Das IOTA-Mainnet läuft seit dem 13. August mit Protocol v32. Die Aktivierung wurde nicht mit einer öffentlichen Ankündigung der IOTA Stiftung begleitet, lässt sich aber sowohl über die offiziellen Netzwerkschnittstellen als auch über einen unabhängig betriebenen RPC-Node bestätigen.
IOTA Protocol v32 seit Epoche 465 aktiv
Node-Version 1.29.0 schuf die technischen Voraussetzungen für das Upgrade. Im offiziellen GitHub-Release heißt es:
„Diese Version führt Protokollversion 32 ein. Im Mainnet kann diese Protokollversion frühestens am 13. August 2026 um 07:42 Uhr UTC mit Beginn der Epoche 465 aktiviert werden.“
Entscheidend ist, dass dieser Termin nicht nur ein möglicher Startzeitpunkt ist. Abfragen des offiziellen JSON-RPC und des IOTA-GraphQL-Endpunkts zeigen inzwischen Epoche 469 und Protokollversion 32. Ein über Ankr betriebener Mainnet-Node liefert dasselbe Ergebnis.
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Protokoll-Upgrades werden bei IOTA nicht allein durch die Stiftung aktiviert. Nach Veröffentlichung einer neuen Node-Version aktualisieren die Validatoren ihre Software und signalisieren im Konsens ihre Bereitschaft.
Sobald Validatoren mit mehr als zwei Dritteln der Stimmkraft zustimmen, wird die neue Version am Ende einer Epoche aktiv. Die folgende Epoche verwendet anschließend das aktualisierte Protokoll. Dieses Verfahren wurde bei v32 erfolgreich abgeschlossen.
Neue Authentifizierung im IOTA-Mainnet
Die wichtigste funktionale Neuerung im Mainnet ist die Move-basierte Authentifizierung von Sponsor-Konten. Anwendungen können Transaktionsgebühren für ihre Nutzer übernehmen und die dafür geltenden Bedingungen über Move programmieren.
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Protocol v32 verlagert außerdem die Grenzwerte für die Validatorzahl und mehrere Stake-Schwellen in die Protokollkonfiguration. Dazu gehören der erforderliche Stake für den Beitritt sowie die Schwellen für niedrigen und sehr niedrigen Validator-Stake.
Eine weitere Korrektur betrifft Abstract Accounts. Zertifizierte Transaktionen liefern nun den vorgesehenen Fehlerstatus, wenn das Kontoobjekt gelöscht oder wegen einer Überlastung bei Shared Objects abgebrochen wurde.
Node-Version 1.29.0 reduziert zudem einen standardmäßigen Timeout im Starfish-Konsens:
„Der standardmäßige Soft-Leader-Timeout von Starfish wird von 100 auf 5 Millisekunden reduziert. Validatoren können dadurch früher einen Vorschlag einreichen, wenn starke Stimmen für den vorherigen Leader verzögert eintreffen.“
Wichtigste Funktionen bleiben im Testnet
Die größten Änderungen von Protocol v32 sind jedoch noch nicht im Mainnet freigeschaltet. Dazu zählen die Commit-Regel StarfishSpeed, das über 20 Checkpoints verteilte Mindestintervall sowie neue Paketmetadaten und View Functions. Diese Funktionen laufen zunächst im Testnet.
Außerdem bleibt P-COOL auf das Devnet begrenzt. Die derzeitigen Mainnet-Konfigurationen weisen sowohl P-COOL als auch StarfishSpeed ausdrücklich als deaktiviert aus.
Bis zum Redaktionszeitpunkt findet sich im offiziellen IOTA-Blog keine gesonderte Mitteilung zu v32. Eine öffentliche Mitteilung gibt es (noch) nicht.
Der wahrscheinlichste Grund hierfür ist: Protokolländerungen erscheinen regelmäßig als Software-Updates für Validatoren. Da v32 keine Tokenmigration erfordert und auch sonst keine Aktivität von IOTA-Haltern notwendig macht sowie die größeren Neuerungen außerhalb des Mainnets bleiben, wurde das Upgrade offenbar als technisches Release behandelt.
Zum Redaktionszeitpunkt handelte IOTA bei 0,0320 US-Dollar und lag damit rund 12 Prozent über die vergangenen 30 Tage im Minus.













