Was ist Hedera (HBAR)? Hashgraph, Council, Tokenomics und Chancen 2026

Hedera ist ein öffentliches Distributed-Ledger-Netzwerk. Anders als Bitcoin oder Ethereum verwendet Hedera keine klassische Blockchain, sondern den Hashgraph-Konsens. Der große Unterschied zu vielen Altcoins liegt in der Verwaltung. Hedera wird von einem Council geführt, dem internationale Unternehmen, Banken und Universitäten angehören. HBAR ist der native Coin des Netzwerks.

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Wie funktioniert Hedera?

Bei einer klassischen Blockchain werden Transaktionen nacheinander in Blöcken gespeichert. Hedera hingegen nutzt ein gerichtetes azyklisches Graphsystem.

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HBAR ist mehr als nur ein Coin für schnelle Transaktionen. Die folgenden Seiten helfen dir dabei, Hedera besser einzuordnen, geeignete Einstiegsmöglichkeiten zu finden und die Entwicklung des Netzwerks im Blick zu behalten.

Die Netzwerkknoten tauschen Informationen über das sogenannte „Gossip-about-Gossip“-Verfahren miteinander aus und berechnen daraus gemeinsam die Reihenfolge der Transaktionen.

Hashgraph-Konsens:
Der Hashgraph-Konsens erreicht asynchrone byzantinische Fehlertoleranz, kurz aBFT. Damit kann das Netzwerk auch dann einen sicheren Konsens erzielen, wenn ein Teil der Teilnehmer ausfällt oder sich bösartig verhält.
Kapazität
bis zu 10.000 TPS
Finalität
wenige Sekunden
Transfergebühr
0,0001 USD

Hedera gibt für einfache HBAR-Transfers eine Kapazität von bis zu 10.000 Transaktionen pro Sekunde an. Die finale Bestätigung erfolgt innerhalb weniger Sekunden. Die Kosten einfacher Überweisungen liegen typischerweise bei 0,0001 US-Dollar und werden zwar in HBAR bezahlt, aber in US-Dollar festgelegt.

Seit 2022 unterstützt Hedera außerdem EVM-kompatible Smart Contracts. Ethereum-Entwickler können dadurch Solidity-Anwendungen mit bekannten Werkzeugen auf Hedera bereitstellen.

Netzwerkgebühren

Sämtliche Netzwerkgebühren werden in HBAR bezahlt. HBAR wird damit für jede Netzwerkaktion benötigt.

Netzwerksicherheit

HBAR sichert das Proof-of-Stake-Netzwerk ab. Die Stimmkraft eines Nodes hängt von der Menge der ihm zugeordneten HBAR ab.

Nutzer können ihre Coins ohne Sperrfrist, anders als wie zum Beispiel bei Ethereum, an einen Council-Node delegieren und dafür native Staking Rewards erhalten.

Wichtige zu wissen:
Die Gebühren werden in US-Dollar festgelegt, aber zum jeweiligen Wechselkurs in HBAR bezahlt. Dieses Modell soll Unternehmen vor stark schwankenden Kosten schützen.
Die nachfolgende Grafik zeigt, wie Hedera im Detail funktioniert: von einem Event wie einer Transaktion bis zum Konsens und die Inkludierung im Ledger.

Infografik zur Funktionsweise des Hedera Hashgraph-Konsenses mit Gossip, Gossip about Gossip, virtuellem Voting und aBFT-Finalität.
Die Infografik zeigt, wie Hedera Transaktionen über Events, Gossip about Gossip und virtuelles Voting ohne klassische Blöcke oder Mining ordnet.

Welche Unternehmen arbeiten mit Hedera zusammen?

Kaum ein anderes Altcoin-Projekt kann eine vergleichbar prominente Liste internationaler Unternehmen und Institutionen vorweisen.

Hedera Council:
Dem Hedera Council gehören beziehungsweise gehörten unter anderem Google, IBM, Dell Technologies, Deutsche Telekom, LG Electronics, Hitachi America, ServiceNow, Accenture, FedEx, Mondelēz International, Repsol, Avery Dennison, Tata Communications, Wipro, Ubisoft, BitGo, Chainlink Labs, Nomura, Shinhan Bank, Standard Bank, Aberdeen Investments und die London School of Economics an.

Die Mitglieder betreiben Netzwerkknoten, stimmen über technische und strategische Entscheidungen ab und sollen eigene Anwendungsfälle entwickeln.

Der Council wächst zudem weiter. Repsol trat im Dezember 2025 bei und will unter anderem digitale Identitäten für Herkunftsnachweise, Lieferantendaten und digitale Signaturen untersuchen.

FedEx folgte im Februar 2026 mit einem Fokus auf digitale Lieferketten, während Accenture seit April 2026 an einer vertrauenswürdigen Infrastruktur für Unternehmens-KI und autonome Softwareagenten mitarbeiten soll.

Einige Council-Mitglieder entwickeln konkrete Produkte. ServiceNow arbeitet an der Verbindung seiner Now Platform mit Hedera, um unternehmensübergreifende Arbeitsabläufe, digitale Identitäten, tokenisierte Vermögenswerte und revisionssichere Prozessdaten abzubilden.

Da ServiceNow von einem großen Teil der Fortune-500-Unternehmen genutzt wird, wäre eine produktive Integration potenziell bedeutend. Bislang handelt es sich jedoch überwiegend um technische Lösungen, Demonstrationen und einzelne Nachhaltigkeitsprojekte – nicht um einen flächendeckenden Einsatz bei allen ServiceNow-Kunden.

Dell Technologies betreibt einen Hedera-Node und untersucht Anwendungen für Edge Computing sowie vertrauenswürdige Maschinendaten. Hitachi America arbeitet an Konzepten für Lieferketten, Industrieanlagen, Halbleiter, Energie und Nachhaltigkeit.

Mondelēz International, der Konzern hinter Marken wie Oreo, Milka und Toblerone, kooperiert wiederum mit der Zahlungsplattform SKUx. Ziel ist es, digitale Kundenangebote und Zahlungen nachvollziehbar abzuwickeln sowie die Lieferkette von Konsumgüteraktionen über Hedera zu dokumentieren. Auch hier befindet sich die Nutzung allerdings noch in einem frühen Stadium.

Größtes produktives Projekt
mehr als 22 Milliarden Produktidentitäten

Das historisch größte produktive Projekt war atma.io von Avery Dennison. Die Plattform verwaltete digitale Produktidentitäten aus Branchen wie Bekleidung, Lebensmittel, Einzelhandel und Gesundheitswesen.

Über den Hedera Consensus Service wurden unter anderem Ereignisse aus dem Lebenszyklus von Produkten dokumentiert. atma.io erzeugte zeitweise einen erheblichen Anteil aller Hedera-Transaktionen.

Hedera im Finanzsektor

Besonders stark ist Hedera auch im Finanzsektor. Aberdeen Investments, Lloyds Banking Group und Archax verwendeten im Juli 2025 auf Hedera tokenisierte Anteile eines Geldmarktfonds sowie britische Staatsanleihen als reale Sicherheiten für Devisengeschäfte. Es war der erste britische Einsatz regulierter digitaler Vermögenswerte als Sicherheit in einer echten FX-Transaktion.

Archax hat darüber hinaus Fonds, Wertpapiere und den Canary HBAR ETF auf Hedera tokenisiert und 2026 eine Funktion für nahezu in Echtzeit ausgezahlte Erträge aus tokenisierten Wertpapieren eingeführt.

Auch Banken haben Hedera getestet. Shinhan Bank, SCB TechX und ein taiwanisches Finanzinstitut führten einen Stablecoin-Piloten für Überweisungen zwischen dem südkoreanischen Won, dem thailändischen Baht und dem Taiwan-Dollar durch. Es waren jedoch Proofs of Concept und keine öffentliche Massenadoption.

KI, Energie und staatliche Stablecoins

EQTY Lab, Intel und Nvidia nutzen Hedera als Vertrauensschicht für „Verifiable Compute“, um die Ausführung und Herkunft von KI-Prozessen nachvollziehbar zu machen. EDF, REDEX und Rekursive Labs testeten die automatisierte Ausgabe und Übertragung von Herkunftsnachweisen für erneuerbare Energien.

Im Januar 2026 startete zudem der Frontier Stable Token des US-Bundesstaates Wyoming. FRNT ist vollständig durch US-Dollar und kurzfristige Staatsanleihen gedeckt und wurde auch auf Hedera ausgegeben. Wyoming bezeichnet ihn als ersten vollständig gedeckten Stable Token einer öffentlichen US-Institution.

Harte Einordnung:
Ein Council-Sitz bedeutet zunächst, dass ein Unternehmen Hedera mitregiert, einen Node betreibt oder die Technologie untersucht. Eine angekündigte Partnerschaft kann lediglich aus einem Pilotprojekt, einer technischen Integration oder gemeinsamer Forschung bestehen.

Nur ein kleinerer Teil der Kooperationen erzeugt bislang dauerhaft Transaktionen auf dem öffentlichen Hedera-Netzwerk.

Unsere Bilanz:
Hedera besitzt eine außergewöhnlich starke institutionelle Ausgangsposition, aber noch keinen Beweis für eine Massenadoption. Für HBAR-Investoren ist nicht entscheidend, wie viele bekannte Logos auf der Website erscheinen, sondern ob daraus produktive Anwendungen entstehen, die langfristig Gebühren zahlen und HBAR kaufen.

HBAR-Tokenomics

Die maximale Menge von Hedera beträgt 50 Milliarden HBAR. Sämtliche Coins wurden beim Start des Netzwerks erzeugt und zunächst in Treasury-Konten des Hedera Councils hinterlegt.

Maximalmenge
50 Mrd. HBAR
Änderung möglich?
Nur einstimmig

Die Obergrenze ist allerdings nicht vollständig unveränderbar. Nach den Regeln des Hedera Councils könnte die Gesamtmenge nur mit der einstimmigen Zustimmung aller Council-Mitglieder angepasst werden. Praktisch stellt dies eine hohe Hürde dar, ist aber nicht vollständig auszuschließen.

Wie wurden die 50 Milliarden HBAR verteilt?

Hedera ordnet die gesamte Maximalmenge vier großen Bereichen zu:

25,30 Mrd.
50,61 Prozent

Entwicklung des Ökosystems und der Open-Source-Infrastruktur

12,70 Mrd.
25,40 Prozent

Kaufverträge mit frühen Investoren

8,12 Mrd.
16,23 Prozent

Governance, Mitarbeiter, Gründer, Auftragnehmer und Netzwerkbetrieb

3,88 Mrd.
7,77 Prozent

Ursprüngliche Entwicklungskosten und Lizenzierung der Hashgraph-Technologie

Bereits fast 87 Prozent der HBAR freigegeben

Hedera verwendet offiziell nicht mehr den Begriff „Circulating Supply“, sondern spricht vom „Released Supply“. Als freigegeben gilt ein HBAR, sobald er aus einem vom Council kontrollierten Treasury-Konto an ein extern kontrolliertes Konto übertragen wurde.

Ob der Empfänger den Coin anschließend verkauft, hält oder vertraglich bindet, spielt für diese Definition keine Rolle.

Freigegeben Q2 2026
43,50 Mrd. HBAR
Anteil
86,99 %
Noch nicht freigegeben
6,50 Mrd. HBAR

Zum Ende des zweiten Quartals 2026 waren laut dem aktuellen Treasury-Bericht rund 43,50 Milliarden HBAR freigegeben. Das entspricht 86,99 Prozent der Maximalmenge. Nur rund 6,50 Milliarden HBAR befanden sich damit noch in den entsprechenden Treasury- und Zuteilungskonten.

Prognose für das dritte Quartal 2026
4,07 Milliarden HBAR

Für das dritte Quartal 2026 prognostiziert Hedera jedoch eine ungewöhnlich große Freigabe von rund 4,07 Milliarden HBAR. Davon sollen allein rund 3,80 Milliarden HBAR auf Programme zur Entwicklung des Ökosystems entfallen. Weitere rund 269,8 Millionen HBAR sind für Governance und den Netzwerkbetrieb vorgesehen.

Sollten diese Prognosen vollständig umgesetzt werden, würde der Released Supply bis Ende September 2026 auf rund 47,57 Milliarden HBAR beziehungsweise 95,13 Prozent der Gesamtmenge steigen.

Werden HBAR verbrannt?

Hedera besitzt keinen mit Ethereum oder BNB vergleichbaren automatischen Burn-Mechanismus. Bei einer Transaktion werden die gezahlten HBAR nicht dauerhaft vernichtet.

Kein Burn

Die gezahlten HBAR werden nicht vernichtet. Die Gesamtmenge sinkt durch die Nutzung des Netzwerks deshalb nicht.

Keine Rückkäufe

Hedera besitzt keinen protokollweiten Buyback-Mechanismus, bei dem Einnahmen für Rückkäufe am offenen Markt verwendet werden.

Die Gebühren werden zunächst in einem zentralen Gebührenkonto gesammelt und anschließend an Netzwerkknoten, Staking-Konten und die Hedera Treasury verteilt.

Folge für Anleger:
Selbst Milliarden zusätzlicher Transaktionen führen nicht automatisch dazu, dass HBAR knapper werden.

Hedera besitzt zudem keinen protokollweiten Buyback-Mechanismus wie zum Beispiel Hyperliquid oder Uniswap seit Ende 2025, bei dem Einnahmen verwendet werden, um HBAR am offenen Markt zurückzukaufen.

Der Council könnte theoretisch einen solchen Mechanismus einführen. Derzeit gibt es dafür aber keine Pläne.

Warum ist HBAR so stark gefallen?

HBAR erreichte im September 2021 ein Allzeithoch von rund 0,57 US-Dollar. Seitdem hat der Coin einen Großteil seines Wertes verloren. Bei einem Kurs von etwa 0,07 US-Dollar am 10. Juli 2026 steht ein Minus von rund 87 Prozent zu Buche.

Crash vo Allzeithoch
rund −87 %

Der Kursverlust lässt sich nicht allein mit dem allgemeinen Krypto-Bärenmarkt erklären.

Der Absturz lässt sich vor allem mit der Kombination aus einer massiven Ausweitung der Umlaufmenge, überzogenen Erwartungen aufgrund der Partnerschaften und schwachen Tokenomics erklären.

Beim öffentlichen Start des Netzwerks im September 2019 waren lediglich rund 1,59 Milliarden HBAR beziehungsweise 3,18 Prozent der Gesamtmenge für die Freigabe vorgesehen. Danach folgte eine rasante Ausweitung des Released Supply:

2019

1,59 Mrd. HBAR

2021

18,37 Mrd. HBAR

2023

33,62 Mrd. HBAR

2025

42,38 Mrd. HBAR

Massive Verwässerung:
Die verfügbare Menge ist seit dem Netzwerkstart damit um mehr als das 27-Fache gestiegen. Diese massive Verwässerung ist einer der wichtigsten Gründe, warum es der HBAR-Kurs in den vergangenen Jahren schwer hatte.

Hinzu kommt, dass viele Anleger die prominenten Namen im Hedera Council überschätzten. Unternehmen wie Google, IBM, Dell, Deutsche Telekom, LG oder Standard Bank wurden teilweise so interpretiert, als würde HBAR direkt profitieren. Dem ist, wie bereits erläutert, nicht so.

Auch das Gebührenmodell begrenzt die direkte Wertabschöpfung. Da es zudem weder einen Burn-Mechanismus noch Rückkäufe gibt, fehlte es bislang an einer Rückkopplung zwischen der realen Nutzung und dem HBAR-Coin.

Unsere ehrliche Einordnung:
HBAR ist nicht gefallen, weil Hedera technisch gescheitert ist. Der Coin litt vor allem unter einer stark steigenden Umlaufmenge, überzogenen Erwartungen und einer bislang schwachen Verbindung zwischen Netzwerknutzung und Coin-Wert.

Ist Hedera ein gutes Investment?

Hedera gehört technologisch und aus Sicht der Adoption zu den stärksten Altcoin-Projekten. Auch die Tokenomics könnten sich nach 2026 strukturell verbessern.

Möglicher positiver Wendepunkt:
Sollten die geplanten Freigaben vollständig erfolgen, könnten bis Ende September bereits mehr als 95 Prozent aller HBAR als Released Supply gelten. Der extreme Verwässerungsdruck der vergangenen Jahre würde danach deutlich abnehmen.

Das ist jedoch nicht automatisch bullish. Ein Großteil der freigegebenen HBAR befindet sich bei Ökosystemorganisationen, Investoren, Mitarbeitern oder Projektpartnern und kann langfristig weiterhin verkauft werden. Die neu eingeführte Metrik Released Supply macht den tatsächlichen Druck durch Verkäufe wesentlich schwerer nachvollziehbar.

Der entscheidende Schwachpunkt bleibt die Verbindung zwischen Netzwerkerfolg und Coin-Wert. Jede Anwendung muss zwar HBAR für Gebühren erwerben, doch diese Gebühren sind extrem niedrig und in US-Dollar fixiert.

Selbst sehr hohe Transaktionszahlen können nur eine geringe monetäre Nachfrage erzeugen. Die Gebühren werden anschließend verteilt und nicht verbrannt.

HBAR würde deutlich stärker profitieren, wenn Unternehmen und Finanzanwendungen nicht nur viele günstige Transaktionen erzeugen, sondern große HBAR-Bestände dauerhaft halten müssten.

Unser persönliches Fazit

Die Tokenomics könnten sich ab Ende 2026 verbessern. Davon könnte der Kurs profitieren, muss er aber nicht. Für eine nachhaltige Wertsteigerung muss die reale Nachfrage nach HBAR stärker werden und  die Verkäufe aus Treasury-Zuteilungen, Staking Rewards und Ökosystemprogrammen gering bleiben.

Häufige Fragen zu Hedera

Zum Abschluss beantworten wir weitere Fragen zur Entstehung, Governance und technischen Nutzung des Hedera-Netzwerks. Klicke einfach auf die Fragen, um die Antworten zu sehen.

Wer hat Hedera gegründet?

Hedera wurde von dem Informatiker Leemon Baird und dem Technologieunternehmer Mance Harmon gegründet. Baird entwickelte den Hashgraph-Konsens, während Harmon den Aufbau des Unternehmens und die kommerzielle Ausrichtung vorantrieb. Das öffentliche Hedera-Netzwerk startete 2019.

Ist Hedera vollständig dezentralisiert?

Hedera ist öffentlich zugänglich, der Betrieb der Konsens-Nodes ist derzeit jedoch stärker kontrolliert als bei Bitcoin oder Ethereum. Die Nodes werden hauptsächlich von Mitgliedern des Hedera Councils betrieben.

Was ist der Hedera Consensus Service?

Der Hedera Consensus Service, kurz HCS, ermöglicht es Anwendungen, Daten mit einem überprüfbaren Zeitstempel und einer eindeutigen Reihenfolge zu versehen. Die eigentlichen Daten können außerhalb des Netzwerks gespeichert werden, während Hedera festhält, wann und in welcher Reihenfolge Ereignisse stattgefunden haben.

Was ist der Hedera Token Service?

Mit dem Hedera Token Service können Unternehmen und Entwickler fungible Token, Stablecoins, Wertpapiere und NFTs direkt auf Netzwerkebene ausgeben. Dafür ist nicht zwingend ein eigener Smart Contract erforderlich, wodurch viele Token-Funktionen einfacher und kostengünstiger umgesetzt werden können.

Können auf Hedera Stablecoins und reale Vermögenswerte ausgegeben werden?

Ja. Über den Hedera Token Service können Stablecoins, Fondsanteile, Anleihen, Immobilienanteile und andere reale Vermögenswerte digital dargestellt werden. Entscheidend ist allerdings, dass die rechtlichen Ansprüche und Reserven außerhalb des Netzwerks korrekt verwaltet werden. Hedera stellt die technische Infrastruktur bereit, garantiert aber nicht automatisch den Wert des zugrunde liegenden Vermögenswerts.

Was bedeutet „Gossip about Gossip“?

Beim Gossip-Verfahren geben Nodes neue Informationen zufällig an andere Netzwerkteilnehmer weiter. Zusätzlich speichert Hedera, von wem und zu welchem Zeitpunkt eine Information empfangen wurde. Aus dieser Kommunikationshistorie können die Nodes anschließend die Reihenfolge der Ereignisse berechnen, ohne dass ein einzelner Teilnehmer sie festlegt.

Was ist ein Hedera Mirror Node?

Mirror Nodes speichern historische Netzwerkdaten und stellen sie Anwendungen, Analyseplattformen und Blockexplorern zur Verfügung. Sie nehmen nicht am Konsens teil und entscheiden daher nicht über die Gültigkeit neuer Transaktionen. Dafür können sie im Gegensatz zu Konsens-Nodes von grundsätzlich jedem betrieben werden.

Ist Hedera mit Ethereum kompatibel?

Hedera unterstützt die Ethereum Virtual Machine und die Programmiersprache Solidity. Entwickler können dadurch viele Ethereum-Werkzeuge und bestehende Smart Contracts verwenden. Hedera ist jedoch kein Ethereum-Layer-2-Netzwerk, sondern ein eigenständiges Distributed Ledger mit eigenem Konsens und eigenem nativen Coin.

Kann eine Hedera-Transaktion rückgängig gemacht werden?

Eine bestätigte HBAR-Transaktion kann grundsätzlich nicht nachträglich zurückgenommen werden. Bei bestimmten Hedera-Token können Emittenten jedoch administrative Funktionen wie Einfrieren, Pausieren oder Zurückholen einrichten. Ob solche Kontrollmöglichkeiten bestehen, hängt vom jeweiligen Token und seinen bei der Erstellung festgelegten Schlüsseln ab.

Welche Risiken bestehen bei Hedera-basierten Token?

Neben allgemeinen Kurs- und Smart-Contract-Risiken können Hedera-Token von zentralen Herausgebern abhängen. Emittenten können je nach Konfiguration besondere Rechte besitzen, etwa neue Token auszugeben, Konten einzufrieren oder Transaktionen zu begrenzen. Anleger sollten daher nicht nur das Hedera-Netzwerk, sondern auch den jeweiligen Herausgeber und die Token-Einstellungen prüfen.