CryptoQuant sieht Bitcoin nach der jüngsten Rally in der Anfangsphase eines neuen Bullenmarktes. On-Chain-Daten, Nachfrage und Liquidität haben sich deutlich verbessert. Für die endgültige Bestätigung fehlt laut dem Unternehmen jedoch ein Wochenschluss oberhalb der wichtigen 83.000 USD-Marke.
Bitcoin-Bull-Score springt von 30 auf 80
Der Bitcoin-Kurs stieg laut CryptoQuant seit Montag, dem 17. August, um 24 Prozent und erreichte mit über 80.000 US-Dollar den höchsten Stand seit dem 15. Mai. Analyst Julio Moreno erklärte auf X:
„Der Marktmodus ist bei Bitcoin auf bullisch umgeschlagen. Im Grunde deuten alle Kennzahlen auf die Anfangsphase eines neuen Bullenmarktes hin.“
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Der Bull Score von CryptoQuant kletterte innerhalb einer Woche von 30 auf 80 Punkte. Acht der zehn einbezogenen Kennzahlen senden inzwischen ein bullisches Signal. Einen vergleichbar hohen Wert hatte das Modell zuletzt am 6. Oktober 2025 erreicht, als Bitcoin bei 124.000 US-Dollar gehandelt wurde.

Als Auslöser der Rally nennt CryptoQuant zwei makroökonomische und politische Entwicklungen. Das US-Finanzministerium kündigte an, seine Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen ab dem 9. September auf mindestens vier Milliarden US-Dollar je Operation zu verdoppeln. Zusätzlich deutete US-Präsident Donald Trump an, dass die Regierung den Kauf von Bitcoin erwägen könnte.
Auch die Nachfrage stützt den Trendwechsel. Die geschätzte Spot-Nachfrage wächst laut dem Bericht derzeit so schnell wie zuletzt Ende Dezember. Gleichzeitig expandieren Spot- und Futures-Nachfrage erstmals seit Anfang Oktober 2025 wieder gemeinsam.
CryptoQuant nennt die aktuelle Rallye daher einen klaren Trendwechsel, knüpft die endgültige Bestätigung aber an eine klare technische Bedingung. Moreno schreibt:
„Bewertung, Nachfrage und Liquidität sind allesamt in den Bullenmodus gewechselt. Die offizielle Bestätigung ist ein Schlusskurs über Bitcoins gleitendem 365-Tage-Durchschnitt, der derzeit bei rund 83.000 US-Dollar liegt. Der Markt wirkt kurzfristig jedoch überhitzt.“
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Ki Young Ju erklärt den Bärenmarkt für beendet
CryptoQuant-Gründer Ki Young Ju kommt auf X zu einer ähnlich eindeutigen Einschätzung. Der von ihm veröffentlichte Bull-Bear Market Cycle Indicator ist aus dem Bärenbereich in die frühe Bullenphase gewechselt.
„Der Bitcoin-Bärenzyklus ist vorbei. Dieser Indikator signalisierte bereits im Januar 2023 die frühe Phase eines Bullenmarktes.“

Ju verweist außerdem auf die stark gestiegene Dominanz von Coinbase am Bitcoin-Spotmarkt. Der gleitende 30-Tage-Durchschnitt erreichte den höchsten Stand innerhalb der dargestellten Datenreihe seit Ende 2022, obwohl die Coinbase-Prämie nach seinen Angaben negativ blieb.
„Die Kapitulation der Neulinge ist der letzte Schritt jedes Bärenmarktes. Die Dominanz von Coinbase ist stark gestiegen, während die Prämie negativ blieb. Die schwachen Hände unter ETF- und institutionellen Anlegern haben am Tiefpunkt verkauft.“

Korrektur bleibt kurzfristig möglich
Kurzfristig sind die Daten eher vorsichtig zu betrachten. Die nicht realisierte Gewinnmarge von Tradern stieg auf 20,5 Prozent und damit auf den höchsten Wert seit Juni 2025. Wale realisierten allein am 20. August den Rekordbetrag von 614 Millionen US-Dollar.
Zugleich nehmen die Börsenzuflüsse von Bitcoin, Ether und XRP deutlich zu. Moreno warnt daher, dass trotz des konstruktiven Gesamtbildes eine Korrektur möglich bleibt:
„Bitcoin muss noch über seinen gleitenden 365-Tage-Durchschnitt bei derzeit 83.000 US-Dollar steigen, damit der Bullenmarkt offiziell bestätigt ist. Nach der jüngsten Rally ist angesichts der hohen nicht realisierten Gewinne und des möglichen Verkaufsdrucks durch steigende Börsenzuflüsse eine Preiskorrektur möglich.“













