Bitcoin steht vor einer entscheidenden Handelswoche. Für die Woche vom 5. bis 11. Oktober rücken die Marke von 86.700 Dollar sowie die Auktion zehnjähriger US-Staatsanleihen und das Fed-Protokoll am Mittwoch in den Mittelpunkt.
Bitcoin muss über 86.700 US-Dollar ausbrechen
Der auf X bekannte Analyst Rekt Capital sieht Bitcoin kurz vor dem Durchbruch in eine neue Makro-Handelsspanne. Andererseits könnte der Verlust der zentralen Unterstützung einen tieferen Rücksetzer auslösen. Rekt Capital schreibt via X:
„Bitcoin bleibt zwischen der wichtigen Unterstützung bei rund 82.500 Dollar und dem darüberliegenden Widerstand bei rund 86.700 Dollar eingeklemmt. Derzeit versucht Bitcoin, die Marke von rund 82.500 Dollar als Unterstützung zu behaupten, um einen Rückfall in die übergeordnete Handelsspanne von 60.000 bis 80.000 Dollar zu vermeiden und in die darüberliegende Spanne von 86.700 bis 93.700 Dollar überzugehen.“

Die 93.700 Dollar sind damit die obere Begrenzung einer möglichen nächsten Rallye. Voraussetzung bleibt, dass Bitcoin die Unterstützung verteidigt und den Widerstand bei 86.700 Dollar überwindet.
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Aksel Kibar sieht eine bullische Fortsetzung als wahrscheinlichstes Szenario. Der renommierte Charttechniker spricht vom Polaritätsprinzip, bei dem ein früherer Widerstand zur neuen Unterstützung wird, und bezeichnet den Retest als erfolgreich. Sein Tageschart verortet diese Marke bei 82.800 Dollar. Via X schreibt er:
„Polaritätsprinzip. Ehemaliger Widerstand wird zur neuen Unterstützung. Erfolgreicher Retest.“

Kurzfristig kommen zwei näher liegende Zonen hinzu. Datenanbieter CoinGlass hebt in seiner 24-Stunden-Liquidationskarte Konzentrationen hoch gehebelter Positionen bei 85.700 und 84.000 Dollar hervor. Werden diese Bereiche erreicht, könnten Liquidationen die Bewegung verstärken.

Indes verweist Glassnode auf Verkaufsdruck von Anlegern, die zu höheren Kursen eingestiegen sind. Aus den On-Chain-Daten ergeben sich zwei weitere wichtige Preismarken für Bitcoin-Bullen:
„Zwei Käufergruppen liegen im Minus: die Käufer von vor ein bis zwei Jahren bei 97.000 Dollar und die Käufer von vor sechs bis zwölf Monaten bei 89.100 Dollar. Wer während der Rallye 2025 gekauft hat, verkauft derzeit so viele Coins pro Tag wie noch nie in diesem Jahr. Wer im Kursrückgang gekauft hat, tut das nicht.“

Die Makro-Woche: Anleiheauktion und Fed-Protokoll
Am Mittwoch, dem 7. Oktober, versteigert das US-Finanzministerium zehnjährige Staatsanleihen über 39 Milliarden Dollar. Die Gebotsfrist endet um 19 Uhr deutscher Zeit. Nach dem jüngsten Anstieg der zehnjährigen US-Rendite auf zeitweise 5,34 Prozent sind alle Augen auf die Auktion gerichtet.
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Entscheidend ist die Zuschlagsrendite im Vergleich zur unmittelbar vorher am Markt gehandelten Rendite. Ein höherer Wert, ein sogenannter „Tail“, signalisiert schwächere Nachfrage als erwartet. Ergänzend zeigen das Verhältnis eingereichter zu akzeptierten Gebote und der von Händlern übernommene Anteil, wie gut der Markt das Angebot aufnimmt. Ein schwaches Ergebnis könnte die Renditen weiter nach oben treiben und Bitcoin belasten.
Um 20 Uhr folgt das Protokoll der Fed-Sitzung vom 15. und 16. September. Damals erhöhte die Notenbank den Leitzinskorridor einstimmig um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Im Mittelpunkt steht deshalb, wie breit weitere Zinserhöhungen diskutiert werden und unter welchen Bedingungen eine Pause erwogen wird.
Hinweise auf zusätzliche Zinserhöhungen könnten die Erwartungen für die Sitzung am 27. und 28. Oktober verändern und über höhere Renditen sowie einen stärkeren Dollar Druck auf Bitcoin ausüben. Eine verhaltene Debatte könnte die Zinserhöhungschancen weiter senken und den BTC-Kurs beflügeln.












