Cardanos Skalierungsprotokoll Ouroboros Leios hat die erste von fünf Testphasen abgeschlossen. MusashiNet erreichte dabei zeitweise fast den sechsfachen Datendurchsatz des aktuellen Mainnets, obwohl die Belastungsgrenze des Systems noch gar nicht getestet wurde.
MusashiNet verarbeitet 26,8 Kilobyte pro Sekunde
Die sogenannte Earth-Phase sollte zeigen, ob das Protokoll unter realen Bedingungen funktioniert. Zuvor war Leios nur in kontrollierten Entwicklungsumgebungen erprobt worden.
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Während eines Zeitfensters verarbeitete MusashiNet 26,8 Kilobyte an Transaktionsdaten pro Sekunde. Das derzeitige Mainnet-Limit liegt laut Leios-Produktmanager Carlos Lopez de Lara bei 4,5 Kilobyte pro Sekunde. Die Messung entspricht damit nahezu dem Sechsfachen des aktuellen Durchsatzes, ist jedoch keine TPS-Angabe. Der Entwickler erklärte:
„Es handelte sich nicht um ein Experiment, mit dem wir das System einem Stresstest unterziehen oder seine Grenzen ermitteln wollten. Wir wollten lediglich überprüfen, ob Endorser-Blöcke produziert, Stimmen abgegeben und Zertifikate eingebunden werden. Diesen Meilenstein haben wir erreicht, ohne es überhaupt darauf anzulegen.“
Den Datenverkehr erzeugten die Entwickler mit dem „TX Centrifuge“ sowie dem von Sebastian Egel entwickelten „TX Firehose“. Zeitweise beteiligten sich mehrere Community-Mitglieder gleichzeitig. Insgesamt produzierten 62 Stake Pools Blöcke auf MusashiNet; innerhalb von sechs Wochen veröffentlichte das Team zehn Softwareversionen.
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Fehlerfrei verlief die Earth-Phase nicht. MusashiNet erlebte fünf Vorfälle, darunter Forks und Stillstände des Netzwerks. Nach Angaben von Lopez de Lara ging jedoch keiner davon auf einen grundsätzlichen Fehler im Leios-Protokolldesign zurück:
„Wir hatten große Probleme, aber die gute Nachricht ist, dass keiner dieser Vorfälle auf ein fundamentales Versagen des Protokolldesigns zurückzuführen war. Sämtliche Probleme entstanden durch vergleichsweise einfache Fehler in der Implementierung. Viele davon zeigten sich erst unter realen Latenzen oder bei einem deutlich höheren Durchsatz.“
Eine eigens eingesetzte Red-Team-Gruppe soll Leios weiterhin gezielt angreifen und Schwachstellen aufdecken. Dies ist von zentraler Bedeutung, weil Cardano mit Leios das größte Konsens-Upgrade seit Shelley vorbereitet.
Nächste Schritte für Cardanos Leios
Mit der Water-Phase hat bereits die zweite Teststufe begonnen. Das Team will den Durchsatz nun schrittweise erhöhen, unterschiedliche Parametereinstellungen untersuchen und einen vollständig überarbeiteten Mempool testen.
Parallel ist das [Belohnungsprogramm für MusashiNet gestartet. Die Phase soll zeigen, wie sich Blöcke, Stimmen und Zertifikate unter realen Bedingungen im Netzwerk verbreiten.
Leios soll mit der kommenden Dijkstra-Ära eingeführt werden. Zuvor will das Team die erforderlichen Protokollparameter und neuen Regeln in Cardanos Verfassung aufnehmen. Die entsprechende Governance-Aktion soll zwischen Ende September und Mitte Oktober eingereicht und bewusst auf technische Änderungen beschränkt werden. Lopez de Lara sagte:
„Wir können Leios zunächst mit sehr konservativen Einstellungen aktivieren. Wir haben einen Ferrari, werden aber nicht sofort 300 Kilometer pro Stunde fahren. Erst wenn wir Vertrauen in das System gewonnen haben, können wir die Parameter schrittweise erhöhen.“
Hey Cardano! A few updates from Leios and MusashiNet:
🌏 Eerth phase just concluded. 6x mainnet throughput without even trying. Read the blog post here: https://t.co/tFWG9MLtud
💰MusashiNet rewards program is live. It's tied to data sharing eg machine logs, forging logs,… pic.twitter.com/qbq8hT7Q2o
— Carlos Lopez de Lara (@carloslodelar) August 21, 2026
Voraussetzung dafür ist ein vollständig besetzter Verfassungsausschuss. Vier Mandate laufen am 1. September aus, wie wir berichteten. Scheitert die laufende Abstimmung über die Nachbesetzung, können vorerst keine weiteren Governance-Aktionen ratifiziert werden.













