- Charles Hoskinson hat den Start des Ouroboros-Leios-Testnets angekündigt. Cardano wird durch Leios rund 40-mal schneller werden.
- Der Mainnet-Rollout könnte noch dieses Jahr erfolgen, hängt jedoch von der Koordination des Cardano-Ökosystems ab.
Charles Hoskinson hat in einem Livestream vom 22. Juni den bevorstehenden Start des Ouroboros-Leios-Testnets angekündigt. Laut dem Cardano-Gründer ist das Upgrade die größte technische Veränderung des Netzwerks außerhalb der Governance. Das Ziel ist, Cardano deutlich schneller und zugleich dezentraler zu machen.
Das Testnet soll unter dem Namen „Musashi Dojo“ laufen und in fünf Stufen verschiedene Belastungs- und Integrationsszenarien abdecken. Hoskinson sagte:
„Ouroboros Leios tritt in die Testnet-Phase ein, was bedeutet, dass wir tatsächlich eine laufende Live-Kopie davon haben. Earth validiert das grundlegende Design, Water dient der Erforschung und Abstimmung der Protokollparameter. Fire testet das System unter realen Bedingungen mit unterschiedlicher Hardware und Betriebssystemen globaler Betreiber.“
Darauf folgen laut Hoskinson „Wind“ als Hacking-Testphase, in der das Netzwerk gezielt angegriffen und extremen Bedingungen ausgesetzt wird, sowie „Void“ als finale Validierungsphase vor dem Mainnet. In dieser letzten Phase sollen auch Drittanbieter-Integrationen vorbereitet werden.
Was Cardano’s neuester Hard Fork bringen wird
Technisch soll Leios das Cardano-Netzwerk wesentlich schneller machen. Hoskinson erklärte, Cardano arbeite derzeit bei etwa 4,5 Transaktionen pro Kilobyte pro Sekunde. Das Ziel liege bei rund 200 Kilobyte pro Sekunde, was eine ungefähr 44-fache Steigerung bedeutet. In der ersten Testphase soll zunächst eine Verbesserung um das Zwei- bis Fünffache erreicht werden:
„Was das effektiv bewirkt, ist, dass Cardano in den Bereich von mehreren hundert TPS kommt, mit einer klaren Sichtlinie darauf, wie wir in die Tausende TPS gelangen können. Das Netzwerk läuft derzeit nur bei etwa 20 Prozent Last oder weniger. Mit einem Protokoll wie Leios sollte uns das genügend Durchsatz für die nächsten drei bis fünf Jahre geben, selbst bei ziemlich aggressivem Wachstum.“
Gleichzeitig stellte Hoskinson klar, dass die technische Fertigstellung nicht automatisch die Aktivierung bedeutet. Input Output will die Arbeit am Testnet bis spätestens November abschließen. Danach müsse jedoch das breitere Cardano-Ökosystem, darunter Stake Pool Operatoren, Infrastrukturbetreiber, Börsen, die Cardano Foundation, Intersect und Pragma, den Hard Fork koordinieren und akzeptieren:
„Die Herausforderung ist, und deshalb sage ich euch das schon im Juni: Wir haben darüber keine Kontrolle. Null Kontrolle. Das Cardano-Netzwerk und die gesamte umliegende Infrastruktur müssen das akzeptieren und dann den Hard Fork einleiten. Ich kann den Hard Fork nicht in eurem Namen auslösen.“
Langfristig ordnete Hoskinson Leios als Basis für zahlreiche neue Projekte ein. Dazu zählen Fee Markets, ein Cardano-DeFi-Kernel, die Umleitung von Protokollumsätzen in ADA-Käufe und in die Treasury sowie Bitcoin-DeFi über Pogan. Auch Midnight stellte er erneut als wichtigen Wachstumspfad dar. Hoskinson erklärte weiter:
„Der Gewinn ist, dass wir das Blockchain-Trilemma gelöst haben. Der Gewinn ist, dass wir etwas haben, das mindestens 40-mal schneller ist als das, was wir heute haben. Und der Gewinn ist, dass wir ab morgen einen gemeinsamen Ort haben, an dem jeder testen, integrieren und alles feinabstimmen kann.“
Zuletzt gab es in der Cardano-Community größere Unruhen. Zunächst wurde Hoskinson aus Teilen der Community eine geplante Machtübernahme vorgeworfen. Andererseits sorgte ein KI-erzeugtes Video von Input Output für Unbehagen, weil Influencer aus der Cardano-Community sich sorgten, dass sie ersetzt werden könnten.








