Derzeit gibt es eine neue Welle von Phishing-Angriffen bei großen Krypto-Dienstleistern, mit denen der durchschnittliche Bitcoin-Nutzer oft in direktem Kontakt steht. Dazu zählen CoinTracking, BitBox und Trezor.
Vorsicht vor gefälschten E-Mails und externen Links
Die Erfahrungsberichte betroffener Nutzer über täuschend echte E-Mails von bekannten Hardware-Wallet-Herstellern häufen sich seit gestern Abend. BitBox meldete auf X, dass wahrscheinlich ihr Newsletter-Tool kompromittiert wurde.
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Darüber hinaus setzt wohl auch Trezor auf das gleiche Werkzeug, um Newsletter an deutsche Nutzer zu verschicken. BitBox führt dazu aus:
“Unsere vorläufige Untersuchung der Phishing-E-Mail, die vor etwa einer Stunde an unsere Newsletter-Abonnenten versendet wurde, hat ergeben, dass unser Newsletter-Anbieter höchstwahrscheinlich gehackt wurde.
Auch mehrere andere Bitcoin-Unternehmen wurden ins Visier genommen, und es scheint, dass wir alle denselben Newsletter-Anbieter nutzen.”
Auch uns erreichten gestern Abend auf verschiedenen E-Mail-Adressen Phishing-E-Mails. Diese sehen täuschend echt aus und ermuntern uns dazu, auf einen Link in der Mail zu klicken oder eine bestimmte Webseite zu öffnen. Hier ein Beispiel:

Wenn ihr eine solche Mail erhaltet, klickt wirklich NIEMALS auf einen Link. Bereits der Klick auf einen externen Link kann dazu führen, dass im Hintergrund Software heruntergeladen wird, durch die euer Computer oder andere Geräte kompromittiert werden.
Folgende Anbieter sind bislang betroffen:
- CoinTracking
- Ledger
- Trezor
- BitBox
Die gute Nachricht ist: Keine Hardware Wallet wurde gehackt, sondern lediglich das Newsletter-Tool der genannten Unternehmen. Folglich sind die Vermögenswerte sicher, sofern nicht auf einen Link geklickt oder eine Software heruntergeladen wurde.
Darauf solltest du jetzt achten
Damit du nicht in solche Fallen tappst und potenziell dein gesamtes Krypto-Vermögen verlierst, gibt es einige wichtige Tipps, die wir dir nachfolgend an die Hand geben wollen. Beachte Folgendes am besten IMMER:
- Keine Links in verdächtigen E-Mails anklicken. Öffnet die Webseite des jeweiligen Anbieters stattdessen selbst über ein gespeichertes Lesezeichen oder durch manuelle Eingabe der bekannten Internetadresse.
- Niemals die Seed Phrase eingeben. Kein seriöser Hardware-Wallet-Hersteller wird euch per E-Mail dazu auffordern, eure 12 oder 24 Wörter auf einer Webseite einzugeben.
- Keine Recovery Phrase weitergeben. Auch Support-Mitarbeiter benötigen eure Seed Phrase niemals. Wer danach fragt, versucht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, Zugriff auf eure Bitcoin oder Kryptowährungen zu erhalten.
- Vorsicht vor angeblichen Sicherheitsupdates. Phishing-Mails erzeugen häufig Zeitdruck und behaupten beispielsweise, dass ein Wallet dringend aktualisiert, verifiziert oder wiederhergestellt werden müsse.
- Programme nur über offizielle Quellen herunterladen. Installiert keine Software, Browser-Erweiterungen oder Wallet-Updates, die über einen Link in einer E-Mail angeboten werden.
- Absenderadresse genau prüfen. Der angezeigte Name wie „Ledger“, „Trezor“ oder „BitBox“ ist kein Beweis dafür, dass die Nachricht tatsächlich vom jeweiligen Unternehmen stammt.
- Auch professionell aussehende E-Mails können gefälscht sein. Wenn tatsächlich ein Newsletter-System kompromittiert wurde, können Angreifer unter Umständen auf Vorlagen und Verteiler zugreifen. Rechtschreibfehler oder schlechtes Design sind daher längst kein zuverlässiges Erkennungsmerkmal mehr.
- Transaktionen immer auf dem Hardware Wallet kontrollieren. Prüft Empfängeradresse und Betrag auf dem Display des Geräts und bestätigt niemals eine Transaktion, die ihr nicht selbst ausgelöst habt.
- Bei Unsicherheit direkt beim Anbieter nachsehen. Öffnet die offizielle Webseite oder die offiziellen Social-Media-Kanäle unabhängig von der erhaltenen E-Mail und prüft dort, ob tatsächlich eine Sicherheitsmeldung vorliegt.
- Wer bereits Daten eingegeben hat, sollte sofort handeln. Wurde eine Seed Phrase auf einer verdächtigen Webseite eingegeben, muss davon ausgegangen werden, dass sie kompromittiert ist. Die Coins sollten dann auf eine neu und sicher erzeugte Wallet mit einer vollständig neuen Seed Phrase übertragen werden.
Grundsätzlich gilt: Eure Seed Phrase ist der Schlüssel zu euren Bitcoin. Solange sie ausschließlich offline und unter eurer Kontrolle bleibt, können Angreifer nicht allein durch den Besitz eurer E-Mail-Adresse auf die Coins einer Hardware Wallet zugreifen.
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Wenn du zukünftig darauf achtest, sollte es keine Probleme geben. Falls du unsicher bist, Hilfe brauchst oder dir neue Informationen vorliegen, kontaktiere uns gern per Mail oder auf X.
Aktuell arbeiten Ledger, Trezor und BitBox mit Hochdruck an der Lösung des Problems und der Beseitigung der Sicherheitslücke. Sobald es neue Informationen gibt, werden wir diese wie immer mit euch teilen.












