Circle wird neuer Hauptpartner des FC Chelsea. Ab der Saison 2026/27 sollen die Marken Circle und USDC auf der Vorderseite der Trikots des Londoner Clubs erscheinen.

Der erste Einsatz ist bereits beim kommenden Premier-League-Heimspiel gegen Brighton vorgesehen. Die Vereinbarung gilt nicht nur für die Männermannschaft, sondern auch für Chelsea Women und die Nachwuchsteams.

Tipp der Redaktion: Krypto-Haltefrist: Diese 14 CDU-Politiker stellen sich gegen Klingbeils Steuerpläne

Circle sucht Reichweite außerhalb des Kryptomarkts

Für Circle ist der Deal vor allem ein Vertriebs- und Markenprojekt. Der an der NYSE gelistete Stablecoin-Anbieter bringt USDC damit auf eine der sichtbarsten Werbeflächen im europäischen Sport.

Die potenzielle Reichweite ist erheblich. Chelsea beziffert seine weltweite Fanbasis auf rund 615 Millionen Menschen. Circle selbst spricht von mehr als 500 Millionen Chelsea-Fans und geht davon aus, dass die Partnerschaft Circle und USDC insgesamt vor ein Publikum von mehr als einer Milliarde Fußballfans bringen kann.

Hinzu kommt die internationale Reichweite der Premier League. Rund 1,87 Milliarden Menschen verfolgen die Liga weltweit mindestens wöchentlich über verschiedene Medien. Allein in der Saison 2024/25 sahen nach Angaben der Premier League 1,45 Milliarden Menschen Live-Spiele.

Die Liga wird in 189 Ländern übertragen. Das USDC-Logo erhält damit bei den Spielen von Chelsea eine Präsenz auf einem der international am stärksten verbreiteten Sportprodukte.

USDC ist an den US-Dollar gekoppelt und wird unter anderem für Zahlungen, Handel und Blockchain-Abwicklung genutzt. Circle will den Stablecoin dabei zunehmend nicht nur als Krypto-Produkt, sondern als digitale Dollar-Infrastruktur positionieren.

CEO Jeremy Allaire verwies ebenfalls auf die globale Reichweite des Clubs. Chelsea verbinde Fans über Ländergrenzen hinweg, während USDC Geld auf ähnliche Weise grenzüberschreitend beweglich machen solle. Für Circle ist der Sponsoringvertrag damit auch ein Weg, USDC außerhalb der bisherigen Krypto-Zielgruppe bekannter zu machen.

Krypto-Sponsoring wird wieder breiter

Die Partnerschaft zeigt zugleich, wie sich das Verhältnis zwischen Fußball und Krypto verändert. Frühere Sponsoringwellen wurden vor allem von Börsen und Tokenprojekten getragen. Circle tritt dagegen mit einem regulierten Stablecoin– und Zahlungsmodell auf.

Finanzielle Details des Vertrags wurden nicht veröffentlicht. Ebenso offen blieb, ob USDC später auch direkt in Ticketing, Merchandising oder andere Clubdienste eingebunden wird.

Lesetipp: Bitcoin Lightning kommt zu Cardano: Erster Prototyp ist live

Jason Gannon, seines Zeichens Präsident des FC Chelsea, sieht eine große Chance in der neuen Partnerschaft für seinen Verein:

“Durch diese Partnerschaft mit Circle positioniert sich Chelsea an der Spitze der digitalen Entwicklung im Fußball. Wir sind zwei Organisationen, die den Blick fest auf die Zukunft gerichtet haben und unermüdlich an Innovationen arbeiten, um langfristig bestmöglich aufgestellt zu sein. Wir freuen uns darauf, unseren gemeinsamen Weg mit Circle zu beschreiten – Circle in die Chelsea-Familie einzuführen und unsere Arbeitsweise weiter zu verbessern.”