IOTA hat mit der Node-Version v1.31.1-rc das nächste Protokoll-Upgrade für das Testnet veröffentlicht. Protokoll 34 sollte dort frühestens mit Beginn der Epoche 654 am 2. September aktiviert werden. Zum Redaktionszeitpunkt war das Upgrade noch nicht aktiv, das Netzwerk lief weiterhin mit Protokoll 33.
Das Update ist vor allem für Validatoren, Node-Betreiber und Entwickler relevant. Es soll den Netzwerkbetrieb stabiler machen und bereitet neue Funktionen für Zeiten hoher Auslastung sowie mögliche Transaktionsregeln vor. Für IOTA-Besitzer ändert sich zunächst nichts.
IOTA-Protokoll 34 ist noch nicht aktiviert
Im offiziellen GitHub-Repository von IOTA wurde die Testnet-Version v1.31.1-rc am 2. September veröffentlicht. Für das IOTA-Mainnet wurde Protokoll 34 noch nicht angekündigt. Dort läuft, wie wir berichteten, erst seit Kurzem Protokoll 33.
Protokoll 34 führt den überarbeiteten Zeitplan für die Auswahl der Validatoren fort, die im Konsens vorübergehend die führende Rolle übernehmen. Das Netzwerk betrachtet dafür die Leistung der Nodes über einen längeren, fortlaufenden Zeitraum.
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Langsame oder unzuverlässige Validatoren sollen dadurch besser erkannt und bei der Auswahl weniger stark berücksichtigt werden. Das soll verhindern, dass schwache Nodes die Bestätigung von Transaktionen wiederholt verzögern.
Vollständig neu ist diese Funktion allerdings nicht. Die entscheidenden Einstellungen waren bereits unter Protokoll 33 im Testnet aktiv. Protokoll 34 setzt dies fort und führt weitere Verbesserungen für den Node-Betrieb ein.
Neue Funktionen gegen Überlastung bleiben deaktiviert
IOTA bereitet zudem eine neue Kontrolle der verfügbaren Rechenleistung vor. Das Netzwerk soll später begrenzen können, wie viele Transaktionen gleichzeitig verarbeitet werden. Bei starker Überlastung könnten Transaktionen zunächst warten und bei anhaltender Überfüllung abgebrochen werden. Nutzer würden dann einen empfohlenen höheren Gaspreis für einen neuen Versuch erhalten.
Diese Funktion ist mit Protokoll 34 jedoch noch nicht aktiv. Der Release nimmt lediglich die technische Grundlage in die Software auf. Daher ändern sich vorerst weder die Transaktionsgeschwindigkeit noch die Gebühren.
Daneben behebt der Code einen Fehler in einem ebenfalls noch deaktivierten Verfahren zur Konfliktlösung. Dieses konnte unveränderliche Objekte wie Coin-Metadaten versehentlich sperren, obwohl diese Daten gar nicht verändert werden können.
IOTA bereitet mögliche Transaktionssperren vor
Mehr Aufmerksamkeit dürfte das neue System für sogenannte Deny Rules erhalten. Es schafft die technische Möglichkeit, bestimmte Arten von Transaktionen anhand festgelegter Regeln abzulehnen. Änderungen an diesen Regeln könnten auf der Blockchain dokumentiert und damit nachvollziehbar gemacht werden.
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Mit Protokoll 34 wird jedoch noch keine neue Transaktion blockiert. Das Modul bleibt deaktiviert und muss erst durch eine separate Governance-Entscheidung eingeschaltet werden. Der Release schafft lediglich die technische Grundlage.
Weitere Änderungen sollen den täglichen Netzwerkbetrieb verbessern. Nodes können ausgefallene Verbindungspartner schneller erkennen, während synchronisierende Nodes bereits gespeicherte Daten nicht länger unnötig erneut herunterladen und prüfen müssen.
Für Indexer-Betreiber behebt die Version einen Fehler, durch den Datenbanken nach der Wiederherstellung aus einem Snapshot unbegrenzt wachsen konnten. Entwickler erhalten über GraphQL außerdem einen besseren Zugriff auf ältere Transaktionen, Checkpoints und Objektversionen.
Für normale Nutzer ist Protokoll 34 damit ein Infrastruktur-Update. Die größeren Neuerungen werden erst sichtbar, wenn die bislang deaktivierten Funktionen in späteren Protokollversionen eingeschaltet werden.













