• Tether plant mit Unterstützung der georgischen Regierung den Stablecoin GEL₮, der an den georgischen Lari gekoppelt sein soll.
  • Das Projekt soll schnellere Abwicklung, geringere Transaktionskosten und programmierbare Zahlungen auf digitalen Asset-Schienen ermöglichen.

Tether will den georgischen Lari auf die Blockchain bringen. Das Unternehmen kündigte Pläne für GEL₮ an, einen Stablecoin, der die nationale Währung Georgiens digital abbilden soll. Unterstützt wird das Vorhaben nach Angaben des Unternehmens von der Regierung Georgiens.

GEL₮ soll den Lari für digitale Zahlungen nutzbar machen

Der geplante Stablecoin soll an den georgischen Lari gekoppelt sein und damit eine digitale Form der Landeswährung bereitstellen.

Ziel ist es, Zahlungen günstiger, schneller und technisch flexibler zu machen. Tether nennt dabei vor allem nahezu sofortige Abwicklung, digitale Wertübertragung und programmierbare Zahlungen.

Das klingt technisch, ist für ein kleineres Finanzsystem aber durchaus relevant. Gerade Länder mit wachsendem Digital- und Fintech-Sektor suchen nach Wegen, lokale Währungen besser mit internationalen digitalen Märkten zu verbinden.

Ein Lari-Stablecoin könnte für Händler, Zahlungsdienstleister, Fintechs und auch staatliche Anwendungen interessant werden, sofern die Infrastruktur tatsächlich breit genutzt wird.

Für Tether ist GEL₮ zugleich ein weiterer Schritt über den Dollar-Stablecoin USDT hinaus. Das Unternehmen baut seine Rolle im Stablecoin-Sektor seit einiger Zeit breiter aus und positioniert sich nicht nur als Emittent dollarbasierter Token, sondern zunehmend auch als Infrastrukturpartner für digitale Währungen, Zahlungssysteme und regulierte Asset-Schienen.

Georgien setzt auf ein eigenes Stablecoin-Regelwerk

Ein zentraler Punkt ist die Regulierung. Georgien hat nach Angaben von Tether seinen Rahmen für digitale Assets und Stablecoins weiterentwickelt. Dieser soll unter anderem Reserveverwaltung, Rückgaberechte, Aufsicht über Emittenten und Anforderungen zur Geldwäscheprävention erfassen.

Das ist entscheidend, weil Stablecoins nur dann Vertrauen aufbauen können, wenn klar ist, wie Reserven gehalten werden, wer die Ausgabe kontrolliert und unter welchen Bedingungen Nutzer ihre Token wieder einlösen können. Genau an diesen Punkten sind in den vergangenen Jahren viele Debatten im Markt entstanden.

Bemerkenswert ist auch der Hinweis auf eine inhaltliche Annäherung an entstehende US-Stablecoin-Regeln, darunter den GENIUS Act. Georgien versucht damit offenbar, sein Regelwerk nicht isoliert zu bauen, sondern kompatibel mit größeren internationalen Standards zu halten.