Kenias wichtigste maritime Handelsdrehscheibe steht vor zwei geschäftigen Wochen: 41 der 45 von der Kenya Ports Authority angekündigten Schiffe sollen Mombasa anlaufen.

Das damit verbundene Daten- und Dokumentenaufkommen rückt den geplanten Einsatz der gemeinsam mit IOTA entwickelten Trade Logistics Information Pipeline (TLIP) beim kenianischen Zoll erneut in den Fokus. Wie wir berichteten, will Kenias Zollbehörde die IOTA-basierte Technologie einsetzen.

Kenias Zoll will auf IOTAs TLIP setzen

Die Schiffe sollen zwischen dem 25. August und dem 7. September in Mombasa eintreffen. Der Fahrplan umfasst unter anderem Containerschiffe sowie Frachter mit Gasöl, Palmöl, Dünger, Weizen, Fahrzeugen, Stahlcoils und Bergbauausrüstung.

Die Größenordnung wird an der Zahl der Schiffsanläufe deutlich. Mombasa verzeichnete 2025 insgesamt 1.955 Anläufe, nach 1.873 im Vorjahr. Das entspricht einem Zuwachs von 4,4 Prozent und rechnerisch rund 163 Schiffen pro Monat beziehungsweise 5,4 Schiffen pro Tag.

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An der Schnittstelle zwischen Warenstrom und fragmentierten Datensystemen setzt TLIP an. Die Kenya Revenue Authority erklärte Ende Juli, die Blockchain-basierte Plattform übernehmen zu wollen. Sie soll Importeure, Exporteure, Reedereien, Abfertiger und Behörden über einen gemeinsamen Datensatz verbinden. Zollchefin Lilian Nyawanda erklärte:

„Die Plattform verbindet Zollabfertiger, Logistikdienstleister und staatliche Aufsichtsbehörden in einem einzigen digitalen Ökosystem. Dadurch können Handelsinformationen sicher grenzüberschreitend ausgetauscht werden.“

Dokumente müssen dadurch nicht länger an mehreren Stellen eingereicht und wiederholt geprüft werden. Zugleich entsteht ein nachvollziehbarer Datensatz für alle Akteure.

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TradeMark Africa nennt die die kenianische Zollbehörde (Kenya Revenue Authority) und IOTA als Umsetzungspartner. Die zweite Projektphase läuft seit 2023 bis 2030. Laut dem jüngsten IOTA-Quartalsbericht erreichte TLIP v1.3.9 in den aktiven Testprofilen eine Erfolgsquote von 95 Prozent. Auch der Dokumentenaustausch zwischen Nodes kenianischer Behörden sei erfolgreich getestet worden.

Ein Termin für den öffentlichen Vollbetrieb und der Umfang der erfassten Mombasa-Fracht wurden jedoch nicht genannt. Die 45 Schiffsanläufe verdeutlichen daher den potenziellen Umfang der Adaption. Belege, in welchem Maß IOTA bereits eingesetzt wird, gibt es aber immer noch nicht.