Der japanische Finanzriese SBI Holdings baut seine Multi-Chain-Strategie weiter aus und hat dafür ein neues Unternehmen gegründet. Der langjährige Ripple-Partner hat seine hundertprozentige Tochter SBI Security Solutions in SBI Digital Practice umbenannt. Das Unternehmen soll sich vollständig auf den Aufbau von Infrastruktur für das Canton Network konzentrieren.
SBI Digital Practice fokussiert sich auf Canton
Die Umbenennung trat bereits am 22. Juni 2026 in Kraft, wurde jedoch erst am Dienstag öffentlich bekannt gegeben. Parallel erneuerte der Finanzkonzern die Führungsstruktur der Tochtergesellschaft. Geleitet wird das in Tokio ansässige Unternehmen von Ryo Shimotsu.
SBI beschreibt die neue Aufgabe des Unternehmens wie folgt:
„SBI Digital Practice wird als spezialisiertes Unternehmen für die Umsetzung dieser Initiativen fungieren. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem Finanzinstitute in Japan und anderen Märkten unter Einhaltung der jeweils geltenden regulatorischen Vorgaben an der On-Chain-Finanzwirtschaft teilnehmen können.“
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Die Aufgaben sollen von der Planung und Entwicklung institutioneller Finanzinfrastruktur und Anwendungen auf Canton bis zur technischen Einführung bei Banken und anderen Finanzdienstleistern reichen. Darüber hinaus soll SBI Digital Practice Systeme für grenzüberschreitende Transaktionen entwickeln.
Die News kommt indes nicht überraschend. Die SBI-Gruppe ist seit dem Start des Canton Network als sogenannter Super Validator aktiv und übernimmt damit eine Kernrolle bei der Genehmigung und Verwaltung von Transaktionen. SBI erklärte dazu:
„In Erwartung des Übergangs zur On-Chain-Finanzwirtschaft hat SBI Holdings organisatorische Reformen und die Bereitstellung von Finanzdienstleistungen der nächsten Generation zu einem mittel- bis langfristigen strategischen Ziel erklärt. Seit der Gründung des Canton Network beteiligt sich die SBI Group als Super Validator und arbeitet daran, institutionelle Investoren für das Netzwerk zu gewinnen und das Ökosystem auszubauen.“
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Laut offizieller Pressemitteilung sind inzwischen mehr als 600 Institutionen an Canton beteiligt, darunter Goldman Sachs, BNP Paribas, Broadridge, Franklin Templeton und Euroclear. Der Wert der auf der Blockchain verwalteten Vermögenswerte liegt bei mehr als sechs Billionen US-Dollar.
Ripple-Geschäft bleibt parallel bestehen
Die neue Canton-Einheit ersetzt SBIs bestehende Ripple-Aktivitäten nicht. SBI Ripple Asia bleibt auf Zahlungsinfrastruktur, Stablecoins und Tokenisierung rund um den XRP Ledger ausgerichtet, während SBI Digital Practice institutionelle Finanzinfrastruktur und grenzüberschreitende Wertpapiertransaktionen auf Canton adressiert.
Damit verteilt SBI seine Blockchain-Aktivitäten zunehmend auf verschiedene Netzwerke. Wichtig zu wissen ist, dass SBI schon länger eine Multi-Chain-Strategie fährt. Neben dem Canton Network und dem XRP Ledger setzt SBI in verschiedenen Projekten unter anderem auf Ethereum, Solana und Avalanche, etwa für Tokenisierung und institutionelle On-Chain-Finanzmärkte.













