Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat ihre gemeldete Beteiligung an der Bitcoin-Treasury-Firma Strategy (MSTR) im zweiten Quartal massiv ausgebaut. Hinter dem Plus von rund 3.080 Prozent steht jedoch eine Position von 554.000 US-Dollar und kein direkter Bitcoin-Kauf der österreichischen Großbank.
Raiffeisen stockt Strategy-Position auf 5.980 Aktien auf
Laut der am 3. August eingereichten 13F-Meldung bei der US-Börsenaufsicht (SEC) hielt RBI zum 30. Juni 5.980 Strategy-Aktien. Ende März waren es nur 188 Aktien im Wert von 22.000 US-Dollar gewesen. Unter dem Strich kamen damit 5.792 MSTR-Aktien hinzu; der ausgewiesene Wert stieg auf 554.000 US-Dollar.
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Rechnerisch wirkt die Prozentzahl gigantisch, aber die tatsächliche Kapitalallokation ist verhältnismäßig winzig. Das gesamte in der Meldung erfasste US-Aktienportfolio belief sich auf rund 8,53 Milliarden US-Dollar. Strategy macht davon nur etwa 0,0065 Prozent aus.
Wenn man sich das gesamte verwaltete Vermögen der österreichischen Großbank anschaut, wird die MSTR-Position verhältnismäßig noch geringer. RBI wies zum Halbjahresende eine Bilanzsumme von 223,76 Milliarden Euro aus, umgerechnet etwa 258 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich ist die MSTR-Position praktisch nicht materiell.
Die Meldung zeigt zudem nicht, ob die Aktien der Bank selbst oder von ihr verwalteten Kundenportfolios zuzurechnen sind. Nach Definition der SEC erfassen 13F-Berichte Wertpapiere, über die ein institutioneller Manager Kontrolle ausübt. Das kann das eigene Konto betreffen, aber ebenso Kunden-, Fonds- oder Pensionsvermögen.
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Für den Kryptomarkt liegt die Relevanz der Position in ihrer indirekten Bitcoin-Position. Strategy hielt Ende des zweiten Quartals rund 846.000 BTC.
Inzwischen ist der Bestand allerdings gesunken. Strategy verkaufte zwischen dem 27. Juli und dem 2. August 1.638 BTC, unter anderem zur Finanzierung von Vorzugsdividenden und Rückkäufen von STRC-Vorzugsaktien. Zum 2. August hielt das Unternehmen noch 842.138 BTC mit Anschaffungskosten von 63,51 Milliarden US-Dollar.
Die RBI-Meldung ist damit vor allem ein weiteres Beispiel dafür, dass europäische Institute über regulierte Aktienmärkte Zugang zu Bitcoin haben. Ob daraus eine dauerhafte Position wird, zeigt erst die nächste 13F-Runde. Für einen strategischen Krypto-Schwenk der Bank liefert der bislang eingesetzte Betrag keinen belastbaren Beleg.













