In Deutschland und Europa steht der Start der Deutschland-App und des EUDI-Wallets unmittelbar bevor. Auch in Uruguay wird mit Hochdruck an der Entwicklung digitaler Identitäten geforscht. Die Behörden des Landes setzen für die digitale Umsetzung auf die Avalanche-Blockchain.
Uruguay is bringing cross-border digital ID to LATAM, and it's being built on Avalanche.
AGESIC and @Blerify_ID are piloting a decentralized trust registry across Avalanche and LNet. Countries run their own nodes. Trust metadata sits onchain. Personal data doesn't.
The full… pic.twitter.com/Z5zPF6ZoRZ
— Avalanche🔺 (@avax) August 24, 2026
Uruguay testet Blockchain als Vertrauensschicht für digitale Identitäten
Im Fokus des aktuellen Pilotprojekts steht vor allem die Frage, wie ein digitaler Nachweis auch außerhalb des eigenen Landes überprüfbar bleiben kann. Die uruguayische Digitalbehörde AGESIC und der Identitätsanbieter Blerify haben in einem im November 2025 gestarteten Testprojekt ein neues System entwickelt.
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Dieses nutzt Smart Contracts auf den Blockchain-Netzwerken Avalanche und LNet, um ein dezentrales Register vertrauenswürdiger Aussteller zu betreiben. Der Ansatz richtet sich vor allem an Lateinamerika und die Karibik.
Anders als die Europäische Union verfügt die Region zum jetzigen Zeitpunkt nicht über eine gemeinsame Institution, die eine zentrale Liste anerkannter Aussteller digitaler Identitätsnachweise verwalten könnte.
Genau hier soll die Blockchain als Koordinationsschicht dienen. Teilnehmende Staaten können eigene Nodes betreiben und ihre kryptografischen Schlüssel selbst kontrollieren. Gleichzeitig bleiben die Register zwischen den beteiligten Systemen synchronisiert.
Nach Angaben der Projektbeteiligten werden Änderungen ungefähr alle zwei Sekunden weitergegeben. Für Banken, Fluggesellschaften, Behörden oder Krankenhäuser bedeutet das im Prinzip, dass sie einen digitalen Nachweis überprüfen könnten, ohne jedes Mal direkt das System der ausstellenden Behörde anzufragen.
Der entscheidende Punkt liegt in der Architektur des Systems: Weder personenbezogene Daten noch die digitalen Identitätsnachweise selbst werden auf der Blockchain gespeichert.
Erfasst werden ausschließlich jene Metadaten, die für die Vertrauensprüfung erforderlich sind, darunter Identifikatoren und öffentliche Schlüssel autorisierter Aussteller sowie Hinweise auf widerrufene Berechtigungen.
Digitale Identität wird zum Interoperabilitätsproblem
Der uruguayische Ansatz nutzt die Blockchain-Technologie nicht zur Speicherung digitaler Identitäten, sondern als Vertrauensschicht zwischen bestehenden staatlichen Systemen.
So lässt sich grenzüberschreitend prüfen, wer einen Nachweis ausgestellt hat und ob er weiterhin gültig ist. Nach dem Sieg beim Government Hackathon des Global DPI Summit im November 2025 wird jetzt ein regionaler Test mit mehreren Ländern folgen.
Avalanche wird bereits in mehreren Projekten rund um digitale Identitäten eingesetzt, bislang allerdings vor allem für KYC-Prozesse und portable Web3-Nachweise.
Fractal ID betreibt etwa ein Register für wiederverwendbare Identitäts-Credentials, während NEC und Ava Labs seit Juli an einer Infrastruktur arbeiten, die biometrische Nachweise mit On-chain-Transaktionen verknüpfen soll.
Der uruguayische Ansatz geht einen Schritt in die andere Richtung: Die Blockchain dient hier nicht primär als Identitätssystem für einzelne Nutzer, sondern als gemeinsame Vertrauensschicht zwischen bereits bestehenden nationalen Infrastrukturen.
Dadurch sollen Behörden und andere Institutionen digitale Nachweise grenzüberschreitend prüfen können, ohne ihre eigenen Systeme aufzugeben.
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Zum Redaktionszeitpunkt verzeichnet der AVAX-Kurs ein Plus von 2,46 % in den letzten 24 Stunden auf 7,69 USD. Mit einer Marktkapitalisierung von 3,32 Milliarden USD belegt AVAX Rang 28 der größten Kryptowährungen der Welt.













