Japan hat vor wenigen Stunden eine Reform seiner Krypto-Regulierung im Parlament verabschiedet. Das neue Gesetz stuft Kryptowährungen künftig als Finanzprodukte ein und schafft damit eine der zentralen rechtlichen Voraussetzungen für Bitcoin- und Krypto-ETFs.

Japan reformiert Krypto-Regulierung

Wie Reuters berichtet, werden Kryptowährungen künftig aus dem bisherigen Regulierungsrahmen des Payment Services Act herausgelöst und unter das Financial Instruments and Exchange Act gestellt. Die japanische Finanzaufsicht FSA behandelt Krypto damit ausdrücklich als eigenständiges Finanzprodukt, getrennt von Wertpapieren wie Aktien.

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In ihren offiziellen Erläuterungen begründet die FSA den Schritt mit der starken Adoption in Japan:

„Krypto-Assets werden zunehmend als Anlageobjekt betrachtet. Auch institutionelle Investoren sehen sie als Möglichkeit zur Diversifikation.“

Für Bitcoin und den breiteren Kryptomarkt ist die Nachricht bullisch, wie die offiziellen Zahlen zeigen. Nach Angaben der FSA existieren in Japan mehr als 14 Millionen Krypto-Konten.

Neues Gesetz ebnet den Weg für Bitcoin-ETFs

Für den Kryptomarkt sind vor allem die ETFs von Bedeutung. Solange Bitcoin und andere Kryptowährungen primär als Zahlungsmittel reguliert wurden, fehlte in Japan die rechtliche Grundlage, um sie in börsengehandelte Fonds zu integrieren.

Genau diese regulatorische Hürde fällt jetzt. Die FSA verweist in ihren Gesetzesunterlagen ausdrücklich auf die Entwicklung im Ausland:

„In den USA sind Krypto-ETFs bereits gelistet. Zuletzt sind die Kapitalzuflüsse institutioneller Anleger deutlich gestiegen.“

Finanzministerin Satsuki Katayama hatte erst am vergangenen Freitag bei der Open QUICK 2026 erklärt, die Regierung wolle die Prüfung einer Freigabe von Krypto-ETFs in Japan vorantreiben. Mit der nun beschlossenen Verlagerung ins Finanzmarktrecht ist die wichtigste gesetzliche Vorarbeit dafür getan.

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Eine automatische Zulassung von Bitcoin- oder Ethereum-ETFs bedeutet das Gesetz allerdings noch nicht. Dafür sind weitere regulatorische Anpassungen notwendig. Von einer Umsetzung durch die FSA wird jedoch ausgegangen.

Der Krypto-Sektor bekommt aber auch härtere Regeln. Börsen müssen künftig vor der Aufnahme eines Assets umfassendere Informationen veröffentlichen. Gleichzeitig führt Japan erstmals spezifische Insiderhandelsregeln für den Kryptomarkt ein.