- OKX Ventures investiert rund 53 Millionen Dollar in Coinone und soll nach Abschluss 19,6 Prozent der südkoreanischen Kryptobörse halten.
- Auch Korea Investment & Securities steigt mit demselben Betrag ein, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen.
OKX Ventures steigt bei der südkoreanischen Kryptobörse Coinone ein. Das Unternehmen investiert 80 Milliarden Won, umgerechnet rund 53 Millionen Dollar, und soll nach Abschluss der Transaktion einen Anteil von 19,6 Prozent halten.
Coinone bestätigte damit frühere Berichte aus lokalen Medien. Neben OKX Ventures beteiligt sich auch Korea Investment & Securities mit weiteren 80 Milliarden Won.
Beide Investoren würden nach Abschluss der Investitionen und nach Erhalt der erforderlichen Genehmigungen gemeinsam zu den drittgrößten Anteilseignern von Coinone werden.
Coinone bekommt zwei strategische Großinvestoren
Die neue Aktionärsstruktur ist bemerkenswert. Coinone-CEO Cha Myung-hun bleibt mit 27,8 Prozent der größte Anteilseigner. Danach folgen Com2uS Holdings und ein verbundenes Unternehmen mit zusammen 25 Prozent. OKX Ventures und Korea Investment & Securities würden mit jeweils 19,6 Prozent direkt dahinter liegen.
Die Investition erfolgt über eine Kombination aus Sekundärkäufen bestehender Aktien von Cha und Com2uS sowie der Zeichnung neu ausgegebener Anteile. Damit fließt ein Teil des Kapitals an bestehende Anteilseigner, während Coinone zugleich frisches Kapital erhält.
Für eine Börse in einem stark regulierten Markt ist diese Struktur nicht ungewöhnlich. Sie schafft Liquidität für Altaktionäre, ohne den strategischen Ausbau vollständig vom Unternehmen wegzuleiten.
Südkorea bleibt ein Schlüsselmarkt für Kryptobörsen
Für OKX ist der Einstieg strategisch interessant. Südkorea gehört zu den aktivsten Kryptomärkten weltweit, ist aber regulatorisch anspruchsvoll und für ausländische Anbieter nicht einfach zugänglich.
Eine Beteiligung an Coinone kann deshalb mehr bedeuten als eine reine Finanzinvestition. Sie bietet Zugang zu lokaler Marktkenntnis, etablierten Kundenbeziehungen und einem regulierten Handelsumfeld.
Auch Korea Investment & Securities bringt Gewicht mit. Die Beteiligung eines traditionellen Finanzhauses zeigt, dass lokale Kapitalmarktakteure digitale Asset-Infrastruktur weiterhin als relevanten Wachstumsbereich betrachten, allerdings unter klareren regulatorischen Bedingungen als in früheren Marktzyklen.





