IOTA hat die Mainnet-Version v1.30.1 veröffentlicht. Mit dem Wechsel in Epoche 479 ist Protocol 33 inzwischen im Mainnet aktiviert. Das Update verbessert vor allem das Checkpoint-System, die Synchronisierung von Nodes sowie mehrere Schnittstellen für Betreiber und Entwickler.

IOTA Protocol 33 ist in Epoche 479 aktiviert

Auf die Veröffentlichung machte Andjelo Stojanoski auf X aufmerksam. Er fasste die wichtigsten Änderungen so zusammen:

„IOTA v1.30.1 ist jetzt für das Mainnet veröffentlicht. Die Version führt Protocol 33 ein und verbessert sowie stabilisiert das Checkpoint-System. Außerdem können Nodes schneller synchronisieren und Rückstände zügiger aufholen.“

Die Software war zunächst verfügbar, während die Aktivierung der neuen Protokollversion einem separaten Zeitplan folgte. Die offiziellen Release-Notes hatten den 27. August um 09:42 Uhr deutscher Zeit als frühestmöglichen Termin genannt. Seit dem Beginn von Epoche 479 läuft das Mainnet mit Protocol 33; eine Abfrage der Mainnet-RPC bestätigt die Protokollversion 33.

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Validatoren mussten ihre Nodes vor dem Epochenwechsel aktualisieren. Andernfalls drohten nach Erreichen der notwendigen Upgrade-Schwelle der Ausschluss aus dem Komitee und der Verlust von Rewards für sie und ihre Delegatoren.

Die zentrale Protokolländerung betrifft das Timing der Checkpoints. Protocol 33 verteilt das minimale Checkpoint-Intervall im Mainnet über ein gleitendes Fenster von 20 Checkpoints. Dadurch soll die anhaltende Checkpoint-Rate verbessert werden, ohne dass jeder einzelne Checkpoint isoliert das Mindestintervall einhalten muss.

Auch das Aufholen zurückliegender Nodes wurde überarbeitet. Aus dem Checkpoint-Archiv heruntergeladene Checkpoints werden nun parallel verifiziert und anschließend gebündelt eingefügt. Zusätzlich lädt die Ausführung Transaktionsdaten außerhalb der geordneten Verarbeitungspipeline. Neue Metriken sollen die Dauer der einzelnen Pipeline-Schritte und die Synchronisierungsrate sichtbar machen.

Stojanoski verwies zugleich auf die breitere technische Reichweite des Releases:

„Das Update verbessert die Validator- und Konsensmechanismen. Auch Indexer, RPC und gRPC wurden aktualisiert.“

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Besonders relevant sind zwei Korrekturen für Indexer, die aus einem formalen Snapshot wiederhergestellt wurden. Ein Fehler führte dazu, dass die Tabelle `checkpointed_objects` nicht befüllt wurde und konsistente GraphQL-Abfragen unvollständige Ergebnisse lieferten. Bereits betroffene Instanzen werden durch das Update nicht automatisch repariert und müssen erneut wiederhergestellt werden.

Ein zweiter Fehler ließ Tabellen für Transaktionen und Events ohne Partitionierung unbegrenzt wachsen und entzog sie damit dem Pruning. Die Entwickler empfehlen betroffenen Betreibern ein sofortiges Update; während der anschließenden Selbstheilung kann es zu Ausfällen auf dem Leseweg kommen.

Darüber hinaus gleichen die Entwickler die Simulationen über JSON-RPC und gRPC stärker an. Dry Runs und Dev-Inspect-Aufrufe lösen fehlende Gasparameter nun nach derselben Logik auf und melden die tatsächlich berechneten Kosten zurück. Mehrere CLI-Befehle für Transfers sowie das Teilen und Zusammenführen von Coins erstellen Transaktionen künftig über gRPC, weshalb ältere Konfigurationen gegebenenfalls um eine gRPC-URL ergänzt werden müssen.

v1.30.1 ist damit kein Release für eine einzelne neue Nutzerfunktion, sondern ein rein technisches Update.