Die Aussage kommt in einer Phase, in der die Foundation ohnehin stärker hinterfragt wird. Mehrere Forscher und Entwickler haben die Organisation verlassen oder ihre Rollen verändert. Das wirkt nach außen unruhig, auch wenn Personalwechsel in einem reifen Ökosystem nicht ungewöhnlich sind.
Bemerkenswert ist zudem Buterins Hinweis auf seinen eigenen Einfluss. Das Board werde erweitert, und seine Rolle innerhalb der Organisation solle weiter kleiner werden.
Er sagte sinngemäß, genau das wolle er auch. Für Ethereum ist diese Distanzierung von Gründerfiguren wichtig, aber nicht ganz einfach.







