Einer der wichtigsten Parameter für eine Blockchain ist das Ausmaß der tatsächlichen Nutzung durch kapitalstarke Unternehmen und Institutionen. Mit der U.S. Bank testet nun die fünftgrößte Bank der USA Stablecoin-Zahlungen über das Stellar-Netzwerk und prüft damit dessen Einsatz für institutionelle Zahlungsprozesse.
U.S. Bank wickelt USBDC-Stablecoin-Zahlung über Stellar ab
Die Bank, mit einem verwalteten Vermögen von 445 Milliarden USD, hat im Rahmen eines Live-Pilotprojekts erstmals eine grenzüberschreitende Zahlung in Echtzeit mit dem hauseigenen Stablecoin USBDC über die XLM-Blockchain abgewickelt. Die Transaktion verband Einheiten der Bank in Nordamerika und Europa und lief über das Stellar-Netzwerk.
Dabei handelt es sich zunächst um eine Testtransaktion. Bislang hat die U.S. Bank keine konkreten Angaben dazu gemacht, in welchem Umfang USBDC künftig eingesetzt werden soll oder welches Transaktionsvolumen über Stellar abgewickelt werden könnte.
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USBDC ist ein an den USD gekoppelter Stablecoin, wird nicht von Circle ausgegeben und steht in keinem Zusammenhang mit USDC. Der Token gehört zur eigenen Stablecoin-Infrastruktur der U.S. Bank und soll für institutionelle Zahlungs- und Treasury-Anwendungen eingesetzt werden.
Für die Bank stellt dies einen wichtigen Meilenstein dar, nicht nur aufgrund des erfolgreichen Tests der Blockchain, sondern vor allem, weil tokenisierte Bankgelder erfolgreich in bestehende Finanzprozesse integriert werden konnten.
Nach Angaben der Bank funktionierte die Verbindung mit den internen Finanz-, Risiko- und Compliance-Systemen ohne Unterbrechungen.
Im Rahmen des Tests hat die Bank die Ausgabe neuer Token, das Einfrieren von Beständen und sogenannte Clawback-Funktionen getestet. Dabei können Token unter bestimmten Voraussetzungen zurückgeholt werden, etwa bei vorliegenden Sanktionen oder betrügerischen Aktivitäten.
Gunjan Kedia, seines Zeichens CEO der U.S. Bank, bezeichnete die Entwicklung als wichtigen Fortschritt und führte aus, dass der Einsatz von USBDC auf weitere institutionelle Zahlungs- und Treasury-Prozesse ausgeweitet werden soll:
“Dieses Live-Pilotprojekt zeigt, dass wir in der Lage sind, das globale Cash-Management und den Geldtransfer zu beschleunigen […] Wir freuen uns darauf, Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen und die Möglichkeiten einer neuen Technologie im Bankensystem zu nutzen.”
Stablecoin-Volumen auf Stellar explodiert um 50 %
In den letzten 30 Tagen wurden Stablecoins im Wert von 8,92 Milliarden USD über das Netzwerk transferiert, ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vormonat. Gleichzeitig stieg die Zahl der Stablecoin-Halter auf rund 706.000.
Auch auf Quartalssicht setzt sich dieser Trend fort. Im ersten Quartal 2026 erreichte das Stablecoin-Zahlungsvolumen 5,5 Milliarden USD und lag damit 72 Prozent über dem Vorjahreswert.
Im zweiten Quartal stieg das Transfervolumen bereits auf 11,4 Milliarden USD und markierte damit erstmals einen zweistelligen Milliardenwert innerhalb eines Quartals.

Neben der U.S. Bank setzen inzwischen auch große europäische Finanzinstitute auf Stellar: Société Générale-FORGE emittiert ihren Euro-Stablecoin EURCV auf dem Netzwerk, während Amundi Stellar gemeinsam mit Spiko für das Onchain-Register eines tokenisierten Fonds nutzt.
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Der Kurs von XLM reagiert nicht auf diese Entwicklung und verzeichnet in den letzten 24 Stunden ein Minus von 5 % auf 0,18 USD. Auf Monatssicht kann Stellar ein Plus von 11,81 % verbuchen.










