- Made in USA Inc. will das XRP Ledger nutzen, um Herkunft und Echtheit amerikanischer Produkte digital zu verifizieren.
- Der Schritt zeigt, dass das XRPL zunehmend für Unternehmensanwendungen jenseits klassischer Zahlungen eingesetzt wird.
Das Technologie-Startup Made in USA Inc. setzt für den Aufbau einer neuen Plattform auf das XRP Ledger. Dies geht aus einer neuen Einreichung bei der SEC hervor. Die geplante Plattform soll nicht nur Herkunftsnachweise digitalisieren, sondern auch ein praktisches Problem im globalen Handel adressieren: Produktfälschungen und mangelnde Transparenz in Lieferketten.
Echtheit amerikanischer Produkte soll über das XRPL verifiziert werden
Made in USA Inc. ist ein in den USA ansässiges Unternehmen, das sich auf digitale Herkunftsnachweise, Produktzertifizierung und die Förderung von Transparenz über die Produktechtheit in amerikanischen Lieferketten spezialisiert hat.
Die Firma baut derzeit eine neue Plattform auf, die Herstellern, Händlern und Verbrauchern eine verlässliche Möglichkeit bieten soll, die Echtheit und Herkunft von Produkten mit dem Label „Made in USA“ besser nachvollziehen zu können. Damit will Made in USA Inc. der weltweiten Produktpiraterie den Kampf ansagen.
Der durch den Handel mit gefälschten Waren entstehende Schaden wird durch die OECD auf ein Gesamtvolumen von 467 Milliarden US-Dollar pro Jahr beziffert. Das entspricht etwa 2,3 % der weltweiten Importe. Wie aus der Pressemitteilung des Unternehmens hervorgeht, wird eine neue Plattform aufgebaut, die genau dieses Problem lösen soll.
Dabei kommen KI-basierte Verifikationstools, Blockchain-Technologie sowie Infrastruktur für öffentliche und private Anwendungen auf dem XRP Ledger zum Einsatz. Auf dieser Grundlage soll eine digitale Plattform entstehen, über die Hersteller Produktdaten, Herkunftsnachweise und Lieferketteninformationen erfassen, verifizieren und mithilfe der XRP-Ledger-Infrastruktur manipulationssicher ablegen und speichern können.
Hierbei soll eine hybride Blockchain-Architektur eine lückenlose Dokumentation ermöglichen. Sensible Unternehmensdaten werden in privaten Netzwerken verwaltet, während bestimmte Echtheitsnachweise oder Prüfsummen auf einer öffentlichen Blockchain verankert werden.
Dadurch soll eine Balance zwischen Datenschutz, Unternehmenssicherheit und transparenter Nachprüfbarkeit geschaffen werden. Für Hersteller kann eine solche Lösung dazu beitragen, regulatorische Anforderungen effizienter zu erfüllen, Produktfälschungen wirksamer einzudämmen und das Vertrauen in die Herkunft sowie Authentizität amerikanischer Waren nachhaltig zu stärken.
Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass die XRPL-Technologie nicht nur im Zahlungsverkehr oder bei grenzüberschreitenden Transaktionen eingesetzt werden kann, sondern Ripple das Kerngeschäft in den letzten Jahren weiter ausgebaut und diversifiziert hat. Sollte der Rollout von Made in USA Inc. erfolgreich verlaufen, könnten weitere Unternehmen diesem Beispiel folgen und ebenfalls auf das XRPL als Verifikations- und Vertrauensschicht setzen.
XRP Ledger steigt auf zur Enterprise-Blockchain
Die Ankündigung von Made in USA Inc. reiht sich in eine wachsende Zahl von Unternehmensinitiativen ein, die auf das XRP Ledger setzen. Wie wir bereits berichteten, verzeichnete Ripple im Jahr 2025 ein Wachstum von 2.200 % im Bereich der tokenisierten Vermögenswerte auf dem XRPL.
Das Volumen stieg von 24,7 Millionen USD auf 568 Millionen USD bis Jahresende 2025. Ein weiterer Wachstumstreiber ist der im Dezember 2024 gestartete hauseigene Stablecoin RLUSD.
Neben RLUSD wurden auch die Stablecoins USDC, XSGD und EURØP auf dem XRP Ledger lanciert. XSGD ist an den Singapur-Dollar gebunden, während EURØP als MiCA-konformer Euro-Stablecoin für Zahlungen, Tokenisierung und den Handel mit digitalen Vermögenswerten konzipiert ist.
Ein weiterer Meilenstein war der Start der XRPL EVM Sidechain im ersten Halbjahr 2025. Laut Ripple wurden bereits in der ersten Woche mehr als 1.400 Smart Contracts bereitgestellt. Zudem sammelten Spot-XRP-ETFs nach ihrem Start im November bisher knapp 1,49 Milliarde US-Dollar ein.
Ripple positioniert XRPL und RLUSD zunehmend als zentrale Bestandteile einer stark diversifizierten Angebotspalette, die über grenzüberschreitende Zahlungen weit hinausgeht. Zuletzt hat Ripple eine vollständige MiCA-Lizenz erhalten. Damit kann das Unternehmen seine regulierten Zahlungs- und Krypto-Lösungen in allen 30 Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums anbieten.








