• Strategy hält inzwischen 843.738 Bitcoin im Wert von fast 65 Milliarden Dollar und kontrolliert damit rund vier Prozent des maximalen BTC-Angebots.
  • Die Firma von Michael Saylor hat sich in gut fünf Jahren von einem Softwareanbieter zu einem der sichtbarsten Bitcoin-Treasury-Modelle am Aktienmarkt entwickelt.

Strategy ist längst nicht mehr nur ein Unternehmen mit Bitcoin in der Bilanz. Die Firma ist für viele Investoren selbst zu einer Art börsennotierter Bitcoin-Wette geworden.

Nach mehr als fünf Jahren regelmäßiger Käufe hält Strategy inzwischen 843.738 BTC. Bei einem Bitcoin-Kurs oberhalb von 76.500 Dollar liegt der Wert dieses Bestands bei fast 65 Milliarden Dollar.

Aus einer Bilanzentscheidung wurde ein Kapitalmarktmodell

Der erste Schritt wirkte 2020 noch wie eine ungewöhnliche, aber begrenzte Treasury-Entscheidung. Strategy wollte überschüssige Liquidität nicht länger überwiegend in Dollar halten und begründete den Bitcoin-Kauf mit dem Ziel, langfristigen Wert für Aktionäre zu schaffen.

Daraus entstand mit der Zeit etwas deutlich Größeres. Michael Saylor machte Bitcoin zum Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Das operative Softwaregeschäft rückte in der Wahrnehmung vieler Marktteilnehmer zunehmend in den Hintergrund.

Entscheidend wurde stattdessen die Frage, wie viele Bitcoin Strategy hält, zu welchem Durchschnittspreis gekauft wurde und wie das Unternehmen neue Mittel für weitere Käufe beschaffen kann.

Damit hat Strategy eine Struktur geschaffen, die weit über klassisches Corporate Treasury hinausgeht. Das Unternehmen nutzt den Zugang zum Aktien- und Anleihemarkt, um seine Bitcoin-Position auszubauen. Für Anleger entsteht dadurch ein indirektes BTC-Exposure, allerdings mit zusätzlicher Unternehmens- und Finanzierungslogik.

Die großen Käufe machten MSTR zum Bitcoin-Hebel

Die größten Käufe von Strategy zeigen, wie konsequent das Unternehmen seine Strategie verfolgt hat. Wiederholt wurden Kapitalmaßnahmen genutzt, um weitere BTC zu erwerben. Dazu gehörten Wandelanleihen, Aktienprogramme und andere Finanzierungswege.

Genau darin liegt der Unterschied zu einem Spot-Bitcoin-ETF. Ein ETF bildet Bitcoin direkter ab. MSTR bringt zusätzliche Variablen mit: Schuldenstruktur, Verwässerung, Marktprämien, Volatilität der Aktie und das Vertrauen der Investoren in Saylors Strategie.

Der Bestand von 843.738 BTC entspricht rund vier Prozent der maximal möglichen 21 Millionen Bitcoin. Das ist eine außergewöhnliche Konzentration für ein einzelnes börsennotiertes Unternehmen.